{"id":2562,"date":"2019-08-21T00:00:00","date_gmt":"2019-08-20T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2019\/08\/masterplan-fuer-den-waldumbau-und-den-erhalt-der-strassenbaeume-antrag-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2023-05-19T15:12:26","modified_gmt":"2023-05-19T13:12:26","slug":"masterplan-fuer-den-waldumbau-und-den-erhalt-der-strassenbaeume-antrag-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2019\/08\/masterplan-fuer-den-waldumbau-und-den-erhalt-der-strassenbaeume-antrag-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"Masterplan f\u00fcr den Waldumbau und den Erhalt der Stra\u00dfenb\u00e4ume"},"content":{"rendered":"<h2>Antrag<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>Die Stadtverwaltung erstellt einen Bericht, wie viele und welche Waldfl\u00e4chen in den letzten 10 Jahren weggefallen sind bzw. aufgrund bestehender Planungen noch wegfallen sollen. Es wird dargestellt, wo die Waldfl\u00e4chen jeweils ersetzt wurden bzw. werden. Au\u00dferdem wird die Entwicklung der Stadtb\u00e4ume (Anzahl, Alter) \u00fcber die letzten 10 Jahre in einer \u00dcbersicht dargestellt.<\/li>\n<li>Die Stadtverwaltung berichtet au\u00dferdem \u00fcber die klima- und trockenheitsbe-dingte Entwicklung der Baumsch\u00e4den und des Baumverlusts sowie das k\u00fcnftige Risikopotential f\u00fcr den Wald und die Stadtb\u00e4ume.<\/li>\n<li>Die Stadtverwaltung ermittelt potenzielle zus\u00e4tzliche Standorte f\u00fcr eine Auswei-tung von Waldfl\u00e4chen und f\u00fcr zus\u00e4tzliche Stadtb\u00e4ume.<\/li>\n<li>Sie erarbeitet einen Masterplan f\u00fcr den Waldumbau und den k\u00fcnftigen Einsatz von Stadtb\u00e4umen mit dem Ziel, den Wald und die Stadtb\u00e4ume unter den Be-dingungen von Klimaerw\u00e4rmung und damit einhergehender Trockenheit zu er-halten. Sie stellt \u00fcberschl\u00e4gig die zu erwartenden zus\u00e4tzlichen Kosten f\u00fcr kurz- mittel- und langfristige Erhaltungs- Pflege- und Entwicklungsma\u00dfnahmen dar.<\/li>\n<li>Folgende Entwicklungsaspekte sollen im Masterplan ber\u00fccksichtigt werden:\n<ul>\n<li>Weiterentwicklung nat\u00fcrlicher Baumgesellschaften mit gezielter F\u00f6rderung zukunftsf\u00e4higer einheimischer Baumarten;<\/li>\n<li>Naturschonende mechanische Verfahren zur Verhinderung der Ausbreitung von Neophyten;<\/li>\n<li>Bodenschutz durch schonende Verfahren, u. a. Einsatz von R\u00fcckepferden bei der Waldarbeit;<\/li>\n<li>Erprobung und Einsatz von biotechnischen Verfahren zur Abwehr von Sekund\u00e4rsch\u00e4den wie Borkenk\u00e4fer und Pilzbefall ohne Verwendung von Bioziden;<\/li>\n<li>Kooperationen mit dem Staatswald, um einheitliche Vorgehensweisen bei allen Ma\u00dfnahmen zum Erhalt des Waldes zu erm\u00f6glichen;<\/li>\n<li>Angebote von Beteiligungsformaten f\u00fcr die Zivilgesellschaft (u. a. Hoch-schulen, B\u00fcrgervereine, Umweltverb\u00e4nde, interessierte B\u00fcrger*innen).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Sachverhalt\/Begr\u00fcndung<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Lebensqualit\u00e4t der Menschen in unserer Stadt sind die W\u00e4lder und Stadtb\u00e4ume von existenzieller Bedeutung. Sie tragen erheblich zu einem gesunden Stadtklima bei und beeinflussen dabei insbesondere das lokale Klima. Sie sorgen f\u00fcr Frischluftstr\u00f6me, spenden Schatten und sorgen f\u00fcr Abk\u00fchlung durch Verdunstung. F\u00fcr den Erhalt der Biodiversit\u00e4t von Flora und Fauna sind sie unver-zichtbar. Nicht