Teilhaushalt: 5000 Sozial- und Jugendbehörde
Höhe der beantragten Mittel: 8.400 € (2026), 9.100 € (2027), 9.814 € (2028), 10.542 € (2029), 11.285 € (2030)
Begründung:
Die Stadt Karlsruhe fördert das queere Zentrum queerKAstle e.V. im Rahmen einer institutionellen Förderung in einer Höhe von 35.000 Euro für das Jahr 2026 und einer Dynamisierung von 2 % jährlich in den Jahren 2027 ff.
Das queere Zentrum ist in seiner Form einmalig und das einzige derartige Angebot in Karlsruhe und Umgebung. Die Räumlichkeiten werden durch andere queere Vereine und Gruppen wie QBeKa, queerbeet, ILSE, dem CSD-Verein, den Pride Pictures und vielen mehr regelmäßig genutzt. Wir wollen diesen einzigartigen Raum für queere Sichtbarkeit und Safe Space in Zeiten zunehmender queerfeindlicher Angriffe im öffentlichen Raum erhalten und schützen.
Im Mai 2022 gründete sich der Verein queerKAstle e.V. mit dem Ziel der Errichtung eines queeren Zentrums in Karlsruhe. In der Liebigstraße 10-12 steht inzwischen ein Zentrum mit Ruheraum, Veranstaltungsraum, barrierefreien Toiletten, Büro, Besprechungsraum und Lagerflächen zur Verfügung. Die gemäß Gemeinderatsbeschluss vorgesehene Kürzung des Mietkostenzuschusses der Stadt von 35.000 Euro pro Jahr auf 28.000 Euro plus die zusätzliche Kürzung um 1.400 Euro würde die mögliche Schließung des Zentrums in den Raum stellen. Wir fordern zudem, den Mietkostenzuschuss jährlich um 2 % zu erhöhen, um Mieterhöhungen im Rahmen des Indexmietvertrages auszugleichen.
Der Verein treibt bereits erfolgreich Spenden und Drittmittel ein und kann so zumindest den laufenden Betrieb samt Sachkosten abdecken. Die Arbeit erfolgt komplett ehrenamtlich. (Höhere) Mietkosten in Rechnung zu stellen wäre ein Ausschlusskriterium für die meisten Vereine und Gruppen, die das queere Zentrum intensiv nutzen. Auch das Erheben von Eintrittsgeldern ist für queerKAstle e.V. nicht möglich. Dadurch würde ein Großteil der Besuchenden ausgeschlossen, die selbst nicht über die nötigen Mittel für ein Besuch verfügen, wie z.B. Jugendliche und junge Erwachsene.
Anne Berghoff, Tanja Kaufmann, Fraktion Die Linke
Fabian Gaukel, Adina Geißinger, Kien Nguyen, Volt Fraktion
Aljoscha Löffler, Jorinda Fahringer und GRÜNE Fraktion
Der Antrag fand eine Mehrheit, queerKAstle kann seine Arbeit fortsetzen.