{"id":2187,"date":"2019-03-12T00:00:00","date_gmt":"2019-03-11T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2019\/03\/internetboerse-fuer-patenschaften-fuer-ernte-und-pflege-von-streuobstwiesen-antrag-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2020-10-20T10:57:04","modified_gmt":"2020-10-20T08:57:04","slug":"internetboerse-fuer-patenschaften-fuer-ernte-und-pflege-von-streuobstwiesen-antrag-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2019\/03\/internetboerse-fuer-patenschaften-fuer-ernte-und-pflege-von-streuobstwiesen-antrag-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"Internetb\u00f6rse f\u00fcr Patenschaften f\u00fcr Ernte und Pflege von Streuobstwiesen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Antrag<\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>Die Stadtverwaltung richtet eine Internetb\u00f6rse ein, um Streuobstwiesenbesitzer*innen, die ihre Fl\u00e4che selbst nicht mehr nutzen, mit Interessent*innen zu vermitteln. Dabei k\u00f6nnen Besitzer*innen w\u00e4hlen, ob sie einzelne B\u00e4ume f\u00fcr die Ernte freigeben oder Patenschaften f\u00fcr Pflege und Ernte von Obstbaum-Parzellen abschlie\u00dfen oder Streuobstwiesenanteile verpachten wollen. Die Internetb\u00f6rse wird zwei Jahre lang getestet.<\/li><li>Die Stadtverwaltung f\u00fchrt gemeinsam mit den Ortsverwaltungen eine Abfrage bei privaten Eigent\u00fcmer*innen von Obstbaumparzellen in den Karlsruher Streuobstwiesen durch und weist dabei auf die Internetb\u00f6rse hin. Die Umfrage soll kl\u00e4ren, wie gro\u00df die Bereitschaft ist, einzelne B\u00e4ume f\u00fcr die Ernte freizugeben und\/oder Patenschaften f\u00fcr Pflege und Ernte von Obstbaum-Parzellen einzugehen und welche Ma\u00dfnahmen eine Nutzung wirksam unterst\u00fctzen k\u00f6nnten (z.B. Abnahmem\u00f6glichkeiten im Stadtgebiet).<\/li><li>Die Stadtverwaltung wirbt gezielt daf\u00fcr, dass deutlich mehr Kindertagesst\u00e4tten, Schulen sowie weitere Interessent*innen f\u00fcr die Ernte, Nutzung und Pflege sowie Bildung von Patenschaften und Pachtm\u00f6glichkeiten gewonnen werden k\u00f6nnen.<\/li><li>Es werden dazu \u2013 ggf. in Kooperation mit der Streuobstinitiative im Stadt- und Landkreis Karlsruhe e.V. &#8211; Aktionstage, F\u00fchrungen, intensive Beratung sowie Unterst\u00fctzung angeboten und durchgef\u00fchrt. Dabei soll auch eine Zusammenarbeit mit den durch den Landschaftserhaltungsverband Landkreis Karlsruhe e. V. ausgebildeten Streuobstp\u00e4dagog*innen angestrebt werden.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sachverhalt\/Begr\u00fcndung<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Karlsruher Streuobstwiesen sind wundersch\u00f6ne Kulturlandschaften. Sie haben einen hohen Stellenwert f\u00fcr die biologische Vielfalt, das Landschaftsbild und die Naherholung.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus liefern sie jedes Jahr eine Vielfalt an gesunden und schmackhaften Fr\u00fcchten. Es ist deshalb sehr wichtig, dass die Streuobstwiesenbest\u00e4nde gepflegt werden und positiv, wenn das Obst geerntet wird, bevor es verdirbt. Um den fortschreitenden Niedergang der Streuobstwiesen aufzuhalten und den Pflegezustand zu verbessern, hat der Gemeinderat 2018 ein wegweisendes Streuobstwiesenkonzept beschlossen. Da aufgezeigt wurde, dass mit den vorhandenen personellen Ressourcen der Pflegezustand nicht gesichert werden kann, haben wir Gr\u00fcne im Doppelhaushalt 