Polderplanung Bellenkopf/Rappenwört: Grüne fragen, ob doch mehr Wald erhalten bleiben kann

Bild: Stadt Karlsruhe_Fränkle

Die Stadt Rheinstetten hat mit ihrer Klage gegen die Polderplanung Bellenkopf/Rappenwört vor dem Mannheimer Verwaltungsgericht (Aktenzeichen 3 S 846/21) teilweise Recht bekommen. Die grüne Gemeinderatsfraktion fragt daher, ob die Stadt Karlsruhe in der kürzlich publizierten Urteilsbegründung neue Ansatzpunkte sieht, um beim Bau des Polderbauwerkes mehr Wald erhalten zu können.
Das Gericht urteilte unter anderem, dass nicht ausreichend geprüft wurde, ob statt breiter Erddämme mit großem Verlust an bewaldeten Flächen sogenannte „angeböschte Spundwände“ mit einem schmaleren Dammprofil errichtet werden können.

„Während des Planfeststellungsverfahrens haben wir Grüne mehrere Änderungsvorschläge zum Erhalt von mehr Bäumen eingebracht, wie zum Beispiel 2019 gegen die Höherlegung der Hermann-Schneider-Allee und die Einspundung des Freibad-Parkplatzes Rappenwört,“ so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Renate Rastätter. Diese wurden bis auf kleine Änderungen abgelehnt.

„Nachdem durch das aktuelle Urteil jetzt einige Aspekte der Planung neu betrachtet werden, bitten wir die Stadtverwaltung Karlsruhe um eine Aussage, ob davon auch Bedenken betroffen sind, die aus dem Karlsruher Gemeinderat benannt wurden,“ so Johannes Honné , langjähriger Sprecher der Fraktion für Planungsbelange. “Der Hochwasserschutz wird für die kommenden Jahrzehnte gebaut. Das Erhalten des Waldes ist gerade wegen der Klimaanpassung wichtig. Wieviel Wasser vom Boden aufgenommen werden kann, ist entscheidend dafür, wie viel Wasser oberflächlich fließt“, so Rastätter und Honné.

Die Grünen betonen, dass eine schnelle Umsetzung der Polderplanung geboten ist, um besser als bisher auf zukünftige Rhein-Hochwasser vorbereitet zu sein.