Grüne wollen Bau und Erhalt von Radunterständen erleichtern

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Die grüne Gemeinderatsfraktion beantragt, die Vorgaben für Radunterstellanlagen in einigen Bebauungsplänen in Knielingen, Durlach, Neureut, Stupferich und weiteren von der Stadt zu benennenden Stadtteilen zeitnah zu überarbeiten, um überdachte Fahrradabstellplätze zu erlauben.

In vielen Karlsruher Bebauungsplänen der letzten Jahre gelten strenge Vorgaben für „bauliche Nebenanlagen“. Dies soll verhindern, dass dort – über die eigentlichen Wohngebäude hinaus – Flächen versiegelt und überbaut werden. 

Christian Klinkhardt, grüner Sprecher für Mobilität erläutert: „Es hat sich jedoch gezeigt, dass von diesen Bestimmungen zunehmend auch überdachte Radunterstände betroffen sind. Diese sind aber ausdrücklich erwünscht, um den Karlsruher*innen eine umweltfreundliche und klimaschützende Mobilität mit Fahrrädern zu ermöglichen. Gerade auch hochwertige E-Bikes und Lastenräder für Familien sollten gut geschützt vor Witterung und Diebstahl untergebracht werden können. Dass die Karlsruher*innen solche Radunterstände nicht errichten dürfen oder sogar abbauen müssen, sorgt für viel Unverständnis. Dies wollen wir ändern.“

Eine im Jahr 2020 beschlossene Überarbeitung aller ca. 800 in Karlsruhe gültigen Bebauungspläne soll gegenüber dem aktuellen Antragsanliegen zurückgestellt werden, da diese nicht zeitnah umsetzbar ist.

„Wir wollen eine kurzfristige Verbesserung erreichen und beide Ziele verfolgen: den Erhalt von möglichst viel unversiegelter Fläche sowie die Mobilitätswende“, so Aljoscha Löffler, grüner Co- Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Stadtplanung.