{"id":2812,"date":"2020-04-20T00:00:00","date_gmt":"2020-04-19T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2020\/04\/fraktionen-von-die-linke-b90-die-gruenen-sowie-kal-die-partei-fordern-die-uebernahme-einer-patenschaft-und-mitfinanzierung-eines-seenotrettungsschiffes-durch-die-stadt-karlsruhe\/"},"modified":"2020-07-02T16:40:24","modified_gmt":"2020-07-02T14:40:24","slug":"fraktionen-von-die-linke-b90-die-gruenen-sowie-kal-die-partei-fordern-die-uebernahme-einer-patenschaft-und-mitfinanzierung-eines-seenotrettungsschiffes-durch-die-stadt-karlsruhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2020\/04\/fraktionen-von-die-linke-b90-die-gruenen-sowie-kal-die-partei-fordern-die-uebernahme-einer-patenschaft-und-mitfinanzierung-eines-seenotrettungsschiffes-durch-die-stadt-karlsruhe\/","title":{"rendered":"Fraktionen von DIE LINKE, B90\/DIE GR\u00dcNEN sowie KAL\/Die PARTEI fordern die \u00dcbernahme einer Patenschaft und Mitfinanzierung eines Seenotrettungsschiffes durch die Stadt Karlsruhe"},"content":{"rendered":"<p>Karlsruhe hat sich mit weiteren 150 St\u00e4dten in Deutschland im vergangenen Jahr zum \u201esicheren Hafen\u201c erkl\u00e4rt. Aber das Sterben im Mittelmeer geht weiter.<\/p>\n<p>Noch immer versuchen Tausende Menschen, in ihrer Not in kleinen, seeuntauglichen Booten \u00fcber das Mittelmeer Europa zu erreichen. An den Fluchtursachen in den Herkunftsl\u00e4ndern hat sich nichts ge\u00e4ndert. Die Probleme von Hunger, Krieg und Vertreibung werden nun durch die Corona-Epidemie noch zus\u00e4tzlich versch\u00e4rft. Nur wenige Rettungsschiffe sind weiter im Einsatz und versuchen, Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Die Besatzung der \u201eAlan Kurdi\u201c hat im April 150 in Seenot geratene Menschen an Bord genommen.<\/p>\n<p>Aber das Schiff der Hilfsorganisationen Sea-Eye e.V. durfte in Italien nicht anlegen. Malta und Italien verweigern den Rettungsschiffen mit der Begr\u00fcndung der Corona-Krise ihre H\u00e4fen.<\/p>\n<p>Stadtr\u00e4tin Karin Binder kritisiert wie der Vorsitzende von Sea-Eye e.V., Gorden Isler, diese untragbare Situation. Es m\u00fcsse doch m\u00f6glich sein, 150 gerettete Schutzsuchende mit einem Flugzeug aus S\u00fcdeuropa zu evakuieren. Insbesondere nachdem die Bundesregierung in den vergangenen Wochen mehr als 200.000 Menschen aus dem Urlaub in aller Welt nach Deutschland zur\u00fcckfliegen lie\u00df.<\/p>\n<p>Die Aufnahmebereitschaft von 150 St\u00e4dten im B\u00fcndnis \u201eSichere H\u00e4fen\u201c wie auch die von Karlsruhe darf kein Lippenbekenntnis bleiben. \u201eEs gen\u00fcgt nicht, die Unterst\u00fctzung anzuk\u00fcndigen. Konkrete Hilfe, sowohl durch die Aufnahme von Geretteten als auch die finanzielle Unterst\u00fctzung der Schiffseins\u00e4tze wird immer dringender. Mehr als 20.000 Euro werden pro Monat allein f\u00fcr Schiffsdiesel ben\u00f6tigt, um \u00fcberhaupt auslaufen zu k\u00f6nnen. Die NGOs und die Betreibervereine sind auf Spendenmittel angewiesen. Wir fordern deshalb den Gemeinderat von Karlsruhe auf, in der April-Sitzung unserem Antrag auf eine Schiffs-Patenschaft zuzustimmen\u201c, sagt die Stadtr\u00e4tin der Fraktion DIE LINKE, Karin Binder.<\/p>\n<p>Karlsruhe w\u00e4re damit in guter Gesellschaft: Potsdam und M\u00fcnchen haben bereits eine Patenschaft f\u00fcr ein Schiff \u00fcbernommen und die Evangelischen Kirche hat ein eigenes Rettungsschiff erworben. &#8222;In Seenot geratene Menschen zu retten, ist eine humanit\u00e4re Pflicht. Statt tatenlos zuzuschauen, braucht es auf allen Ebenen Zeichen der Solidarit\u00e4t. Auch die Stadt Karlsruhe kann mit einer solchen Patenschaft Verantwortung \u00fcbernehmen und Mitmenschlichkeit beweisen\u201c, so abschlie\u00dfend Dr. Iris Sardarabady, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion B\u00fcndnis 90 \/Die Gr\u00fcnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Karlsruhe hat sich mit weiteren 150 St\u00e4dten in Deutschland im vergangenen Jahr zum \u201esicheren Hafen\u201c erkl\u00e4rt. Aber das Sterben im Mittelmeer geht weiter. 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