Die Grünen-Fraktion schlägt in ihrem Antrag vor, auf ausgewiesenen Ladezonen Belegungssensoren, wie sie in Karlsruhe bereits erfolgreich auf Parkplätzen für mobilitätseingeschränkte Personen im Einsatz sind, zu installieren. Das Ordnungsamt kann dadurch gezielt kontrollieren, wenn parkende Fahrzeuge die angemessen Haltezeit überschreiten.
„Ladezonen, die eigentlich für kurzfristiges Be- und Entladen vorgesehen sind, werden häufig zum Parken zweckentfremdet. Die Folgen sind weitreichend: Lieferdienste können nicht halten und müssen auf langwierige Parkplatzsuche gehen. Immer wieder weichen sie auf Radwege oder die zweite Reihe aus. Insbesondere an kritischen Stellen wie der Kapellenstraße oder der Karlstraße, wo Ladezonen Radfahrstreifen unterbrechen, ergeben sich dadurch erhebliche Sicherheitsrisiken für alle Verkehrsteilnehmer*innen“, so Christian Klinkhardt, verkehrspolitischer Sprecher der grünen Fraktion.
„Mit dieser digitalen Lösung setzen wir auf ein effizientes und datenschutzfreundliches Instrument, das den Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit in unserer Stadt spürbar verbessern kann“, erklärt Leonie Wolf, Sprecherin für Sicherheit und Ordnung der grünen Fraktion. „Die Sensoren wirken bereits durch ihre Präsenz präventiv gegen Missbrauch und ermöglichen gleichzeitig ein gezieltes Eingreifen, wenn nötig. Karlsruhe hat die Chance hier Vorreiterin bei der Anwendung digitaler Technologien im öffentlichen Raum zu werden.“
