Grüne und SPD fordern gerechteren Kita-Zugang und bessere Sprachförderung
Die Gemeinderatsfraktionen der Grünen und SPD haben einen Antrag zur Verbesserung der Bildungsgerechtigkeit in der frühkindlichen Bildung eingebracht. Der Antrag sieht vor, den Kita-Zugang neu zu strukturieren und die Sprachförderung zu intensivieren, um allen Kindern unabhängig von ihrer familiären Herkunft gleiche Bildungschancen zu ermöglichen.
„Frühkindliche Bildung ist das Fundament für den späteren Bildungsweg. Wir müssen sicherstellen, dass alle Kinder, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, beim Schuleintritt die gleichen Startchancen haben“, erklärt Dr. Iris Sardarabady, Sprecherin für Bildung und Integration der grünen Fraktion. „Unser Antrag zielt darauf ab, strukturelle Hürden für einen frühen Zugang zu Kita-Plätzen abzubauen, aber auch die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerbsprozess zu optimieren.“
Der Antrag umfasst sechs konkrete Maßnahmen, darunter die Entwicklung eines neuen, transparenten Aufnahmeverfahrens mit einheitlichen und objektiven Vergabekriterien sowie einer zentralen Platzvergabe.
„Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In Karlsruhe fehlen aktuell 1.136 Kita-Plätze und besonders Kinder mit Migrationsgeschichte haben einen schlechteren Zugang zu frühkindlicher Bildung“, betont Mathias Tröndle, integrationspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. „Mit der von uns vorgeschlagenen sozialindexbasierten Ressourcenzuweisung können wir gezielt Kitas mit hohem Förderbedarf unterstützen und so für mehr Chancengerechtigkeit sorgen.“
