- Welche Bedeutung hat die Kurzzeitpflege für ältere Menschen und auch für Jüngere
a) für die Betroffenen, b) für Angehörige c) für Institutionen wie die
Kliniken? - Ist die Versorgung mit Kurzzeitpflegeplätzen momentan in Karlsruhe ausreichend?
- Wie hoch wäre momentan der Bedarf?
- Wie viele Plätze fehlen, um den Bedarf der nächsten fünf und zehn Jahre zu decken?
- Wie gestaltet sich das Zusammenwirken zwischen Kurzzeitpflege und geriatrischer Reha und welche Bedeutung hat diese gegenseitige Ergänzung?
Sachverhalt/Begründung
Neben den Service-Diensten zur Alltagsunterstützung ist die Kurzzeitpflege ein weiteres wesentliches Element, um das möglichst lange Wohnen. z.B. nach einem Krankenhausaufenthalt in der eigenen Häuslichkeit und ambulante Pflege zu ermöglichen.
Sie dient der Entlastung pflegender Angehöriger, um z.B. in Urlaub fahren zu können und stellen eine Burn-Out-Prävention für Angehörige dar. Sie dient als Phase der Überbrückung nach einem Krankenhausaufenthalt. Und sie ist ein stationäres Sicherheitsnetz, wenn die ambulante Pflege nicht mehr ausreicht, aber noch kein dauerhafter stationärer Pflegeplatz vorhanden ist.
Ohne eine ausreichende Zahl an Kurzzeitpflegeplätzen geraten die Kliniken in defizitäre Situationen, da sie pflegebedürftige Menschen (z.T. etwa nach schweren Unfällen, auch jüngere pflegebedürftige Patient*innen) nicht ohne Betreuung nach Hause entlassen dürfen, wenn weiter eine Pflegebedürftigkeit besteht. Die Krankenkassen übernehmen diese Kosten nach der Akutversorgung jedoch nicht.
Die Anfrage soll die Bedeutung und den Bedarf in diesem Bereich deutlich machen und Karlsruher Stadträt*innen ermöglichen, den Sachverhalt auf Landes- und Bundesebene in ihren Parteien zu verdeutlichen.
Unterzeichnet von:
Verena Anlauf, Dr. Iris Sardarabady, Bernd Belschner, Jorinda Fahringer
