Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Karlsruher Gemeinderat hat einen Antrag eingebracht, der den vollständigen Umstieg der Karlsruher Taxi- und Mietwagenflotte auf Elektromobilität bis 2028 vorsieht. Kernpunkte des Vorhabens sind die bedarfsgerechte Schaffung von Ladeinfrastruktur in enger Abstimmung mit den Unternehmen sowie das Ziel, dass ab 2028 neue Lizenzen nur noch für Elektrofahrzeuge vergeben werden.
„Taxis und Mietwagen legen täglich tausende Kilometer im Stadtverkehr zurück – ihr Umstieg auf E-Mobilität wäre ein besonders wirksamer Hebel für saubere Luft, Klimaschutz und weniger Lärm“, erklärt Ceren Akbaba, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen. „Andere Städte zeigen, dass gezielte Ladepunkte an Taxiständen und Haltezonen funktionieren. Jetzt müssen wir in Karlsruhe nachziehen, um die Weichen für eine lebenswerte, zukunftsfähige Stadt zu stellen. Die Technologie ist da, die Fördermittel auch – es braucht den politischen Willen.“
Der Antrag sieht den kooperativen Aufbau von Infrastruktur vor. Dafür schlägt die grüne Fraktion vor, dass die Stadt sich mit den hier tätigen Taxi- und Mietwagenunternehmen abstimmt, wie der Aufbau effizient stattfinden kann. „Die Elektrifizierung des Gewerbeverkehrs ist kein Selbstzweck, sondern ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende“, so Ivo Dujmović, Stadtrat der Grünen. „Wer heute noch in fossile Fahrzeuge investiert, handelt kurzsichtig – ökologisch und wirtschaftlich.“
Hintergrund des Antrags ist die dringende Notwendigkeit, CO₂-Emissionen, weitere Luftschadstoffe und Lärmemissionen zu reduzieren. Studien zeigen, dass der Autoverkehr einen wesentlichen Anteil der Luftschadstoffe in Karlsruhe verursacht.
Der Antrag wird in den kommenden Wochen im zuständigen Fachausschuss beraten.
