{"id":2458,"date":"2017-04-26T00:00:00","date_gmt":"2017-04-25T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2017\/04\/foerderung-des-regionalen-handwerks-anfrage-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2020-08-12T12:45:52","modified_gmt":"2020-08-12T10:45:52","slug":"foerderung-des-regionalen-handwerks-anfrage-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2017\/04\/foerderung-des-regionalen-handwerks-anfrage-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderung des regionalen Handwerks"},"content":{"rendered":"<h2> Anfrage: <\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li> Wie sch\u00e4tzt die Verwaltung die derzeitige Situation und Entwicklung von Handwerksbetrieben in Karlsruhe ein und wie wird die Situation im Vergleich zu anderen Kommunen gesehen? <\/li>\n<li> Wie bewertet die Stadt Karlsruhe die strategischen Konzepte zur Handwerksf\u00f6rderung anderer deutscher Kommunen und wo werden Potentiale zur \u00dcbertragung auf das geplante Karlsruher Aktionsprogramm Handwerk gesehen? <\/li>\n<li> Wie unterst\u00fctzt die Wirtschaftsf\u00f6rderung bestehendes Handwerk und die Neugr\u00fcndung von Handwerksbetrieben in Karlsruhe strategisch? Welche Ziele werden dabei verfolgt? <\/li>\n<li> Sieht die Stadtverwaltung Bedarf zur Erweiterung, Umstrukturierung, Erg\u00e4nzung oder Modernisierung des Handwerkerhofes in Karlsruhe? <\/li>\n<li> Welche F\u00f6rderungen und Projekte auf Bundes- und Landesebene zur F\u00f6rderung des regionalen Handwerks existieren und wie sch\u00e4tzt die Stadt Karlsruhe ihre Potentiale f\u00fcr Karlsruhe ein? <\/li>\n<li> W\u00e4re ein Mittelstands 4.0-Kompetenzzentrum eine sinnvolle Erg\u00e4nzung zur Lernfabrik 4.0 oder entst\u00fcnden dadurch Doppelstrukturen? Welche Anforderungen m\u00fcsste die Stadt Karlsruhe erf\u00fcllen, um ein Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum f\u00fcr Karlsruhe zu gewinnen und welche Anstrengungen sind hier bereits erfolgt oder geplant? <\/li>\n<\/ol>\n<h2> Sachverhalt\/Begr\u00fcndung <br> <\/h2>\n<p> Die Technologieregion Karlsruhe ist in hohem Ma\u00dfe auf funktionierende regionale Handwerksstrukturen angewiesen. So sind Handwerksbetriebe unabdingbar, um Modernisierungen und Innovation in Karlsruhe umzusetzen und Beratungsm\u00f6glichkeiten vor Ort anzubieten. &nbsp;<\/p>\n<p> Nur durch ein starkes regionales Handwerksangebot ist es m\u00f6glich, strategische Anliegen der Stadt Karlsruhe in Bereichen wie Energieeffizienz, Ressourceneinsparungen oder altersgerechte L\u00f6sungen umzusetzen. &nbsp;<\/p>\n<p> Das Karlsruher Handwerk hat dabei mit gro\u00dfen Herausforderungen zu k\u00e4mpfen, wie das bundesweite Problem der Nachwuchsgewinnung, sinkender Attraktivit\u00e4t von Handwerksberufen und einem hohen Bedarf an Innovationsf\u00e4higkeit. Das Handwerk in Karlsruhe zu unterst\u00fctzen und zu erhalten, ist aus GR\u00dcNER Sicht deshalb ein wichtiges Ziel f\u00fcr Karlsruhe. <\/p>\n<p> In Karlsruhe gibt es bereits einige Ans\u00e4tze zur Unterst\u00fctzung des regionalen Handwerks, wie der Handwerkerhof Karlsruhe, der sich mit einer hohen Auslastung von 95 % gro\u00dfer Beliebtheit erfreut. Das Thema der Handwerksf\u00f6rderung und bestehende Ans\u00e4tze sollen laut Informationen der Wirtschaftsf\u00f6rderung durch ein Karlsruher Aktionsprogramm Handwerk in der kommenden Zeit geb\u00fcndelt werden. Diese B\u00fcndelung erfordert zus\u00e4tzlich ein strategisches Konzept der Handwerksf\u00f6rderung, um den zuk\u00fcnftigen Herausforderungen zielgerichtet zu begegnen. Ziel sollte es sein, junge Handwerksbetriebe zu unterst\u00fctzen, technische Entwicklungen im Rahmen von Industrie 4.0 zu begleiten und Problemen der Nachwuchsfindung