Im Rahmen ihrer Anfrage möchte die grüne Fraktion den Zugang zu frühkindlicher Bildung, insbesondere für Kinder mit Sprachförderbedarf und aus sozial benachteiligten Familien, erleichtern.
„In der frühkindlichen Bildung wird das Fundament für eine erfolgreiche Bildungskarriere gelegt. Entscheidend für Bildungsgerechtigkeit sind die ersten sechs Lebensjahre, in diesem Alter entstehen die größten Bildungsunterschiede. Studien belegen, dass Kinder aus sozial benachteiligten Familien und mit einem erhöhten Sprachförderbedarf am meisten von einem frühen Kita-Besuch profitieren. Herkunftsbezogene Unterschiede können sich dadurch verringern“, so Dr. Iris Sardarabady, Sprecherin der grünen Fraktion für Bildung. „Jedoch sind gerade diese Kinder wesentlich stärker von fehlenden Betreuungsplätzen betroffen. Kinder aus armutsgefährdeten Familien und Kinder, bei denen zu Hause überwiegend kein Deutsch gesprochen wird, besuchen seltener bzw. zu einem späteren Zeitpunkt eine Kindertagesstätte als andere Kinder.“
„Wir möchten von der Stadtverwaltung wissen, wie mögliche Zugangshindernisse beseitigt werden können und wie insbesondere die alltagsintegrierte Sprachförderung in Kitas zielführend umgesetzt werden kann. Ein besonderer Fokus muss dabei auf Einrichtungen liegen, in denen besonders viele der Kinder als Familiensprache nicht Deutsch sprechen. Dort wo die Bedarfe am größten sind, müssen die Kitas mit zusätzlichen Ressourcen ausgestattet werden, um künftig mehr Chancengerechtigkeit in der frühkindlichen Bildung zu erwirken“, ergänzt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Benjamin Bauer.
