{"id":2235,"date":"2007-12-18T00:00:00","date_gmt":"2007-12-17T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2007\/12\/menschen-ohne-gesetzliche-krankenversicherung\/"},"modified":"2020-07-01T17:08:36","modified_gmt":"2020-07-01T15:08:36","slug":"menschen-ohne-gesetzliche-krankenversicherung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2007\/12\/menschen-ohne-gesetzliche-krankenversicherung\/","title":{"rendered":"Menschen ohne gesetzliche Krankenversicherung"},"content":{"rendered":"\n<p> <b>Menschen ohne gesetzliche Krankenversicherung<\/b><\/p>\n<p><b>Anfrage:<\/b><\/p>\n<ol>\n<li>Wie viele Menschen sind in Karlsruhe weder privat noch gesetzlich krankenversichert (ggf. Sch&#xE4;tzung)?\n<\/li>\n<li>Bei wie vielen der Unversicherten handelt es sich um Menschen mit Migrationshintergrund (ggf. Sch&#xE4;tzung)?\n<\/li>\n<li>Welche Ma&#xDF;nahmen werden ergriffen, um diesen Menschen dennoch eine (prophylaktische wie notfallmedizinische) Krankenversorgung zu erm&#xF6;glichen? <\/li>\n<\/ol>\n<p> <b>Sachverhalt\/Begr&#xFC;ndung:<\/b><\/p>\n<p>Seit Mitte der neunziger Jahre ist die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung in Deutschland kontinuierlich gewachsen. Das zeigt eine Expertise im Auftrag der Hans-B&#xF6;ckler-Stiftung. H&#xE4;lt die Entwicklung an, drohen gesundheitliche und wirtschaftliche Risiken f&#xFC;r die Nichtversicherten ebenso wie f&#xFC;r die Bev&#xF6;lkerung insgesamt.<\/p>\n<p> Anders als etwa in den USA lebt in der Bundesrepublik bislang zwar nur eine kleine Minderheit ohne Krankenversicherungsschutz. Doch ist diese Gruppe zwischen 1995 und 2003 deutlich gewachsen: Von 105 000 auf 188 000 Personen, wie die Forscher auf Basis der derzeit verf&#xFC;gbaren Daten des Statistischen Bundesamtes ermitteln. Die tats&#xE4;chliche Zahl d&#xFC;rfte nach Analyse der Wissenschaftler eher noch h&#xF6;her liegen, da beispielsweise MigrantInnen ohne Aufenthalts-genehmigung in der Statistik nur selten erfasst sind.<\/p>\n<p> Besonders deutlich gestiegen ist seit 1995 die Zahl der Erwerbst&#xE4;tigen ohne Krankenversicherung. Ihr Anteil an der Gruppe der Nichtversicherten liegt mittlerweile bei &#xFC;ber 40 Prozent. Darunter sind zahlreiche Selbst&#xE4;ndige mit kleinem Einkommen sowie geringf&#xFC;gig Besch&#xE4;ftigte, die sich weder &#xFC;ber eine gesetzliche noch &#xFC;ber eine private Kasse absichern. So treffen &#xE4;ltere Besch&#xE4;ftigte, die sich nach einer Arbeitslosigkeit selbst&#xE4;ndig gemacht und privat versichert hatten, auf hohe gesetzliche H&#xFC;rden, wenn sie zur&#xFC;ck in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln wollen. In der Privatkasse sind sie mit hohen, risikobezogenen Pr&#xE4;mien konfrontiert. Auch Geschiedene und MigrantInnenen stehen &#xFC;berdurchschnittlich oft ohne Schutz da.<\/p>\n<p> F&#xFC;r die Zukunft ist es bei der derzeitigen Entwicklung notwendig, eine Strategie zu verfolgen, nach der auch Menschen ohne Krankenversicherung in die Kranken-versorgung einer Stadt einbezogen werden k&#xF6;nnen wenn m&#xF6;glich nicht nur bei akuter Erkrankung, sondern auch in die prophylaktische medizinische Arbeit.<\/p>\n<p> Unterzeichnet von:<\/p>\n<p> Michael Borner&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; Dr. Dorothea Polle-Holl<\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0115_23.pdf\">Stellungnahme der Stadtverwaltung vom 15.01.2008 &#xA0;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0115_23.pdf\">  <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Menschen ohne gesetzliche Krankenversicherung Anfrage: Wie viele Menschen sind in Karlsruhe weder privat noch gesetzlich krankenversichert (ggf. 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