- Wie ist die aktuelle Entwicklung des erweiterten Konzeptes des IQ Projektes Durchgängige Sprachbildung, das schulische Bildung, Übergangsgestaltung und Elternbildung umfasst bzw. wie ist der Stand der Überführung in das IQ Projekt Bildung für Zugewanderte?
- Welche konzeptionellen Ansätze zur Verbesserung der durchgängigen Sprachförderung gibt es, gemeinsam mit den zuständigen Stellen und Ämtern – insbesondere im Hinblick auf einen gelingenden Übergang Kita – Grundschule sowie im Hinblick auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2026/27?
- Welche konzeptionellen Überlegungen gibt es, den Zugang zu frühkindlicher Bildung für Kinder mit Sprachförderbedarf zu verbessern?
- Welche Rolle wird dabei das überarbeitete oder gar neue Kita-Portal spielen?
- Wie integriert das neue Projekt Bildung für Zugewanderte die gesamtgesellschaftliche Zunahme der Sprachförderbedarfe in Kita und Grundschule (als strukturelles Bildungsproblem)?
- Wie reagiert die Stadtverwaltung auf den zunehmenden Sprachförderbedarf von sozial benachteiligten Kindern ohne Migrationshintergrund?
- Welche Maßnahmen werden durch die Neukonzeption künftig nicht mehr Teil des IQ Projekts sein? Welche neuen Maßnahmen werden künftig Teil sein?
Begründung/ Sachverhalt
Sprache ist Schlüssel für die individuelle Bildungs- und Berufskarriere. Um sprachbedingte Nachteile für die Bildungsbiografie zu vermeiden, sind frühzeitige und ausreichende Sprachförderung sowie passgenaue Unterstützungsangebote im gesamten Bildungsbereich wichtig. Die durchgängige Sprachbildung ist die essentielle Basis für die Gestaltung der Übergänge im Bildungsbereich. Dabei ist die Datenlage eindeutig: Sprachförderbedarf ist kein migrationsspezifisches Problem, der entscheidende Risikofaktor ist die soziale Lage der Familie: Kinder aus bildungsfernen, einkommensschwachen Familien – mit oder ohne Migrationshintergrund – haben ein erhöhtes Risiko für Sprachdefizite.
In Karlsruhe besteht seit 2019 unter dem Dach „Soziale Stadt“ das IQ Leitprojekt Durchgängige Sprachentwicklung. Ziel ist, allen Kindern entsprechend ihrer Bedarfe eine verlässliche und kontinuierliche Sprachförderung zukommen zu lassen, so dass der Anteil der Kinder mit Sprachförderbedarf zurückgeht.
Die Stadtverwaltung Karlsruhe hat spezifische Maßnahmen und Pilotprojekte entwickelt. Wie der IQ Monitoringbericht 2025 darstellt, legt die Verwaltung in Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Schul- und Sportamt den aktuellen Schwerpunkt auf den Übergang von der Kita in die Grundschule, insbesondere im Hinblick auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2026/27. Weiter im Fokus sind die Sprachförderung für Kinder ohne Kita-Platz, Elternbildung und schulische Bildung. Nun hat die Stadtverwaltung die umfassende Neukonzeption des IQ Projektes auf den Weg gebracht und ab 2026 ist die Überführung in das IQ Projekt Bildung für Zugewanderte geplant.
Unterzeichnet von:
Dr. Iris Sardarabady, Jorinda Fahringer, Ivo Dujmović
