{"id":2715,"date":"2020-03-05T00:00:00","date_gmt":"2020-03-04T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2020\/03\/beitrag-fuer-die-stadtzeitung-von-aljoscha-loeffler\/"},"modified":"2020-07-13T15:58:33","modified_gmt":"2020-07-13T13:58:33","slug":"beitrag-fuer-die-stadtzeitung-von-aljoscha-loeffler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2020\/03\/beitrag-fuer-die-stadtzeitung-von-aljoscha-loeffler\/","title":{"rendered":"Nachhaltige Mobilit\u00e4t statt Stra\u00dfenbau"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Beitrag f\u00fcr die Stadtzeitung von Aljoscha L\u00f6ffler<br><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Aljoscha_Loeffler.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die Umfahrung Hagsfeld w\u00e4re ein Dinosaurier der Verkehrspolitik. \u00dcber Jahrzehnte wurde auf Staus und zunehmenden Autoverkehr damit reagiert, weitere Stra\u00dfen zu bauen. Vielfach mit dem Ergebnis, dass es auch auf den zur Entlastung angelegten Umgehungsstra\u00dfen zu Staus kam und die Autos wieder durch die Ortschaften schleichen. Solche Stra\u00dfen ziehen Autoverkehr an und f\u00fcr die betroffene Bev\u00f6lkerung wird letztendlich nichts erreicht. Es werden nur zus\u00e4tzliche Wohngebiete mit L\u00e4rm und Abgasen belastet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zweifelhafter Nutzen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die vorliegende Verkehrsuntersuchung zeigt, dass den Menschen in Hagsfeld mit einer Umfahrung wenig geholfen wird. Die erwartete Verringerung des Autoverkehrs soll auf den am st\u00e4rksten belasteten Stra\u00dfen 15 bis maximal 30 Prozent betragen, da der Durchgangsverkehr nur einen geringen Anteil des gesamten Verkehrs ausmacht. Mit den verbleibenden mindestens 8.500 Fahrzeugen am Tag w\u00fcrde der Verkehr in Hagsfeld auch in Zukunft weiter stocken. Ebenso w\u00e4re die erreichbare L\u00e4rmreduktion so gering, dass sie f\u00fcr die Menschen nicht wahrnehmbar ist.<br>Es ist insgesamt fraglich, ob das Land eine solche Umgehung \u00fcberhaupt bezuschussen w\u00fcrde. Allen Bef\u00fcrworter*innen dieses Projektes muss klar sein, dass die Stadt Karlsruhe im Zweifel s\u00e4mtliche Kosten \u2013 egal ob Br\u00fccke oder Trog \u2013 tragen m\u00fcsste.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stadtnahe Gr\u00fcnfl\u00e4chen erhalten <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Bau einer solchen Umfahrung ist angesichts des hohen Verbrauchs von Beton mit Blick auf das globale Klima ein vollkommen falscher Schritt. Die Dimensionen einer Br\u00fccke oder eines Trogs, der mit zus\u00e4tzlichen Betonschichten im Grundwasser gehalten werden muss, sind enorm und verbrauchen f\u00fcr eine solch kurze Stra\u00dfe unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viel Energie und Ressourcen. Beide Varianten schaden dem Mikroklima vor Ort, da die geplante Trasse einen Gr\u00fcnstreifen durchschneidet, der f\u00fcr die Menschen einen wertvollen Erholungsraum darstellt. Zus\u00e4tzlich w\u00fcrden Lebensr\u00e4ume f\u00fcr verschiedene Tier- und Pflanzenarten zerst\u00f6rt und zubetoniert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nachhaltige Mobilit\u00e4t f\u00f6rdern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die zugrunde gelegten Verkehrsprognosen gehen von kontinuierlich steigenden Fahrzeugzahlen bis 2030 aus. Im Sinne des Klimaschutzes muss Karlsruhe aber mindestens die Ziele des Landes erreichen. Diese beinhalten eine Verringerung um mindestens ein Drittel der Autos auf den Stra\u00dfen der Stadt. Dies geht nur durch Umstieg auf andere Verkehrsmittel \u2013 eine St\u00e4rkung von Bus und Bahn sowie dem Rad- und Fu\u00dfverkehr sind in Hagsfeld und in der gesamten Stadt notwendig.<\/p>\n\n\n\n<p>Als GR\u00dcNE wollen wir erreichen, dass den Menschen ein Umstieg leichter f\u00e4llt. Es liegt nahe, die Angebote bei Bus und Bahn auszubauen und dabei Taktverdichtungen und neue Verbindungen zu schaffen. Ebenso schreitet der Bau der Radrouten durch Hagsfeld noch zu schleppend voran. Bessere Angebote richten sich vor allem an die Hagsfelder Bev\u00f6lkerung, aber auch an die Menschen in den umliegenden Stadtteilen und Gemeinden. Dadurch kann der Ziel- und Quellverkehr verringert werden, der nach den Verkehrsuntersuchungen den Gro\u00dfteil des Verkehrs dort ausmacht. Viele dieser Ma\u00dfnahmen sind schon lange bekannt, scheitern im Gegensatz zur geplanten Umgehungsstra\u00dfe am Umsetzungswillen; teilweise unter Verweis auf hohe Kosten. Dies ist bei Kosten f\u00fcr die Umgehung von deutlich \u00fcber 50 Millionen Euro scheinheilig. Es lie\u00dfen sich mit weniger Geld vielf\u00e4ltige und wirksamere Ma\u00dfnahmen finanzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Aljoscha L\u00f6ffler, Fraktionsvorsitzender und Sprecher f\u00fcr Mobilit\u00e4t<br>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">&nbsp;<\/h5>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">&nbsp;<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beitrag f\u00fcr die Stadtzeitung von Aljoscha L\u00f6ffler Die Umfahrung Hagsfeld w\u00e4re ein Dinosaurier der Verkehrspolitik. \u00dcber Jahrzehnte wurde auf Staus und zunehmenden Autoverkehr damit reagiert, weitere Stra\u00dfen zu bauen. 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