{"id":2738,"date":"2019-10-15T00:00:00","date_gmt":"2019-10-14T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2019\/10\/kommunale-ermessensspielraeume-im-aufenthaltsrecht-insbesondere-fuer-junge-gefluechtete-in-ausbildung-anfrage-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2020-10-28T10:17:40","modified_gmt":"2020-10-28T09:17:40","slug":"kommunale-ermessensspielraeume-im-aufenthaltsrecht-insbesondere-fuer-junge-gefluechtete-in-ausbildung-anfrage-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2019\/10\/kommunale-ermessensspielraeume-im-aufenthaltsrecht-insbesondere-fuer-junge-gefluechtete-in-ausbildung-anfrage-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"Kommunale Ermessensspielr\u00e4ume im Aufenthaltsrecht, insbesondere f\u00fcr junge Gefl\u00fcchtete in Ausbildung"},"content":{"rendered":"<h2>Anfrage:<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>Unter welchen Bedingungen erhalten junge Gefl\u00fcchtete in Karlsruhe, die Inhaber*innen einer Aufenthaltsgestattung oder Duldung sind, eine Ausbildungserlaubnis zum Zwecke der Berufsausbildung bzw. bei welchen Fallkonstellationen wird diese verweigert?<br \/>\nGibt es bereits strukturelle \u00dcberlegungen, jungen Gefl\u00fcchteten den Zugang zur sowie den Verbleib in Ausbildung zu erleichtern?<\/li>\n<li>Kann die Stadt mit einer klaren Positionierung gegen\u00fcber dem Land darauf einwirken, dass mehr Rechtssicherheit geschaffen wird f\u00fcr Menschen, die trotz ihrer Integrationsleistungen teils jahrelang im Schwebezustand leben und st\u00e4ndig mit Abschiebung rechnen m\u00fcssen?<\/li>\n<li>Wie sieht der Informationsaustausch und die Abstimmung zwischen Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rde und Regierungspr\u00e4sidium aus?<br \/>\nK\u00f6nnte diese im Sinne der Gefl\u00fcchteten und der Betriebe auf Basis eines einheitlicheren Vorgehens optimiert werden?<\/li>\n<li>Hat die Stadt die M\u00f6glichkeit, wichtige berufsvorbereitende Ma\u00dfnahmen wie die Einstiegsqualifizierung \u201eunter Schutz zu stellen\u201c, damit diese, im Hinblick auf den Ausbildungserfolg zielf\u00fchrende, M\u00f6glichkeit h\u00e4ufiger genutzt wird?<br \/>\nWelche weiteren Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnte die Stadtverwaltung ergreifen, um mehr jungen Gefl\u00fcchteten eine berufliche Ausbildung zu erm\u00f6glichen?<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Sachverhalt\/Begr\u00fcndung<\/h2>\n<p>Junge Gefl\u00fcchtete sowohl im Status der Gestattung wie der Duldung treffen auf unterschiedliche aufenthaltsrechtliche H\u00fcrden, die den Einstieg (und den Verbleib!) in eine duale Ausbildung, den sich Wirtschaft und Gefl\u00fcchtete erhoffen, verhindern. Erschwerend kommt auf der Ebene des kommunalen Handels mangelnde Transparenz der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie der Handlungsspielr\u00e4ume hinzu (Stichwort Ausbildungsduldung).<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df der Fortschreibung des Karlsruher Integrationsplanes, die im September 2018 mit einer breiten Gemeinderatsmehrheit beschlossen wurde, hat die Kommune \u201edie M\u00f6glichkeit, ihre Ermessensspielr\u00e4ume auszusch\u00f6pfen und gemeinsam mit der Wirtschaft die Haltung zu kommunizieren, jede Jugendliche, jeden Jugendlichen sowie alle jungen Erwachsenen unabh\u00e4ngig von der rechtlichen Bleibeperspektive bedarfsgerecht zu f\u00f6rdern, in Ausbildung zu bringen und daf\u00fcr geeignete Konzepte zu entwickeln. Die Jugendlichen sind die Fachkr\u00e4fte von morgen.\u201c (siehe S. 23 der Leitlinien: <a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;ved=2ahUKEwiRjYKP-dbsAhUc4OAKHVXNDy4QFjABegQIBRAC&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.karlsruhe.de%2Fb3%2Fsoziales%2Feinrichtungen%2Fbfi%2FHF_sections%2Fcontent%2FZZk34n4pUQohoC%2FZZogOHo68qh4Tg%2F18_06_29_KAIntegratplan_final.pdf&amp;usg=AOvVaw1wz6sQZsa2akHIsVBkXVHi\">https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/ris\/bi\/getfile.php?id=604715&amp;type=do&amp;)<\/a>.<\/p>\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n<p>Dr. Iris Sardarabady\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Michael Borner\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Aljoscha L\u00f6ffler\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Renate Rast\u00e4tter\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Verena Anlauf<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web3.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/ris\/bi\/vo0050.php?__kvonr=37894&amp;voselect=5423\">Die Anfrage wird unter TOP 39 der Gemeinderatssitzung vom 19. November 2019 behandelt.<br \/>\nStellungnahme der Stadtverwaltung und Protokoll<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfrage: Unter welchen Bedingungen erhalten junge Gefl\u00fcchtete in Karlsruhe, die Inhaber*innen einer Aufenthaltsgestattung oder Duldung sind, eine Ausbildungserlaubnis zum Zwecke der Berufsausbildung bzw. bei welchen Fallkonstellationen wird diese verweigert? 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