„Wohnen für Hilfe“ auch Nicht-Studierenden ermöglichen?

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Grüne Fraktion fragt nach

Das in Karlsruhe gut etablierte Angebot „Wohnen für Hilfe“ ist für zwei Seiten sinnvoll: Die studentischen Mieter*innen erhalten preiswerten Wohnraum und Anschluss, die älteren Vermieter*innen bekommen (begrenzte) Hilfe im Alltag und haben Kontakt zu jungen Menschen.

„Angesichts der großen Wohnungsnot in Karlsruhe, insbesondere in Hinblick auf bezahlbare Wohnungen, fragen wir die Verwaltung, ob das Angebot „Wohnen für Hilfe“ erweitert werden kann“, so Verena Anlauf, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion.

Auf der Seite der Mieter*innen könnte es auf nichtstudentische Gruppierungen wie z.B. Auszubildende, Berufstätige, Alleinstehende oder Praktikanten ausgedehnt werden. In Freiburg liegen dazu schon positive Erfahrungen vor. Dort nehmen zusätzlich zu Studierenden vor allem Azubis (ca. 25 %), aber auch ältere Personen, die sich in einer neuen Lebenssituation befinden, das Angebot an.

„Auf der Seite der Vermietenden könnten auch Familien, z.B. Alleinerziehende, angesprochen werden, die Hilfe bei der Kinderbetreuung, im Garten oder andere Unterstützung benötigen“, ergänzt Ivo Dujmović“, Mitglied im Sozialausschuss für die Grüne Fraktion. „Auch wollen wir erfahren, wie die Bewerbung des Angebots z.B. auf Stadtteile mit Ein-Familien-Häusern ausgeweitet werden kann, um mehr Vermieter*innen zu interessieren.“

„Mit einer Ausdehnung des Angebots „Wohnen für Hilfe“ auf Nicht-Studierende kann mehr ungenutzter Wohnraum zur Verfügung gestellt und damit die Wohnungsnot gemildert werden. Der durch die Wohnpartnerschaften entstehende Austausch zwischen Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen kann das Verständnis füreinander fördern sowie der Vereinsamung vorbeugen“, so die Grünen