Grüne fordern beschleunigte Digitalisierung der Verwaltung

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Anfrage zum Umsetzungsstand der E-Akte zeigt Handlungsbedarf auf

Die Gemeinderatsfraktion der GRÜNEN hat eine Anfrage zum Umsetzungsstand der elektronischen Aktenführung (E-Akte) in der Stadtverwaltung gestellt.

Zur Gemeinderatssitzung am 30. September 2025 legte die Verwaltung eine umfassende Darstellung vor. Die E-Akte ist eine der zentralen Stellschrauben, um die Arbeit der Stadtverwaltung durch Digitalisierung effizienter zu machen. Viele Möglichkeiten des Systems werden aber noch nicht genutzt.
Die gute Nachricht: Alle 48 Dienststellen sind technisch an die E-Akte angebunden. 36 davon nutzen zumindest Teile des Systems mittlerweile aktiv. Kritisch sieht die Fraktion die noch bestehenden Medienbrüche zwischen Dienststellen, die die E-Akte vollumfänglich nutzen, und jenen, die noch an papiergebundenen Prozessen festhalten. Stadtrat Christian Klinkhardt betont: „Die uneinheitliche Implementierung führt zu ineffizienten Arbeitsabläufen und verhindert große Vorteile der Digitalisierung, wie sie etwa beim E-Umlaufverfahren mit erheblich kürzeren Bearbeitungszeiten bei Verwaltungsentscheidungen erreicht werden können.“

„Wir brauchen klare Vorgaben durch alle Leitungsebenen, sowie ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen, um die Digitalisierung flächendeckend umzusetzen. Auch Schulungen, um die Mitarbeiter*innen mitzunehmen sind ein zentrales Element. Zudem müssen Führungspersonen eine Vorbildrolle einnehmen“, betont Ivo Dujmović, Sprecher der Fraktion für Digitalisierung: „Dabei müssen wir weiter einen Blick auf die digitale Souveränität haben – die Kontrolle über die Karlsruher Daten und Transparenz bei der Funktionsweise der eingesetzten Software sind essenziell wichtig.“