Baulandkataster attraktiver machen

Antrag

  1. Das städtische Baulandkataster wird aktualisiert und attraktiver gestaltet.
  2. Zur Ermittlung der aktuellen Situation werden alle GründstückseigentümerInnen erneut befragt, ob sie einer Veröffentlichung ihrer Grundstücksdaten im Baulandkataster zustimmen.
  3. Die Stadt macht das Baulandkataster über verschiedene Medien öffentlich bekannt.
  4. Die Stadt prüft, wie in Ergänzung zum Baulandkataster eine internetbasierten Baulandbörse realisiert werden kann.

Sachverhalt/Begründung

2010 und in den Folgejahren hat die Stadt, einem Gemeinderatsantrag der Grünen folgend, ein Baulandkataster eingerichtet. Das Kataster enthält Informationen zu unbebauten Grundstücken in Wohn- und Gewerbegebieten. Im Kataster sind aktuell über 270 Grundstücke mit einem Flächenumfang von insgesamt ca. 36 ha veröffentlicht. Es ist online unter https://www.karlsruhe.de/b3/bauen/geodaten/stadt-verwaltung.de zu finden.

Leider ist das Baulandkataster selbst in einschlägigen Fachkreisen viel zu wenig bekannt. Es ist deshalb davon auszugehen, dass bauwillige Privatpersonen oder Unternehmen kaum von den im Kataster veröffentlichen Informationen profitieren. Das Kataster sollte im Internet gut auffindbar und attraktiv gestaltet sein. Hier sehen die AntragsstellerInnen aktuell Optimierungsbedarf.

Auch müssen die im Kataster hinterlegten Informationen auf aktuellem Stand sein. Hierfür sollten diejenigen GrundstückseigentümerInnen, die bisher eine Veröffentlichung abgelehnt haben, erneut befragt und auf die besondere Notwendigkeit der Innenentwicklung insbesondere zu Zwecken des Wohnungsbaus hingewiesen werden.

Die sehr angespannte Situation auf dem Karlsruher Grundstücksmarkt und die extreme Knappheit an bebaubaren Flächen erfordern aus unserer Sicht derartige Maßnahmen zur Aufwertung und zur aktiven Bewerbung des Baulandkatasters. Das Kataster sollte zudem um ein internetgestütztes Vermarktungsportal („Baulandbörse“) ergänzt werden, das dabei unterstützt, verkaufsbereite GrundstückseigentümerInnen und Bauwillige zusammenzuführen.

Unterzeichnet von:

Bettina Lisbach       Johannes Honné      Alexander Geiger     Daniela Reiff      Zoe Mayer

Stellungnahme der Stadtverwaltung für die Gemeinderatssitzung am 24.11.2015

Aus der Gemeinderatssitzung am 24.11.2015:

Die Verwaltung will dem nachkommen: Attraktivere Gestaltung und bessere Auffindbarkeit wurden ebenso zugesagt wie eine aktive Aktualisierung, bei der alle EigentümerInnen erneut befragt werden, ob sie einer Veröffentlichung ihrer Grundstücksdaten zustimmen. Bisher sind nämlich nur 1/3 der unbebauten Grundstücke im Kataster öffentlich einsehbar. Dies ist ein Beitrag zur Erschließung von dringend benötigten innerstädtischen Flächen für Wohnbebauung.