Die Grüne Gemeinderatsfraktion begrüßt die anstehende Umsetzung ihres Antrags zum Einsatz von Smart-City-Belegungssensoren. Ziel ist es, die Radverkehrssicherheit zu erhöhen und Ladezonen effizienter zu nutzen: Die auf Ladezonen angebrachten Sensoren erkennen, ob sich ein Fahrzeug über ihnen befindet. Ist eine Ladezone über einen längeren Zeitraum belegt und eine missbräuchliche Belegung durch Dauerparker*innen damit wahrscheinlich, wird das Ordnungsamt automatisch informiert und kann gezielt kontrollieren.
„Mit den neuen Sensoren sorgen wir dafür, dass Kontrollen dort stattfinden, wo sie wirklich nötig sind. Autofahrer*innen, die Ladezonen blockieren, gefährden den Radverkehr und erschweren das Arbeiten für Lieferdienste – beides wollen wir wirksam unterbinden“, erklärt Christian Klinkhardt, Co-Sprecher für Verkehr der Fraktion.
Besonders wichtig ist der Einsatz der Technik an Stellen, an denen falsch abgestellte Fahrzeuge den Radverkehr in gefährliche Situationen zwingen, etwa wenn Ladezonen im Bereich von Radfahrstreifen liegen und ein Ausweichen in die unmittelbare Nähe von Straßenbahnschienen notwendig wird. Deshalb begrüßt die Fraktion ausdrücklich, dass der Einsatz der Sensoren ab dem Frühjahr 2026 an der Karlstraße vor den Hausnummern 86 bis 96 sowie 130 geplant ist.
Auch an der Ettlinger Straße 5 sollen die Sensoren getestet werden. “Gerade hier sehen wir, wie wichtig funktionierende Ladezonen für einen sicheren und reibungslosen Verkehr sind. Wenn Lieferfahrzeuge ihre vorgesehenen Flächen nicht nutzen können, entstehen unnötige Konflikte. Die Sensoren helfen dabei, solche Situationen frühzeitig zu erkennen und tragen so zu mehr Sicherheit und Fairness für alle Verkehrsteilnehmenden bei“, so Ceren Akbaba, Co-Sprecherin für Verkehrder Grünen,
Die Grüne Fraktion erwartet, dass die neue Technik zu deutlich effektiveren Kontrollen führt und gleichzeitig eine präventive Wirkung entfaltet. So kann der Einsatz der Smart-City-Sensoren langfristig zu mehr Radverkehrssicherheit und einer fairen Nutzung der Ladezonen in Karlsruhe beitragen. Eine Evaluation der Sensoren soll in einem Jahr erfolgen. Dann wird geprüft, ob eine Ausweitung des Einsatzes von Sensoren auf andere Flächen sinnvoll ist.
