„Wohnen für Hilfe“ ausbauen

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Anfrage:

  1. Ist nach Sicht der Verwaltung eine Erweiterung des Angebots „Wohnen für Hilfe“ um nichtstudentische Mieter*innen sinnvoll (z.B. Azubis, Alleinstehende, Asylbewerber*innen, Praktikant*innen, FSJ-ler*innen, ältere aktive Personen)?
  2. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung in einer intensiveren Bewerbung von „Wohnen für Hilfe“, um mehr Vermieter*innen zu gewinnen?
  3. Wie beurteilt die Verwaltung die Ausweitung des Angebots für Vermieter*innen um Familien, die z.B. begrenzte Hilfe im Garten oder bei der Kinderbetreuung benötigen?
  4. Welche Ressourcen und welche Kooperationspartner*innen würden für diese Erweiterungen benötigt werden?
  5. Hält die Verwaltung eine Ausweitung des Angebots in einen Bereich des Landkreises hinein, der noch zu definieren wäre, für sinnvoll?

Sachverhalt/Begründung:

Das Angebot „Wohnen für Hilfe“ in Karlsruhe, angesiedelt bei den Paritätischen Sozialdiensten, ist ein gut etabliertes Angebot, das für zwei Seiten sinnvoll ist: Die studentischen Mieter*innen erhalten preiswerten Wohnraum und Anschluss, die älteren Vermieter*innen bekommen (begrenzte) Hilfe im Alltag und haben Kontakt zu jungen Menschen.

Angesichts der großen Wohnungsnot in Karlsruhe, insbesondere in Hinblick auf bezahlbare Wohnungen, ist die Frage, ob dieses Angebot ausgebaut werden kann.

Auf der Seite der Mieter*innen könnte das Angebot – siehe entsprechende langjährige Erfahrungen in Freiburg – auf nichtstudentische Gruppierungen ausgedehnt werden (z.B. Azubis, aber auch andere Gruppierungen).

In Freiburg nehmen vor allem Azubis (ca. 25 %), aber auch ältere Personen, die sich in einer neuen Lebenssituation befinden, das Angebot an.

Auf der Seite der Vermieter*innen könnten auch Familien (z.B. Alleinerziehende) angesprochen werden, die Hilfe bei der Kinderbetreuung, im Garten usw. benötigen.

Eine Frage ist außerdem, wie die Bewerbung z.B. in den Stadtteilen mit Ein-Familien-Häusern, ausgeweitet werden könnte, um mehr Vermieter*innen zu interessieren. Sinnvoll könnte es auch sein, den Einzugsbereich des Angebots in den Landkreis hinein (z.B. bis Stutensee, Rheinstetten, Pfinztal) zu erweitern.

Unterzeichnet von:

Verena Anlauf, Ivo Dujmović, Dr. Iris Sardarabady,
Benjamin Bauer, Aljoscha Löffler

Wir erhielten zur Gemeinderatssitzugn am 17.12. 2024 eine sehr positive Rückmeldung zu unseren Fragen. Wir werden tun, was nötig ist, um das Angebot ausweiten zu können!