Igel vor Mährobotern schützen

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Grüne Fraktion beantragt Prüfung einer Allgemeinverfügung

Die grüne Gemeinderatsfraktion setzt sich für den Schutz von Igeln und anderen nachtaktiven Kleintieren vor den Gefahren durch Mähroboter ein. Die Verwaltung wird aufgefordert eine Allgemeinverfügung zu prüfen, die den Betrieb von Mährobotern in der Zeit von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang untersagt.

„Mähroboter, die nachts in Betrieb sind, stellen eine erhebliche Gefahr für nachtaktive Kleintiere, insbesondere für Igel, dar“, erklärt Jorinda Fahringer, Vorsitzende der Fraktion. „Die Tiere nehmen die sich langsam bewegenden Mähroboter nicht als Bedrohung wahr und werden häufig schwer verletzt oder sogar getötet.“

„Das Bundesnaturschutzgesetz bietet die rechtliche Grundlage für ein Verbot des Nachtbetriebs von Mährobotern“, ergänzt der tierschutzpolitische Sprecher der grünen Fraktion, Christian Klinkhardt. „Eine Ausnahme könnte für Geräte möglich sein, die nachweislich keine Schmerzen, Leiden oder Schäden an den Wirbeltieren verursachen. Voraussetzung wären hierfür jedoch einheitliche und verifizierbare Sicherheitstests.“

Um Igel und andere Kleintiere zu schützen, ist ein nächtliches Betriebsverbot für Mähroboter eine einfache und effektive Maßnahme. „Die Stadt Köln hat zum 1. Oktober 2024 eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Wir wollen erreichen, dass Karlsruhe diesem Beispiel folgt“, so die Grünen.