{"id":2675,"date":"2015-07-30T00:00:00","date_gmt":"2015-07-29T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2015\/07\/mehr-wohnraum-fuer-karlsruhe\/"},"modified":"2020-07-14T18:01:40","modified_gmt":"2020-07-14T16:01:40","slug":"mehr-wohnraum-fuer-karlsruhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2015\/07\/mehr-wohnraum-fuer-karlsruhe\/","title":{"rendered":"Mehr Wohnraum f\u00fcr Karlsruhe!"},"content":{"rendered":"<p>Der Ende Juli vorgelegte Bericht zu \u201eWohnen und Bauen in Karlsruhe\u201c zeigt, wie angespannt die Situation auf dem Wohnungsmarkt weiter ist. Die Lage hat sich seit 2008 deutlich versch\u00e4rft.<\/p>\n<p>Die GR\u00dcNE Fraktion hatte bereits vor \u00fcber 10 Jahren wiederholt auf das Problem fehlender Mietwohnungen im mittleren und unteren Preissegment hingewiesen. Wir forderten st\u00e4dtische Ma\u00dfnahmen zur Wohnraumf\u00f6rderung und dass die st\u00e4dtische Volkswohnung GmbH sich wieder verst\u00e4rkt auf ihr Kerngesch\u00e4ft, den sozialen Wohnungsbau, konzentriert. Erst vor wenigen Jahren setzte auch bei der Mehrheit im Gemeinderat endlich ein Umdenken ein. 2012 forderten wir in einem <a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2012\/10\/interfraktioneller-antrag-gruene-spd-und-kal-fraktion-kommunales-soziales-wohnraumfoerderungsprogramm-fuer-karlsruhe-antrag-sachverhalt-begruendung\/\">interfraktionellen Antrag<\/a> erfolgreich ein Programm zur kommunalen Wohnraumf\u00f6rderung.<\/p>\n<p><strong>Das Karlsruher Wohnraumf\u00f6rderprogramm <\/strong><\/p>\n<p>Mit KAWOF (Karlsruher Wohnraumf\u00f6rderprogramm) wurde erreicht, dass komplement\u00e4r zur Landesf\u00f6rderung der Bau von Mietwohnungen durch die Stadt finanziell unterst\u00fctzt wird. Au\u00dferdem gibt es F\u00f6rdermittel, wenn VermieterInnen sich entschlie\u00dfen, ihre Wohnung f\u00fcr eine bestimmte Frist zu einem reduzierten Mietpreis (mind. 10 % unterhalb der orts\u00fcblichen Durchschnittsmiete) zur Verf\u00fcgung stellen. Damit kann die Anzahl an Sozial-wohnungen im Stadtgebiet erh\u00f6ht werden. Das ist sehr wichtig, weil aktuell bei vielen Sozialwohnungen die Frist f\u00fcr Miet-preisbindungen abl\u00e4uft. Mieterh\u00f6hungen k\u00f6nnten die Folge sein.<\/p>\n<p>Mit dem Karlsruher Innenentwicklungsprogramm (KAI) wurde zudem erreicht, dass InvestorInnen oder Grundst\u00fcckseigent\u00fcmerInnen, die durch st\u00e4dtische Planungen, z.B. einen Bebauungsplan, von Wertsteigerungen profitieren, einen Teil ihres Gewinns in den Bau von Sozialwohnungen investieren m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Leider laufen die Ma\u00dfnahmen zur Wohnraumf\u00f6rderung nur langsam an. Hier muss die Stadt sich noch mehr engagieren, um Wohnbaugenossenschaften, Wohnbaugruppen und InvestorInnen f\u00fcr den Mietwohnungsbau zu motivieren und sie \u00fcber F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten zu informieren.<\/p>\n<p><strong>Innenentwicklung voranbringen<\/strong><\/p>\n<p>Eines der Haupthindernisse bei der Wohnraumf\u00f6rderung liegt aber im Mangel an geeigneten Fl\u00e4chen. Als GR\u00dcNE Fraktion setzen wir auf Innenentwicklung. In einem Gemeinderatsantrag haben wir gefordert, die Suche nach f\u00fcr Wohnungsbau geeigneten Innenentwicklungsfl\u00e4chen systematisch voranzubringen. Auch bisher unzureichend genutzte Fl\u00e4chen wie beispielsweise Garagenh\u00f6fe, fl\u00e4chenhafte und \u00fcberdimensionierte Parkplatzanlagen und Baul\u00fccken m\u00fcssen auf die M\u00f6glichkeit einer Umnutzung z.B. in Form von Geschosswohnungsbau \u00fcberpr\u00fcft werden. Dabei muss es gelingen, auch private Grundst\u00fcckseigent\u00fcmerInnen f\u00fcr den Wohnungsbau zu motivieren.<\/p>\n<p>Interessante Vorschl\u00e4ge zur Innenentwicklung f\u00fcr den Wohnungsbau enth\u00e4lt auch der aktuelle Entwurf des Stadtplanungsamtes zum R\u00e4umlichen Leitbild. Darin ist festgelegt, dass die Stadt innerhalb ihrer heutigen Konturen wachsen soll. Es werden Fl\u00e4chen f\u00fcr eine mit dem Stadtklima vertr\u00e4gliche Innenentwicklung und f\u00fcr die Arrondierung von Wohngebieten vorgeschlagen. Mit diesen M\u00f6glichkeiten werden wir uns in n\u00e4chster Zeit intensiv auseinandersetzen.<\/p>\n<p><strong>Volkswohnung baut Mietwohnungen <\/strong><\/p>\n<p>Seit einigen Jahren engagiert sich auch die Volkswohnung wieder verst\u00e4rkt im Mietwohnungsbau. Bis 2030 sollen rund 1.000 neue Mietwohnungen entstehen, davon 600 Sozialwohnungen. Trotz aller Anstrengungen kann der Wohnungsbau aktuell noch nicht mit der Bev\u00f6lkerungsentwicklung mithalten. Und so nimmt der Mangel an Mietwohnungen leider immer noch zu statt ab. Das Thema wird uns also auch in den kommenden Jahren als eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen in der Kommunalpolitik weiter besch\u00e4ftigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ende Juli vorgelegte Bericht zu \u201eWohnen und Bauen in Karlsruhe\u201c zeigt, wie angespannt die Situation auf dem Wohnungsmarkt weiter ist. Die Lage hat sich seit 2008 deutlich versch\u00e4rft. 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