{"id":2563,"date":"2019-08-14T00:00:00","date_gmt":"2019-08-13T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2019\/08\/potential-der-sonnenenergie-nutzen-solaroffensive-in-karlsruhe-antrag-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2024-01-17T15:34:48","modified_gmt":"2024-01-17T14:34:48","slug":"potential-der-sonnenenergie-nutzen-solaroffensive-in-karlsruhe-antrag-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2019\/08\/potential-der-sonnenenergie-nutzen-solaroffensive-in-karlsruhe-antrag-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"Potential der Sonnenenergie nutzen \u2013 Solaroffensive in Karlsruhe!"},"content":{"rendered":"<h2>Antrag<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>Die Verwaltung legt ein Konzept zum Ausbau der Photovoltaik auf stadteigenen D\u00e4chern mit konkreten Ma\u00dfnahmen samt Zeit- und Umsetzungsplan vor. Dieses Konzept soll \u00fcber die derzeitige Praxis, Solaranlagen im Rahmen von st\u00e4dtischen Neubauten oder gr\u00f6\u00dferen Sanierungen zu installieren, hinausgehen.<\/li>\n<li>Die Verwaltung pr\u00fcft zuk\u00fcnftig f\u00fcr alle Bauvorhaben im Karlsruher Gemar-kungsgebiet, mit welchen Instrumenten sich die Installation von Photovol-taik-Anlagen bei Neubauten m\u00f6glichst verbindlich regeln l\u00e4sst. Sie stellt die hierf\u00fcr geeigneten Instrumente einschlie\u00dflich st\u00e4dtebaulicher Vertr\u00e4ge, Durchf\u00fchrungsvertr\u00e4ge etc. dar.<\/li>\n<li>Die Stadtverwaltung stellt dar\n<ul>\n<li>welche M\u00f6glichkeiten zur rentablen Umsetzung von Solarstromanlagen auf Geschosswohnungsbauten heute schon existieren (z.B. Mieterstrom-modelle, gemeinschaftlich genutzte Anlagen),<\/li>\n<li>welche Angebote f\u00fcr gemeinschaftlich genutzte Solarstromanlagen die Stadtwerke aktuell bereitstellen<\/li>\n<li>welche zus\u00e4tzlichen Angebote sinnvoll w\u00e4ren, um die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf Mietsh\u00e4usern und auf H\u00e4usern von Eigent\u00fcmergemeinschaften zu f\u00f6rdern.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Die Verwaltung entwickelt weitere Ma\u00dfnahmen und Anreizsysteme, mit denen die Stadt Hauseigent\u00fcmer*innen beim Bau einer Photovoltaik-Anlage unterst\u00fctzt.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Sachverhalt\/Begr\u00fcndung<\/h2>\n<p>Sonne ist in Karlsruhe die wichtigste erneuerbare Energiequelle. Daher sollte alles daf\u00fcr getan werden, um Solarenergie noch st\u00e4rker f\u00fcr die Erzeugung von Strom und W\u00e4rme zu nutzen. Solaranlagen auf Geb\u00e4uden bedeuten keinen zus\u00e4tzlichen Fl\u00e4chenverbrauch in der Natur und stehen nicht in Konkurrenz zur landwirtschaftlichen Nutzung von Agrarfl\u00e4chen.<\/p>\n<p>Sie sind auch die einzige Quelle erneuerbarer Energien, die im urbanen Raum in wesentlichem Umfang genutzt werden kann. Damit sind Solaranlagen der unbedingt notwendige Beitrag, den St\u00e4dte auf der Seite der Energiebereitstellung leisten m\u00fcssen. Die erheblichen Widerst\u00e4nde \u2013 insbesondere gegen neue Windkraftanlagen \u2013 zeigen, dass die Bereitstellung von erneuerbarem Strom nicht allein auf die Schultern der Bev\u00f6lkerung im l\u00e4ndlichen Raum abgew\u00e4lzt werden kann. Gesunkene Installationskosten f\u00fcr Solaranlagen und damit sehr niedrige Produktionskosten f\u00fcr Sonnenstrom machen die Nutzung von Photovoltaik zudem auch wirtschaftlich attraktiv.<\/p>\n<p>Karlsruhe k\u00f6nnte eine Vorreiterrolle beim Ausbau der Sonnenenergie spielen. Unter den Best Practice-Beispielen des Photovoltaik Netzwerks, entstanden aus der Solaroffensive des Landes im Jahr 2018, sind bereits zwei private Vorzeige-Projekte aus Karlsruhe dabei. Die Stadtverwaltung k\u00f6nnte dem Innovationsgeist von Karlsruhe gerecht werden, indem sie eine Vielzahl zukunftsorientierter Solar-Projekte ins Leben ruft.