- Welche Arbeitsgruppen, Ämter und Gesellschaften haben bereits Awa-reness-Konzepte in Umsetzung, die das interne Miteinander betreffen? Was sind die Eckpunkte dieser Konzepte?
- Was sind die Hindernisse für die Bereiche, in denen noch kein Konzept im Einsatz ist?
- Bei welchen städtischen Veranstaltungen – und Veranstaltungen der Gesellschaften – kommen Awareness-Konzepte zum Einsatz? Was sind die Eckpunkte dieser Konzepte?
- Was sind die Hindernisse für den Einsatz bei den Veranstaltungen, bei denen noch kein Awareness-Konzept in Umsetzung ist?
- Welche Teams mit Kundinnen- bzw. Bürgerinnen-Kontakt haben A-wareness-Konzepte im Einsatz? Was sind die Eckpunkte dieser Konzepte?
- Was sind die Hindernisse für den Einsatz bei den Teams mit Kundinnen- bzw. Bürgerinnenkontakt, in denen noch kein Awaren-ess-Konzept in Umsetzung ist?
- Welche weiteren Maßnahmen zur strukturellen Antidiskriminierungsar-beit wurden in welchem Amt bzw. welcher Gesellschaft bereits umge-setzt? Welche sind in Umsetzung, welche wann in Planung?
Begründung
Überall, wo viele Menschen aufeinandertreffen, kommt es zum Überschreiten von Grenzen bis hin zu Diskriminierungen. Das anzuerkennen, mit dem Ziel eines respektvollen Miteinanders und des Schaffens von Safe Spaces und Verständnis, ist Kern von „Awareness“. Auf Deutsch lässt sich dieser Begriff am ehestens als „Konzept des achtsamen Miteinanders“ übersetzen.
Im Veranstaltungsbereich hat sich der Begriff etabliert, um eine Kultur des konsensbasierten Handelns zu fördern und Strukturen der Ausgrenzung ab-zubauen. Es geht um Sensibilisierung und das Abfangen von Folgen bei Dis-kriminierungen. Zentral ist dabei, die subjektive Sicht betroffener Personen als verbindlich zu erklären und ihr Raum und Unterstützung zu bieten. Vorbildlich in diesem Bereich ist die Karlsruher Marketing und Event GmbH mit dem Awa-reness-Konzept bei DAS FEST: Neben SOS-Inseln und den Awareness-Points sind vor Ort Awareness-Teams im Einsatz. Auf der Website sind die Eckpunkte der Prinzipien und des Konsens klar in einfacher Sprache be-schrieben.
Dabei interessieren uns besonders die Teams mit Bürgerinnen und Kundinnen-Kontakt, wie beispielsweise die Bäder- und Verkehrsbetriebe. Wir sind überzeugt: Das Erarbeiten von Awareness-Konzepten fördert auch in-nerhalb von Teams das achtsame Miteinander sowie die grundsätzliche Sensibilisierung für Diskriminierung, Grenzüberschreitungen und den Aufbau einer positiven Fehlerkultur.
Ausgehend von den bestehenden Beschlüssen zur kommunalen Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit interessiert uns, wo im „Konzern Stadt Karlsruhe“ weitere derartige Konzepte vorhanden sind und wo Nachholbedarf besteht (siehe Gemeinderatssitzung am 24. Oktober 2023, Beschluss Positionspapier des Runden Tisches Antirassismus und Antidiskriminierung samt Festlegung des weiteren Vorgehens).
Awareness ist Teil kontinuierlicher Antidiskriminierungsarbeit und soll sich ständig weiterentwickeln. Deshalb wollen wir wissen, welche Maßnahmen zum Abbau von Diskriminierung wo und wie im Konzern Stadt in Umsetzung sind.
Unterzeichner*innen
Jorinda Fahringer, Dr. Iris Sardarabady, Benjamin Bauer, Dr. Susanne Heynen, Ivo Dujmović
Wir erhielten zur Gemeinderatssitzung Ende November 2025 eine ausführliche Rückmeldung, die aufzeigt, dass bei diesem Thema noch viel „Luft nach oben“ ist. Wir bleiben dran!
