Die Grüne Gemeinderatsfraktion will erreichen, dass städtische Mitarbeitende am Arbeitsplatz eine attraktive Möglichkeit haben, ihr E-Fahrzeug zu laden. Um hierfür Erfahrungen zu sammeln, beantragt sie einen Modellversuch für E‑Ladeinfrastruktur auf dem Parkplatz einer Schule oder einer anderen kommunalen Einrichtung.
„Die Antriebswende ist ein zentraler Baustein der kommunalen Klimaschutzstrategie. Durch das Laden am Arbeitsplatz kann tagsüber überschüssiger Solarstrom effizient genutzt werden, da die Fahrzeuge dort regelmäßig lange Standzeiten haben,“ so Christian Klinkhardt, Sprecher der Fraktion für Mobilität. „Die aktuelle weltpolitische Lage zeigt erneut, wie verwundbar Deutschland durch seine Abhängigkeit von internationalen Öl- und Energiemärkten bleibt. Wer den Umstieg auf das E-Auto erleichtert, stärkt deshalb nicht nur den Klimaschutz, sondern auch die Unabhängigkeit von fossilen Importen und Preissprüngen an den Weltmärkten“, ergänzt Dr. Sonja Klingert, Sprecherin der Fraktion für Energie. „Unser Vorschlag stärkt den heimischen Markt für Elektromobilität und unterstützt deutsche Hersteller, die im internationalen Wettbewerb um Zukunftstechnologien führend bleiben wollen.“
Die Grünen schlagen vor, dass die Ladeinfrastruktur durch die 100%ige städtische Tochter Fächer GmbH oder über ein Betreibermodell mit anderen Anbieter*innen zur Verfügung gestellt wird. Durch solche Modelle wird den Kapitalbedarf minimiert und die Stromkosten für die Beschäftigten bleiben niedrig.
„Eine zuverlässige Ladeinfrastruktur am Arbeitsplatz ist ein entscheidender Hebel, um die Elektromobilität für die breite Bevölkerung attraktiv zu machen und gleichzeitig die Klimaziele der Stadt zu erreichen“, erklären die Grünen abschließend. „So bleibt Karlsruhe auf Dauer lebenswert.“
