So machen wir die Innenstadt dicht
CDU-Fraktion kritisiert einjährige, einspurige Sperrung der Reinhold-Frank-Straße
„Ein Jahr lang soll die Reinhold-Frank-Straße nur einspurig befahrbar sein. Da können wir die Stadt gleich ganz dicht machen“, kritisiert Fraktionsvorsitzender Detlef Hofmann das Vorhaben der Stadt. „Wir verstehen, dass Straßen saniert werden müssen. Wir verstehen, dass Leitungen erneuert werden müssen. Aber wir haben kein Verständnis für die Dauer dieser Maßnahmen. Wir können doch nicht ein Jahr lang eine der letzten verbliebenen Nord-Süd-Verbindungen schließen.“
„Konkret sprechen wir von der Umgestaltung der Kriegs-, Brauer- und Gartenstraße“, führt Stadtrat Tilman Pfannkuch aus. „Dieses Vorhaben ging durch die Gremien und das haben wir als CDU-Fraktion auch beschlossen. Aus den dazugehörigen Vorlagen geht aber nicht hervor, dass die Reinhold-Frank-Straße für ein Jahr nur einspurig von Süden nach Norden befahrbar ist. Das haben wir aus einer Anliegerinformation erfahren. Nach dem heutigen BNN-Bericht ist uns unklar, ob die Reinhold-Frank-Straße teilweise ganz gesperrt wird. Wir möchten daher jetzt erstmal einen Einrichtungsstopp der Baustelle und dann Erläuterungen der Stadtverwaltung, ob die Einschränkungen in der Reinhold-Frank-Straße kürzer oder weniger umfangreich sein könnten. Dies gilt auch für die Siemensallee, die auch für ein Jahr nur einspurig befahrbar sein wird. Uns muss die Frage antreiben, wie wir die Einschränkungen für die Menschen in der Stadt möglichst gering halten können.“
„Regelmäßig wird in Gutachten und Berichten geschrieben, dass Karlsruhe und besonders auch die Innenstadt attraktiver werden muss. Dazu muss sie aber auch erreichbar sein. Die Einzelhändler haben sich an uns gewandt und deutlich die Dauer sowie den Umfang der Sperrungen kritisiert. Bereits jetzt gibt es Baustellen am Schlossplatz, am Zirkel, bald die Reinhold-Frank-Straße und an vielen weiteren Stellen. So machen wir die Innenstadt dicht. Wir schnüren uns doch selbst das Blut ab. Das kann nicht sein und daher gehen wir nochmal in den Dialog mit der Verwaltung“, schließt Hofmann.