Waldweihnacht auf dem Friedrichsplatz bewahren

Antrag zur direkten Behandlung in der Gemeinderatssitzung am 17.12.2024

Die CDU-Gemeinderatsfraktion Karlsruhe beantragt:

  • Der Friedrichsplatz bleibt als Veranstaltungsfläche für den Christkindlesmarkt und insbesondere für die Waldweihnacht erhalten.

Sachverhalt / Begründung

Der Karlsruher Christkindlesmarkt zeichnet sich seit einigen Jahren durch sein vielfältiges und dezentrales Angebot an unterschiedlichen Standorten aus. Dadurch macht sich die weihnachtliche Atmosphäre in der ganzen Innenstadt breit. Für uns besonders charakteristisch ist die Waldweihnacht auf dem Friedrichsplatz, die sich wegen der Baustellen-situation auf dem Marktplatz vom anfänglichen Interimsstandort mittlerweile zu einer festen Institution gewandelt hat.

Die Waldweihnacht erfreut Jung und Alt, Menschen aus Karlsruhe, der Region und dem europäischen Ausland und ist zum Alleinstellungsmerkmal des Karlsruher Christkindlesmarkts geworden. Wir stehen zu der liebgewonnenen Tradition und befürchten, dass es die Waldweihnacht künftig nicht mehr geben wird. Schließlich ist bisher vorgesehen, dass der Friedrichsplatz nur vorrübergehend und baustellenbedingt als Veranstaltungsfläche genutzt wird. Aus diesem Grund wird es aller Voraussicht nach künftig auch die insbesondere bei Kindern und jungen Familien beliebte Attraktion, das Kinderland rund um St. Stephan, nicht mehr geben.

Längst jedoch sind der Marktplatz fertiggestellt und die Kombilösung eingeweiht worden. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, dass die Waldweihnacht und das Kinderland als Bestandteil des Christkindlesmarkts eingestellt wird.

Unseren Erkenntnissen zufolge soll der Friedrichsplatz nur noch ein weiteres Jahr in dieser Form bespielt werden. Die vollständige Rückkehr auf den Marktplatz kann allerdings keine dauerhafte Lösung sein. Schließlich hat das vergangene Jahr gezeigt, dass der Marktplatz infolge des Umbaus und der Eröffnung der Kombilösung als Veranstaltungsfläche für den Christkindlesmarkt nicht mehr ausreicht.

Vor allem während der Aktionszeiten des „fliegenden Weihnachtsmanns“ war der Marktplatz besorgniserregend überfüllt. Diese Situation würde sich durch die Konzentration aller Bestandteile des Christkindlesmarktes auf dem Marktplatz weiter verschärfen. Darunter leiden insbesondere auch die ansässigen Geschäfte der Gastronomie und des Einzelhandels rund um den Marktplatz, die aufgrund der baulichen Anordnung des Christkindlesmarkts ins Hintertreffen geraten und von Kundinnen und Kunden nicht mehr wahrgenommen werden. Auch das angestrebte Ausweichen auf die Kaiserstraße ist unseres Erachtens nicht zielführend.

So hat sich in der Retroperspektive (d.h. die Bespielung der Seitenstraßen im Jahr 2019) herausgestellt, dass die vereinzelten Stände der „Lichtweihnacht“ in der Kaiser- und Lammstraße von den Besuchern kaum angenommen wurden, weil von hier aus kein Flair ausging und weil sie auch nicht die gleiche weihnachtliche Atmosphäre geschaffen haben wie der Friedrichsplatz. Aus unserer Sicht zurecht wurde die Bespielung der Seitenstraßen nach 2019 in den Folgejahren auch nicht weiterverfolgt. Sie kann daher auch keine Alternative für die Zukunft sein.

Aus all diesen Gründen beantragen wir, dass der Friedrichsplatz wieder dauerhaft und in seiner bisherigen Bespielung als Teil des Christkindlesmarktes genutzt werden soll.

Unterzeichnet von:
Stadtrat Detlef Hofmann
Stadträtin Bettina Meier-Augenstein
sowie CDU-Gemeinderatsfraktion