zuletzt verhindert der Erhalt der W\u00e4lder zus\u00e4tzliche CO2-Emissionen in die Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p>Umso bedrohlicher sind die Folgen der klimabedingten Trockenheit der letzten Jahre. Die Sch\u00e4den der B\u00e4ume durch die extreme Trockenheit, Hitzeperioden sowie Orkane nehmen dramatisch zu. Die B\u00e4ume verlieren zunehmend ihre Widerstandsf\u00e4higkeit und sind anf\u00e4llig f\u00fcr Sekund\u00e4rsch\u00e4dlinge wie Schadinsekten (Borkenk\u00e4fer) und Pilzbefall, die in den meisten F\u00e4llen Absterben zur Folge haben. Die Entnahme der B\u00e4ume im Wald f\u00fchrt zu mehr Lichteinfall und beschleunigt das Ausbreiten von invasiven Neophyten wie der Sp\u00e4tbl\u00fchenden Traubenkirsche.<\/p>\n<p>Unsere vielf\u00e4ltigen Karlsruher Wald\u00f6kosysteme m\u00fcssen deshalb so gest\u00e4rkt werden, dass sie widerstandsf\u00e4higer gegen\u00fcber klimatischen Ver\u00e4nderungen und witterungsabh\u00e4ngigen Extremsituationen werden. Mit unserem Antrag bitten wir die Stadtverwaltung um Berichterstattung und beauftragen sie, einen Masterplan zu erarbeiten, der sowohl die Handlungsperspektiven als auch die erforderlichen finanziellen Mittel f\u00fcr die Umsetzung beinhaltet. Dies ist die Voraussetzung, dass wir im n\u00e4chsten Doppelhaushalt 2021\/22 die erforderlichen Mittel f\u00fcr den klimaangepassten Waldumbau bereitstellen k\u00f6nnen. Es sollte wegen der Dringlichkeit aber schon vorher m\u00f6glich sein, bei Bedarf zus\u00e4tzliche Mittel zur Verf\u00fcgung zu stellen, ggf. \u00fcberplanm\u00e4\u00dfig. Wir gehen davon aus, dass die Zusagen von Bund und Land, erhebliche Summen f\u00fcr den Waldumbau zur Verf\u00fcgung zu stellen, auch eingehalten werden und uns dabei unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Wir begr\u00fc\u00dfen es, dass die Stadtverwaltung regelm\u00e4\u00dfig in den gemeinder\u00e4tlichen Aussch\u00fcssen und in die Medien \u00fcber den Ernst der Lage berichtet und die besorgten B\u00fcrger*innen bei \u00f6ffentlichen Veranstaltungen und Waldbegehungen \u00fcber den bedrohlichen Zustand der B\u00e4ume informiert. Sie unternimmt gro\u00dfe Anstrengungen beim Bew\u00e4ssern der Jungb\u00e4ume und bittet die B\u00fcrger*innen um erg\u00e4nzende Unterst\u00fctzung. Auch sie h\u00e4lt wie wir GR\u00dcNE einen l\u00e4ngerfristigen Waldumbau f\u00fcr notwendig. Sie benennt Ziele wie Erh\u00f6hung der Artenvielfalt, Einsatz hitzeresistenter Baumarten sowie Entfernen invasiver Arten und verweist auf erhebliche zus\u00e4tzliche Ressourcen.<\/p>\n<p>Dieser Antrag soll dazu beitragen, dass sie die notwendige Unterst\u00fctzung aus dem Gemeinderat f\u00fcr umfassende konzeptionelle Vorbereitungen und die Akzeptanz f\u00fcr den finanziellen Mittelbedarf dazu erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n<p>Renate Rast\u00e4tter, Dr. Clemens Cremer, Zoe Mayer, Johannes Honn\u00e9, Christine Weber<\/p>\n<p>Der Antrag wurde unter <a href=\"https:\/\/sitzungskalender.karlsruhe.de\/db\/ratsinformation\/termin-5379#top35\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">TOP 35 der Gemeinderatssitzung vom 24. September 2019<\/a> behandelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag Die Stadtverwaltung erstellt einen Bericht, wie viele und welche Waldfl\u00e4chen in den letzten 10 Jahren weggefallen sind bzw. aufgrund bestehender Planungen noch wegfallen sollen. 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