Ergänzungsantrag zum TOP 14 der Gemeinderatssitzung am 17. Dezember 2024:
Die Verwaltung erarbeitet parallel zum Neubau der Turmbergbahn ein nachhaltiges Verkehrskonzept für den Bereich der Talstation und für den Bereich der Bergstation, um negative Auswirkungen für die Bevölkerung im Umfeld der Talstation gering zu halten sowie die Attraktivität des Turmbergs zu erhöhen.
Begründung/Sachverhalt:
Mit dem Neubau der Turmbergbahn wird das beliebte Karlsruher Ausflugsziel, der Turmberg, endlich in den öffentlichen Nahverkehr integriert. Der Turmberg wird ohne den Kauf eines zusätzlichen Tickets erreichbar, weil beispielsweise Tageskarten oder das Deutschlandticket in Zukunft dort gelten. Auch der weite Weg von der Straßenbahn zur Talstation der Standseilbahn entfällt künftig. Im Zusammenspiel mit attraktiveren Betriebszeiten soll eine massive Steigerung der Fahrgastzahlen erfolgen. Damit diese zusätzlichen Fahrgäste aber tat-sächlich die verbesserte Verknüpfung mit dem ÖPNV nutzen anstatt einer Anreise mit dem Pkw, ist ein Park- und Verkehrskonzept für den Bereich der Talstation erforderlich. So verhindern wir eine zusätzliche Belastung für die Anwohner*innen.
Der Bereich des Gipfels ist in den letzten Jahren immer reizvoller geworden, unter anderem durch die umfangreiche Sanierung der Turmbergterrasse mit zusätzlichen Veranstaltungsräumen, der dort ansässigen Gastronomie, der Sportschule Schöneck, dem Waldseilgarten oder dem Spielplatz.
Das Ziel Turmberg hat aber auch wie viele andere Ziele unter seiner Beliebtheit gelitten. Der zunehmende Kfz-Verkehr (z.B. Autoposer*innen) stört das Erholungserlebnis und die eigentlichen Grünflächen bzw. sogar Waldbereiche neben der Reichardtstraße sind immer stärker in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Neubau der Turmbergbahn bietet die Gelegenheit, Push- und Pull-Maßnahmen in Richtung einer nachhaltigen Anreise ideal zu kombinieren.
Die grüne Fraktion befürwortet die Erneuerung und die Verlängerung der Turmbergbahn. Durch die Integration in den ÖPNV wird der Turmberg ein barrierefrei und erschwinglich erreichbares Ziel für alle.
Unterzeichnet von:
Aljoscha Löffler, Christian Klinkhardt, Dr. Susanne Heynen,
Ivo Dujmović, Jorinda Fahringer, Verena Anlauf, Dr. Iris Sardarabady
Das Thema wurde in die Gemeinderatssitzung am 21. Januar 2025 vertagt. Dann wird auch unser Antrag mit aufgerufen.
