Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat einen Antrag zur Vorberatung im Fachausschuss eingebracht, der fordert, weitere Schilder aufzustellen, die auf den geltenden Mindestabstand beim Überholen zwischen Kraftfahrzeugen und Radfahrenden hinweisen. Ziel ist es, die Autofahrer*innen für das Thema zu sensibilisieren und die Verkehrssicherheit auf besonders gefährlichen Strecken ohne getrennten Radweg zu erhöhen. Konkrete Vorschläge für Aufstellorte liegen bereits vor.
Aus der Bevölkerung erhält die grüne Fraktion positives Feedback zu den bereits installierten Schildern, die die Karlsruher Verwaltung selbst gestaltet hat. Sie tragen dazu bei, dass die Menschen sich sicherer fühlen.
„Die Rückmeldungen zeigen, dass klare Regelungen und sichtbare Hinweise das Miteinander auf der Straße positiv beeinflussen“, erklärt Christian Klinkhardt, verkehrspolitischer Co-Sprecher der Fraktion. „Doch es gibt noch zahlreiche Strecken, auf denen Radfahrende besonders gefährdet sind – auch hier soll die Verwaltung schnell handeln. Wo möglich, bevorzugen wir natürlich die Herstellung getrennter Radwege. Die Beschilderung ist aber kurzfristig und kostengünstig umsetzbar.“
Besonders im Fokus stehen außerörtliche Strecken, wo Autos schneller als mit 50 Stundenkilometern unterwegs sein dürfen. Bürger*innen hatten sich zum Beispiel gegenüber der grünen Fraktion für eine entsprechende Beschilderung an der Kreisstraße K 9653 nach Stupferich sowie auf der Straße Im Weiherwald zwischen Weiherfeld und Bulach eingesetzt.
Der Antrag geht davon aus, dass der Verwaltung weitere sinnvolle Standorte identifizieren kann, und fordert eine zeitnahe Umsetzung. „Uns ist es wichtig, dass auch nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer*innen im gesamten Stadtgebiet gut und sicher ans Ziel kommen“, so Dr. Susanne Heynen, grünes Mitglied im Planungsausschuss.