1. Wie ist die aktuelle Situation zur Gewinnung internationaler Fachkräfte und Wissenschaftler*innen für die Karlsruher Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen?
2. Welche Potenziale sieht die Verwaltung in einer stärkeren internationalen Positionierung Karlsruhes als „Sicherer Ort für Wissenschaft“ (siehe „Safe Place for Science“-Programm der Aix-Marseille University)?
3. Gibt es seitens der Stadt Karlsruhe bereits bestehende Strategien oder Kooperationsprogramme, um internationale Fachkräfte und Wissenschaftler*innen gezielt für Karlsruher Institutionen/Unternehmen zu gewinnen?
4. Wie kann die Stadtverwaltung dabei unterstützen, Verfahren zur Einreise, Anerkennung und Integration für Fachkräfte und Wissenschaftler*innen zu erleichtern?
5. Welche Kooperationen gibt es bereits (z.B. mit dem Welcome Center, der KTG), um gezielt beispielsweise Forschende, deren Arbeit an US-amerikanischen Universitäten gefährdet ist, anzusprechen und zu unterstützen?
6. Wie kann sich Karlsruhe als attraktive Alternative für internationale Fachkräfte und Wissenschaftler*innen positionieren, die ursprünglich einen Aufenthalt oder eine Karriere in den USA angestrebt hatten, sich jedoch aufgrund der aktuellen politischen oder gesellschaftlichen Entwicklungen umorientieren?
| Sachverhalt / Begründung: |
In Zeiten globaler Herausforderungen und geopolitischer Spannungen möchten wir gezielt den wissenschaftlichen Austausch fördern und qualifizierte Fachkräfte sowie Wissenschaftler*innen für unsere Einrichtungen gewinnen. Karlsruhe gehört zu den führenden Wissenschafts- und Technologiestandorten Deutschlands. Mit exzellenten Hochschulen, renommierten Forschungseinrichtungen und einer hochdynamischen Innovationslandschaft ist die Region ein attraktiver Ort für internationale Spitzenkräfte.
Ein zentrales Merkmal des deutschen Wissenschaftssystems, das wir dabei in den Mittelpunkt stellen, ist die verfassungsrechtlich garantierte Freiheit der Wissenschaft. Sie ermöglicht es Forscher*innen, unabhängig, methodenoffen und ohne politische Einflussnahme zu arbeiten – ein Prinzip, das gerade im internationalen Vergleich zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Gerade in den Vereinigten Staaten ist in den letzten Monaten eine massiv wachsende wissenschaftsfeindliche Haltung zu beobachten, die sich mit dem Amtsantritt von Donald Trump dramatisch verschärft hat. Diese Entwicklung verunsichert Forschende vor Ort, was zu einer Suche nach stabileren, wissenschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen im Ausland führen kann.
Unterzeichnet von:
Ceren Akbaba, Leonie Wolf, Aljoscha Löffler, Christian Klinkhardt