entgegenzuwirken, um das Handwerk bedarfsgerecht zu unterst\u00fctzen. <\/p>\n<p> Viele deutsche Kommunen, dabei vor allem Gro\u00dfst\u00e4dte, haben zur Unterst\u00fctzung des regionalen Handwerks bereits weitgehende Konzepte zur Handwerksf\u00f6rderung aufgelegt. <\/p>\n<p> Die Stadt Frankfurt hat in Kooperation mit der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main so beispielsweise im Jahr 2012 das \u201eEntwicklungsprogramm Frankfurter Handwerk\u201d eingef\u00fchrt. Dieses umfasst Ma\u00dfnahmen wie die Etablierung eines \u201eArbeitskreises Vergabe\u201c f\u00fcr die \u00f6ffentliche Vergabe von Auftr\u00e4gen im Sinne einer verst\u00e4rkten Beteiligung des regionalen Handwerks. Weitere Ans\u00e4tze umfassen beispielsweise die Ausweisung von Handwerkerh\u00f6fen in Gewerbegebieten zur Fl\u00e4chensicherung f\u00fcr das Handwerk, die Erarbeitung eines Konzepts \u201eFrauen in das Handwerk\u201c oder das IUBA* Projekt mit Fokus auf UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund f\u00fcr eine attraktive Form der Ansprache internationaler Unternehmen und Auszubildenden. Das bereits vierte Aktionsprogramm Handwerk Berlin von 2015 umfasst in seiner neusten Form Ma\u00dfnahmen wie h\u00f6here Wertgrenzen f\u00fcr \u00f6ffentliche Ausschreibungen, eine Sicherung der Meistergr\u00fcndungspr\u00e4mie und die Gewinnung von StudienabbrecherInnen f\u00fcr eine Karriere im Handwerk. <\/p>\n<p> Auch andere Bereiche der Handwerksf\u00f6rderung wie die kommunale Unterst\u00fctzung von Teilzeitausbildungen oder die Gewinnung von Gefl\u00fcchteten f\u00fcr das Handwerk werden von Kommunen in verschiedener Form aufgegriffen. <\/p>\n<p> Um auf die Herausforderungen des technologischen Wandels zu reagieren und das Handwerk zu st\u00e4rken, werden auch von Bund und Land Initiativen ergriffen. In Karlsruhe entsteht in diesem Sinne derzeit eine durch Landesmittel und Sponsorengelder unterst\u00fctzte gemeinsame Lernfabrik 4.0 der beruflichen Bildungsst\u00e4tten Carl-Benz- und Heinrich-Hertz-Schule. Ein auf Bundesebene bereits sehr fortgeschrittenes Projekt ist die vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie betriebene Einrichtung von Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren. <\/p>\n<p> Durch Beratung, Schulungen und Demonstrationsm\u00f6glichkeiten sollen so speziell mittelst\u00e4ndische Unternehmen und Handwerksbetriebe bei der Digitalisierung und Vernetzung sowie Anwendung von Industrie 4.0 bundesweit unterst\u00fctzt werden. Bereits in elf Kommunen gibt es Kompetenzzentren, weitere Zentren in anderen Kommunen sind bereits geplant. <\/p>\n<p> Unterzeichnet von: <\/p>\n<p> Zoe Mayer,&nbsp; Joschua Konrad,&nbsp; Verena Anlauf,&nbsp; Istvan Pinter,&nbsp; Dr. Ute Leidig,&nbsp; Renate Rast\u00e4tter <\/p>\n<p> *(Internationale Unternehmen bilden aus)  <\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0627_19.pdf\"> Stellungnahme der Stadtverwaltung f\u00fcr die Gemeinderatssitzung am 27.06.2017<\/a><\/p>\n\n\n<p><strong><em>Aus der Gemeinderatssitzung am 27.06.2017:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Stadtverwaltung erkl\u00e4rt die bisherigen Aktivit\u00e4ten der Wirtschaftsf\u00f6rderung in jeder Hinsicht f\u00fcr ausreichend. Allerdings soll nun doch f\u00fcr den Handwerkerhof im Rheinhafen durch eine Potenzialanalyse \u00fcberpr\u00fcft werden, ob das bestehende Angebot dem aktuellen Bedarf \u00fcberhaupt noch entspricht.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfrage: Wie sch\u00e4tzt die Verwaltung die derzeitige Situation und Entwicklung von Handwerksbetrieben in Karlsruhe ein und wie wird die Situation im Vergleich zu anderen Kommunen gesehen? 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