Mit einem interfraktionellen Prüfantrag setzen sich die Fraktionen GRÜNE, SPD, Die Linke, KAL und Volt dafür ein, in Karlsruhe einen „Platz der Kinderrechte“ zu schaffen. Die Initiative greift den Vorschlag des Deutschen Kinderschutzbundes auf und soll Kinderrechte im öffentlichen Raum sichtbar machen sowie das Bewusstsein für ihre Bedeutung stärken.
„Kinderrechte gehören in die Mitte unserer Gesellschaft und damit auch in die Mitte unserer Stadt. Ein Platz der Kinderrechte wäre ein deutliches Zeichen dafür, dass wir die Anliegen und Perspektiven von Kindern und Jugendlichen ernst nehmen und ihre Rechte stärken wollen“, erklären die antragstellenden Fraktionen.
Der Antrag sieht vor, dass die Stadtverwaltung ein Konzept für einen „Platz der Kinderrechte“ entwickelt und nach einem Beteiligungsprozess einen möglichst zentral gelegenen Ort vorschlägt. Kinder und Jugendliche sollen dabei von Anfang an aktiv eingebunden werden, von der Auswahl des Platzes über dessen Benennung bis hin zur Gestaltung. Begleitet werden soll der Prozess durch das Kinderbüro und den Stadtjugendausschuss.
„Der Platz soll mehr sein als ein Name auf einem Straßenschild. Wir möchten einen lebendigen Ort schaffen, den Kinder und Jugendliche mitgestalten und immer wieder neu prägen können. Wir wünschen uns, dass der Platz als außerschulischer Lernort konzipiert wird, der beispielsweise Schulklassen die Möglichkeit bietet, demokratische Werte und Beteiligung unmittelbar vor Ort zu erleben und in den Unterricht einzubinden“, so die antragstellenden Fraktionen weiter.
