Verwaltungsstruktur anpassen – Reduzierung von Doppelspitzen in den Ämtern

Die CDU-Gemeinderatsfraktion Karlsruhe beantragt:

  1. Die Stadtverwaltung prüft und legt dar, wo in der Stadtverwaltung auf Amtsleiterebene Doppelspitzen existieren.
  2. Sollte eine dieser Doppelspitzen ausscheiden, werden diese Positionen auf eine Spitze reduziert.

Sachverhalt / Begründung
Im Zuge der aktuellen Haushaltskonsolidierung und der damit verbundenen Sparmaßnahmen werden die bestehenden Leitungsstrukturen innerhalb der Verwaltung überprüft und an veränderte organisatorische sowie finanzielle Rahmenbedingungen angepasst. Ziel ist es, die vorhandenen Ressourcen effizient einzusetzen und gleichzeitig die Handlungsfähigkeit der Verwaltung langfristig zu sichern.

Doppelspitzen haben sich in bestimmten Aufgabenbereichen als geeignete Organisationsform erwiesen. Insbesondere in komplexen Organisationsbereichen mit vielfältigen fachlichen Anforderungen, hohem Steuerungsbedarf sowie umfangreichen Veränderungsprozessen ermöglicht diese Leitungsform die Bündelung unterschiedlicher Kompetenzen, die Sicherung von Wissen und die erfolgreiche Bewältigung anspruchsvoller Aufgaben. So hat sich die Doppelspitze beispielsweise beim Eigenbetrieb Abfallwirtschaft und Stadtreinigung in den vergangenen Jahren bewährt. Die dort tätigen Führungskräfte haben durch ihr hohes Engagement, ihre fachliche Expertise und ihre enge Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Weiterentwicklung des Eigenbetriebs und der Verwaltung insgesamt geleistet.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Haushaltslage und des Erfordernisses, Verwaltungsstrukturen weiter zu verschlanken, wird festgelegt, dass bei Freiwerden einer Stelle innerhalb einer bestehenden Doppelspitze diese Funktion künftig nicht erneut als Doppelspitze nachbesetzt wird. Stattdessen erfolgt die Zusammenführung der Aufgaben- und Verantwortungsbereiche in einer einspitzigen Leitungsstruktur. Die verbleibende Führungskraft übernimmt die Gesamtverantwortung für den bisherigen Aufgabenbereich. Durch die Bündelung der Führungsverantwortung werden Schnittstellen reduziert sowie Entscheidungs- und Abstimmungsprozesse vereinfacht. Hierdurch können Effizienzpotenziale erschlossen und Personal- sowie Sachkosten nachhaltig gesenkt werden.

Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die fachliche Kontinuität gewahrt bleibt und laufende Prozesse ohne Qualitätsverlust fortgeführt werden können. Die Umstellung erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen organisatorischen Rahmenbedingungen und wird im Einzelfall begleitet, um einen geordneten und wertschätzenden Übergang zu gewährleisten. Insgesamt trägt die Maßnahme zur nachhaltigen Entlastung des Haushalts sowie zur weiteren Straffung der Verwaltungsstrukturen bei.

Unterzeichnet von:
Stadtrat Detlef Hofmann
Stadtrat Tobias Bunk-Merkel
sowie CDU-Gemeinderatsfraktion