Unterstützung und Koordination von Betrieblichem Mobilitätsmanagement in einem Pilotvorhaben

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Interfraktioneller Antrag GRÜNE, SPD, KAL und Volt – zur Vorberatung im Fachausschuss:

Die Stadt Karlsruhe und die Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe werden beauftragt, in mindestens einem Pilotprojekt die Unternehmen in einem Industrie- oder Gewerbegebiet bei der Einführung von gemeinsamen Maßnahmen des Betrieblichen Mobilitätsmanagement zu unterstützen. Als potenzielle Modellgebiete kämen die Gewerbegebiete Storrenacker und Breit – oder auch das Gebiet „Im kleinen Bruch“ – in Frage.

Die Verwaltung initiiert und koordiniert den Austausch zwischen den ansässigen Unternehmen sowie den Beschäftigten und Betriebsräten, unterstützt bei der gemeinsamen Inanspruchnahme von Förderpro-grammen des Landes oder des Bundes (bevorzugt als Verbundvorhaben) und steht als Schnittstelle zu weiteren Akteur*innen im Mobilitätsbereich bereit. Hierzu gehören unter anderem die VBK, die AVG, der KVV, weitere städtische Ämter sowie dem DGB, wissenschaftliche Institute und Vertretende der Wirtschaft.

Begründung/Sachverhalt:

Die zunehmende Belastung durch Verkehr und Luftverschmutzung sowie die Notwendigkeit zur Reduzierung von CO2-Emissionen erfordern die Nutzung nachhaltiger und effizienter Mobilitätslösungen. Betriebliches Mobilitätsmanagement zielt mit technischen, organisatorischen, infrastrukturellen oder informatorischen Maßnahmen auf umweltfreundlichere Mobilität auf dem Arbeitsweg und im Unternehmen ab. Gerade in Industrie- und Gewerbegebieten ansässigen Unternehmen steigt das Potential der Maßnahmen, wenn mehrere Unternehmen koordiniert gemeinsam vorgehen. Ein Beispiel ist die verbesserte Abstimmung von Schichtzeiten und des ÖPNV-Angebots, damit dieses besser genutzt wird.

Die Einführung von Mobilitätsmanagement-Projekten stellt einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Klimaschutz- und Verkehrswendeziele auf kommunaler Ebene dar. Gleichzeitig werden die lokalen Unternehmen von positiven Effekten wie der Reduzierung von Flächenbedarf für das Parken, einer besseren Erreichbarkeit und einem positiven Image im Hinblick auf Umweltbewusstsein profitieren. Auch bei weiteren anstehenden Standortentscheidungen könnte die aktive Nutzung des BMM schon ansässiger Unternehmen eine weitere Attraktivität für neue Ansiedlungen darstellen.

Die konkrete Ausgestaltung der Projekte soll in enger Zusammenarbeit mit den Akteur*innen vor Ort erfolgen, um maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, die den Bedürfnissen der Unternehmen und deren Beschäftigten gerecht werden. Zur anfänglichen Finanzierung der Lösungen stehen Förderprogramme des Bundes und des Landes zur Verfügung, die auch immer wieder neu aufgelegt werden.

Unterzeichnet von:

Christian Klinkhardt, Leonie Wolf und GRÜNE-Fraktion
Dr. Raphael Fechler, Yvette Melchien und SPD-Fraktion
Sonja Döring, Michael Haug, Lüppo Cramer und KAL-Fraktion
Fabian Gaukel und Volt-Fraktion

Wir erhielten im Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft am 07. Mai 2025 eine sehr positive Stellungnahme zu unserer Initiative: Das Thema betriebliches Mobilitätsmanagement wird zukünftig ein weiterer Baustein des Aufgabenportfolios des Arbeitsteams Strategische Innenentwicklung für Gewerbeflächen sein. Der Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft wird über die Ergebnisse regelmäßig informiert werden.
Danke an den DGB, der das Vorhaben angeregt hatte!