Carsharing in Karlsruhe weiter ausbauen

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Grüne und SPD fordern mehr Stellplätze im öffentlichen Raum

In einem gemeinsamen Antrag fordern die Gemeinderatsfraktionen der Grünen und SPD die Stadtverwaltung auf, bedarfsorientiert zusätzliche Carsharing-Stellplätze im öffentlichen Raum auszuweisen. Im Rahmen des IQ-Leitprojekts „Parkraummanagement“ soll die Verwaltung zudem ein unbürokratisches Interessensbekundungsverfahren für die Vergabe von unternehmensspezifischen Stellplätzen an Carsharing-Unternehmen prüfen.

„Carsharing ist ein Erfolgsmodell für Karlsruhe – ökologisch, ökonomisch und sozial“, betont Christian Klinkhardt, verkehrspolitischer Sprecher der grünen Fraktion. „Die Anzahl der privaten PKW gehen in Karlsruhe bereits zurück. Jedes Carsharing-Fahrzeug ersetzt bis zu zehn Privatfahrzeuge. So können langfristig neue Freiräume für Fuß- und Radverkehr oder Begrünung entstehen, ganz ohne Einbußen bei der Mobilität. Auch der Parkdruck in den Quartieren lässt sich durch Carsharing reduzieren.“

Karlsruhe nimmt bundesweit eine Vorreiterrolle beim Carsharing ein. Keine andere deutsche Stadt kann einen höheren Anteil von Carsharing-Nutzenden an der Gesamtbevölkerung vorweisen.

„In vielen Fällen ist Carsharing sogar günstiger als ein eigenes Auto – damit wird Mobilität für alle Menschen unabhängig vom Einkommen zugänglich“, ergänzt Dr. Raphael Fechler, Sprecher für Stadtplanung und Individualverkehr der SPD-Fraktion. „Die Zahlen bestätigen den Erfolg: Mit über zehn Prozent Zuwachs bei den Mitgliederzahlen pro Jahr ist der Trend eindeutig. Doch in mehreren Stadtteilen stößt das System an seine Grenzen, weil kaum noch private Stellflächen zur Anmietung zur Verfügung stehen.“

„Ohne zusätzliche öffentliche Stellplätze gefährden wir die Verfügbarkeit und damit die Attraktivität des gesamten Systems“, warnen die beiden Stadträte abschließend. „Wir müssen jetzt handeln, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden und Carsharing als zuverlässige und nachhaltige Alternative zum privaten Auto weiter zu stärken.“