Anfrage zum Karlsruher RegenbogenKinderBücherKoffer

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  1. Wie oft wurde der RegenbogenKinderBücherKoffer (Kita- und Grundschulversion) seit seiner Einführung im Juni 2023 insgesamt ausgeliehen und wie hat sich die Nachfrage seither entwickelt?

  2. Welche Arten von Einrichtungen leihen den Koffer hauptsächlich aus und wie viele verschiedene Einrichtungen haben ihn bislang mindestens einmal genutzt?

  3. Wie wird die Begleitveranstaltung „Queere Familienmodelle und Lebensweisen in Kinderbüchern“ angenommen und wie bewerten Fachkräfte sowie Eltern dieses Angebot?
     
  4. Welche Hindernisse erschweren die Ausleihe erfahrungsgemäß (z. B. mangelnde Information, Vorbehalte in Einrichtungen, fehlende Ressourcen)?

  5. Welche Verbesserungen am Angebot – Inhalt, Buchauswahl, Verleihprozess – werden von Nutzenden gewünscht oder sind bereits geplant?

  6. Wie viele Kitas und Grundschulen haben den Koffer bislang noch nie genutzt und welche Maßnahmen sind vorgesehen, um diese Einrichtungen künftig zu erreichen?

  7. Welche Unterstützung wäre aus Sicht des Kinderbüros hilfreich, um die Reichweite des Angebots zu erhöhen?

Begründung

Queerfeindliche Gewalt nimmt zu. Deshalb ist es wichtig, intensive Aufklärungsarbeit über queere Lebensweisen zu leisten. Das macht beispielsweise der RegenbogenKinderBücherKoffer. Er ist seit Juni 2023 ein wertvolles Angebot des Kinderbüros der Stadt Karlsruhe. Das Angebot bringt Vielfalt und verschiedene Familienmodelle in die pädagogische Praxis von Kitas und Grundschulen –  selbstverständlich und kindgerecht, von Anfang an.

Als grüne Fraktion unterstützen wir diese Maßnahme ausdrücklich. Sie ist Teil des „Queer leben in Karlsruhe – Forderungskatalog für eine queerfreundliche Fächerstadt“. Auch das 2023 vom Gemeinderat verabschiedete Positionspapier Kommunale Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit verweist auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und zählt explizit die sexuelle Identitätals Diskriminierungsmerkmal auf. Es beschreibt strukturelle Diskriminierung als Folge von u.a. „homophoben Konventionen, Gebräuchen und Traditionen“. Der Koffer eröffnet eine Chance, der Ausgrenzung und Stigmatisierung entgegenzuwirken.

Mit der Anfrage möchten wir uns ein umfassendes Bild über Nachfrage und Nutzung machen und prüfen, wie das Potenzial des Angebots gehoben werden kann. 

Unterzeichnet von:

Dr. Iris Sardarabady, Jorinda Fahringer, Verena Anlauf, Ivo Dujmović