2019\/20 in einem ersten Schritt drei zus\u00e4tzliche Stellen beantragt, wobei wir zumindest f\u00fcr 1,5 Stellen eine Mehrheit erreichen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit Jahren werden viele Obstb\u00e4ume nicht mehr abgeerntet. Im letzten Sommer und Herbst war es besonders schlimm zu beobachten, wie viele Tonnen Pflaumen, \u00c4pfel, Birnen, Kirschen, Mirabellen und Quitten verrottet sind. Unser Antrag zielt darauf ab, diese Verschwendung von regionalem Obst zu verringern, die Wertsch\u00e4tzung von Streuobst(wiesen) zu steigern und dazu Schulen, Familien, Freundeskreise und Sozialinitiativen mit den Eigent\u00fcmer*innen zusammenzubringen. Sofern eine gro\u00dfe Bereitschaft besteht, B\u00e4ume zur kostenlosen Ernte freizugeben, sollte gepr\u00fcft werden, wie diese B\u00e4ume gekennzeichnet werden k\u00f6nnen (vgl. in der Kommune Aichwald verwendete <a href=\"https:\/\/www.aichwald.de\/site\/Aichwald-Responsive\/node\/17190148?QUERYSTRING=Markierungsband\">\u201eMarkierungsb\u00e4nde<\/a>r\u201c ).<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits im Mai 2017 hat das Umweltamt ein Konzept f\u00fcr eine Internetb\u00f6rse f\u00fcr Obstbaum-Patenschaften im Umweltausschuss vorgestellt. Die Umsetzung wurde zun\u00e4chst zur\u00fcckgestellt und auf die Streuobstinitiative des Landkreises Karlsruhe verwiesen. Wir Gr\u00fcne sehen in der Streuobstinitiative eine hervorragende Einrichtung, die Apfel- und Birnensaft produziert und vermarktet, Kurse organisiert, eine Grundst\u00fccksb\u00f6rse f\u00fcr Verkauf und Verpachtung eingerichtet hat und in regionalen Naturschutz investiert. Wir bef\u00fcrworten deshalb Aktivit\u00e4ten der Stadt zur Unterst\u00fctzung und weiteren Bekanntmachung der Streuobstinitiative. F\u00fcr viele Eigent\u00fcmer*innen kleinteiliger Parzellen im Stadtgebiet stellen aber die Zertifizierung der Grundst\u00fccke und die Obstablieferung an bestimmten Terminen hohe H\u00fcrden dar. Deshalb stellen die von uns beantragten Ma\u00dfnahmen keine Konkurrenz zur Streuobstinitiative dar, sondern sind eine sinnvolle Erg\u00e4nzung dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir Gr\u00fcne halten den jetzigen Zeitpunkt f\u00fcr geeignet, in der \u00d6ffentlichkeit intensiv f\u00fcr Patenschaften zum Ernten und Pflegen von Streuobstparzellen zu werben. Die Sensibilisierung der Menschen f\u00fcr den Erhalt der Biodiversit\u00e4t nimmt zu, genau wie der Wunsch, etwas daf\u00fcr zu tun. Das zeigt der Trend zu Urban Gardening, Imkern und gesunden und nachhaltig produzierten Lebensmitteln aus regionaler Erzeugung.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n\n\n\n<p>Renate Rast\u00e4tter, Johannes Honn\u00e9, Zoe Mayer, Ekkehard Hodapp, Verena Anlauf<\/p>\n\n\n\n<p>Die Antwort der Stadt, in der auf bereits bestehende \u2013 aber offensichtlich ja nicht wirksame \u2013 Instrumente verwiesen wird, reicht uns nicht aus. Im Ausschuss f\u00fcr Umwelt und Gesundheit wollen wir N\u00e4heres erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0514_35.pdf\">Stellungnahme der Stadtverwaltung f\u00fcr die Gemeinderatssitzung am 14.05.2019<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag Die Stadtverwaltung richtet eine Internetb\u00f6rse ein, um Streuobstwiesenbesitzer*innen, die ihre Fl\u00e4che selbst nicht mehr nutzen, mit Interessent*innen zu vermitteln. 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