Radinfrastruktur verbessern: Gemeinsame Entwicklung von Protected Bike Lanes

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Die Verwaltung organisiert einen Runden Tisch mit dem Ziel, eine auf bestehenden Straßenräumen anwendbare Lösung für die Umsetzung von Protected Bike Lanes zu finden und diese dann stadtweit an dafür geeigneten Stellen umzusetzen.

Begründung/Sachverhalt

Eine Protected Bike Lane verbessert insbesondere die subjektive Sicherheit von Radfahrenden. Die bauliche Trennung vom motorisierten Verkehr gibt auf Strecken mit hohem Verkehrsaufkommen oder Schwerlastverkehrs-Aufkommen insbesondere Kindern, älteren Menschen und weniger geübten Radfahrenden ein sicheres Gefühl und senkt die Hemmschwelle, das Fahrrad im Alltag zu nutzen. Außerdem verringert die klare Abtrennung das illegale Parken auf dem Radstreifen, da deutlich erkennbar ist, dass Halten und Parken dort nicht zulässig sind.

In Deutschland und in europäischen Nachbarländern sind inzwischen eine Vielzahl von möglichen Umsetzungen von Protected Bike Lanes bekannt. Hieraus sollte unter Berücksichtigung der Überfahrbarkeit von Rettungsdiensten und der Entwässerung ohne zusätzlichen baulichen Aufwand eine optimale Ausführungsform bestimmt werden. Hierfür bietet sich ein Runder Tisch mit dem Tiefbauamt, dem Stadtplanungsamt, der Straßenverkehrsbehörde sowie der Verkehrswissenschaft an (u.a. Radprofessur an der Hochschule, Institut für Straßen- und Eisenbahnwesen am KIT).

Für die Führungsform geeignete Straßen sind Abschnitte ohne Einfahrten und Parkplätze, an denen ein hohes (Schwerlast-)Verkehrsaufkommen vorliegt.

Unterzeichnet von:

Christian Klinkhardt, Aljoscha Löffler, Ceren Akbaba, Leonie Wolf

Quellen: https://www.mobilitaetsforum.bund.de/DE/Themen/News-RADar/_texte/Geschuetzte-Radfahrstreifen_Umsetzung.html?templateQueryString=Einladende+Radverkehrsnetze
https://www.pebueso.de/produkte/bordsteinsysteme/Klebebordsteine/bikeline.htm

Bildquelle: BVM – Robin Lindner
https://www.hamburg.de/resource/blob/1026350/8f83c52376d751f9a819250a153e9139/kurzbericht-rad-und-fussverkehr-2024-data.pdf

Wir erhielten zum Planungsausschuss am 15. Oktober eine abschlägige Stellungnahme: Die Verwaltung will über das Thema beim Forum Aktive Mobilität diskutieren, sieht jedoch keine Möglichkeit der Umsetzung.
Das wollen wir so nicht auf sich beruhen lassen!