Mehr Grün statt Asphalt: Grüne fordern konsequente Entsiegelung bei Baustellen

Grüne Fraktion Karlsruhe | Exemplarische Darstellung einer Umsetzung des Moduls L in der Herrenstraße (KI generiert)

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat drängt auf eine konsequente Umsetzung des städtischen Entsiegelungskonzeptes. Mit einer gemeinderätlichen Anfrage möchte die Fraktion erfahren, inwieweit die dort vorgesehenen Maßnahmen bereits angewendet werden. Die Vorschläge im Entsiegelungskonzept reichen von Sickerflächen und Sickerrinnen über Staudenbeete bis hin zu Baumstandorten.

Hintergrund ist die Transformation Karlsruhes hin zu einer „Schwammstadt“: Durch die Entsiegelung und Begrünung asphaltierter Flächen soll die Stadt widerstandsfähiger gegen Starkregen werden und gleichzeitig wird dadurch die Aufheizung im öffentlichen Raum verringert.

„Es ist unser Ziel, die Bewohnerinnen und Bewohner von Karlsruhe besser vor den Folgen der zunehmenden Hitze zu schützen. Wenn versiegelte Flächen im Straßenraum geöffnet und begrünt werden, steigert dies nicht nur die Aufenthaltsqualität in der Stadt; sondern sorgt auch dafür, dass sich Straßenräume und Wohnumfelder in den Abendstunden besser abkühlen“, so Christian Klinkhardt, Mitglied im Planungsausschuss.

Die Grünen betonen, dass eine frühzeitige Mitplanung von Begrünungsmaßnahmen bei Bauvorhaben – etwa in der Seminar-, Herren- oder Lessingstraße – kostengünstiger ist als nachträgliche Umbaumaßnahmen. „So können wir Fortschritte beim Klimaschutz erreichen, ohne dass kostspielige Großmaßnahmen notwendig werden – die wir uns bekanntermaßen nicht gar mehr nicht leisten könnten“, so Dr. Sonja Klingert, Sprecherin der Fraktion für Klimapolitik, Klimaanpassung und Stadtgrün.

Konkret fragt die Fraktion danach, ob bei aktuellen Baustellen untersucht wurde, welche verschiedenen Entsiegelungsmethoden bereits geprüft wurdenund wo sie zum Einsatz kommen werden.

„Sicherlich finden sich in der Stadtgesellschaft an vielen Orten Pat*innen, die die neu entstandenen grünen Inseln bei Bedarf wässern und pflegen“, so die Fraktion GRÜNE abschließend.