<\/p>\n<p>Wesentliche Anteile der Dachfl\u00e4chen in Karlsruhe sind in st\u00e4dtischer Hand sowie in der Hand von st\u00e4dtischen Gesellschaften. Nicht alle diese D\u00e4cher sind f\u00fcr Photovoltaik (PV) geeignet, doch sollte die Stadt Karlsruhe und die st\u00e4dtischen Gesellschaften raschestm\u00f6glich auf ihren geeigneten Dachfl\u00e4chen PV Anlagen installieren und so einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende leisten. Wesentlich ist hier die Vorbildfunktion, die aus einem fl\u00e4chendeckenden Ausbau von PV Anlagen auf st\u00e4dtischen D\u00e4chern erw\u00e4chst.<\/p>\n<p>Mit dem Erlass von Vorschriften zur Nutzung der Solarenergie kann ein Ausbau der Solarenergie auf privaten Geb\u00e4uden zumindest im Schritttempo des Neubaus und der Sanierung erreicht werden. Vorschriften f\u00fcr Neu- und Umbauten sollten grunds\u00e4tzlich nur mit Bedacht erlassen werden, um die Freiheit der B\u00fcrger*innen nicht unn\u00f6tig zu beschr\u00e4nken und insbesondere die Errichtung von Wohnraum nicht zu erschweren. Die GR\u00dcNE Fraktion h\u00e4lt die Einf\u00fchrung einer Pflicht von Photovoltaik auf Geb\u00e4uden im Rahmen der gesetzlichen M\u00f6glichkeiten jedoch f\u00fcr notwendig. So kann die Nutzung von Solarenergie schnell zum Standard werden, und Karlsruhe kann seine Chance bewahren, die Klimaziele noch zu erreichen. Aufgrund der mittlerweile erreichten Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen ist eine solche Pflicht auch gut zumutbar.<\/p>\n<p>Vorbild f\u00fcr die Verpflichtungen zur Installation von Solaranlagen k\u00f6nnen Initiativen in anderen Kommunen in Baden-W\u00fcrttemberg wie z.B. in T\u00fcbingen sein, die darauf abzielen, beim Abschluss st\u00e4dtebaulicher Vertr\u00e4ge eine Installation von PV-Anlagen unter den Voraussetzungen des \u00a7 11 (1) Nr. 4 BauGB zu vereinbaren. Weiter wird vorgeschlagen unter Beachtung des Abw\u00e4gungsgebots, der \u00f6rtlichen Situation, Geeignetheit, Erforderlichkeit und Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit durch Bebauungsplan gem\u00e4\u00df \u00a7 9 (1) Nr. 23 b) BauGB die Installation von PV-Anlagen festzusetzen.<\/p>\n<p>Wir GR\u00dcNE begr\u00fc\u00dfen die Ma\u00dfnahmen der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur KEK, wie beispielsweise Infost\u00e4nde bei Stra\u00dfenfesten, zur Bewerbung von Photovoltaik bei privaten Hauseigent\u00fcmer*innen. Ein weiteres Instrument k\u00f6nnte die Einstellung von \u201eSolar-Lots*innen\u201c sein: Hauptamtliche Personen, die Interessierte beim Bau der Anlage in Bezug auf die kaufm\u00e4nnischen und technischen Entscheidungen, die architektonische Gestaltung sowie auf die steuerlichen und energiewirtschaftlichen Sachverhalte und das praktische Vorgehen unterst\u00fctzen. Solar-Lots*innen k\u00f6nnen ein wesentlicher Schl\u00fcssel dazu sein, die Errichtung von PV-Anlagen einfach und unkompliziert f\u00fcr die B\u00fcrger*innen zu machen. Damit w\u00fcrde eine wesentliche H\u00fcrde f\u00fcr private Investor*innen, die Komplexit\u00e4t des Vorhabens, ausger\u00e4umt.<\/p>\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n<p>Zoe Mayer, Dr. Clemens Cremer, Jorinda Fahringer, Renate Rast\u00e4tter,<\/p>\n<p>Johannes Honn\u00e9, Michael Borner, Verena Anlauf, Christine Weber<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/sitzungskalender.karlsruhe.de\/db\/ratsinformation\/termin-5423#top20\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Antrag wird unter TOP 20 der Gemeinderatssitzung vom 19. November 2019 behandelt.<\/a><br \/>\nDer Antrag wurde in Fachausschuss verwiesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag Die Verwaltung legt ein Konzept zum Ausbau der Photovoltaik auf stadteigenen D\u00e4chern mit konkreten Ma\u00dfnahmen samt Zeit- und Umsetzungsplan vor. 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