GRÜNE wollen städtische Gebäude besser für den Klimawandel ausstatten

Die grüne Gemeinderatsfraktion setzt sich mit einem Antrag dafür ein, dass die Nutzer*innen von städtischen Gebäuden besser vor Hitze geschützt werden.

Die Hitzewelle im Juni 2026 hat mit mehrtägigen Tagestemperaturen um die 40° Celsius deutlich gezeigt, dass viele Schulen und Kitas, Krankenhäuser und Pflegeheime, aber auch Verwaltungs- und Wohngebäude bei hohen Außentemperaturen nicht mehr gut nutzbar sind.
Christina Klinkhardt, grünes Mitglied im Planungsausschuss betont: „Mit dem Klimawandel wird es zunehmend und länger Hitzeperioden geben. Gerade in dicht bebauten Stadtgebieten ist ein wirksamer Hitzeschutz unerlässlich, damit die Quartiere lebenswert bleiben.“

Die Fraktion weist mit ihrem Antrag insbesondere darauf hin, dass außenliegender Sonnenschutz zu den wirksamsten Maßnahmen gegen sommerliche Überhitzung gehört: Außenrollos lassen sich vergleichsweise schnell nachrüsten, verursachen geringe Betriebskosten und reduzieren den Kühlbedarf signifikant.
In der Praxis scheitert die Umsetzung jedoch oft, etwa an denkmalrechtlichen Vorgaben wie an der Gutenbergschule. Zudem wird berichtet, dass außenliegende Rollos an neueren städtischen Gebäuden bereits bei leichtem Wind automatisch einfahren und der Sonnenschutz gerade dann ausfällt, wenn er benötigt wird.
Die Fraktion fordert die Verwaltung auf, bestehende Hindernisse systematisch zu erfassen und dafür Lösungen zu entwickeln.

Fraktionsvorsitzender Aljoscha Löffler ergänzt: „Gleichzeitig kann eine aktive Kühlung in einzelnen Gebäuden zunehmend notwendig werden. Wir wollen prüfen lassen, in welchen Fällen eine Klimatisierung die passiven Hitzeschutzmaßnahmen sinnvoll ergänzt. Diese Ergebnisse sollen dann in die städtischen Leitlinien für nachhaltiges Bauen einfließen.“

Die Fraktion GRÜNE stellt abschließend klar, dass eine flächendeckende Ausstattung mit Klimaanlagen weder wirtschaftlich noch kurzfristig realisierbar ist. Hohe Investitions- und Energiekosten im Betrieb setzen angesichts der angespannten Haushaltslage enge Grenzen.