Verbot der Straßenprostitution
CDU-Fraktion reagiert erleichtert auf die Allgemeinverfügung
„Das Verbot der Straßenprostitution wird endlich auf ganz Karlsruhe ausgeweitet. Damit sendet unsere Stadt ein wichtiges Signal gegen die organisierte Kriminalität“, kommentiert Fraktionsvorsitzender Detlef Hofmann. „Natürlich schwingt hier aber auch Bitterkeit mit. Es muss scheinbar immer erst etwas passieren, bevor gehandelt werden kann.“
„Dabei hat sich unsere Fraktion schon seit vielen Jahren immer wieder vergeblich für die Ausweitung eines Sperrbezirks eingesetzt – zuletzt etwa im Bereich der Durlacher Ottostraße, wo Frauen, Kinder, Anwohner und Gewerbetreibende immer wieder von der Rotlichtszene eingeschüchtert oder belästigt wurden“, kommentiert stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Rahsan Dogan. „Unsere Anträge sind aber immer wieder an zu hohen bürokratischen Hürden gescheitert. Ohne zynisch zu sein, hat sich uns die Frage gestellt, wer hier eigentlich geschützt werden sollte: die Täter, die immer weitermachen dürfen, oder die Opfer? Jetzt haben wir endlich eine zeitweilige Lösung.“
„Die jetzige Allgemeinverfügung geht auf verschiedene Razzien zurück, die in der Nacht vom 15. auf den 16. Januar 2025 sowohl in Ungarn als auch bei uns in Karlsruhe und Rastatt durchgeführt wurden. So hat es die Stadtverwaltung in einer gestrigen Stellungnahme erklärt“, ergänzt stellvertretender Fraktionsvorsitzender und sicherheitspolitischer Sprecher Dirk Müller. „Bei ihrer konzertierten Aktion haben die Karlsruher Kriminalinspektion, das ungarische National Bureau of Investigation und EUROPOL einen Menschenhändlerring zerschlagen, der Frauen zur Prostitution gezwungen hat. In Ungarn und Deutschland wurden neun Häuser durchsucht und insgesamt elf Opfer identifiziert sowie sieben Verdächtige festgenommen.“
„Dafür ist in Karlsruhe kein Platz. Daher begrüßen wir das Verbot der Straßenprostitution in Karlsruhe außerordentlich – selbst wenn es vorerst nur für sechs Monate gelten soll“, so Hofmann abschließend. „Zum Schutz aller Frauen stehen wir als CDU-Fraktion weiterhin für ein generelles und dauerhaftes Verbot.“
Weitere Hinweise finden Sie hier:
https://www.karlsruhe.de/stadt-rathaus/aktuelles/meldungen/stadt-verbietet-strassenprostitution
https://www.europol.europa.eu/media-press/newsroom/news/violent-human-traffickers-halted-in-germany-and-hungary