{"id":2130,"date":"2018-03-13T00:00:00","date_gmt":"2018-03-12T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2018\/03\/altenpflege-bedarfsgerecht-ausbauen-mittelfristiges-konzept-und-priorisierung-fuer-stationaere-einrichtungen-antrag-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2020-07-22T16:36:50","modified_gmt":"2020-07-22T14:36:50","slug":"altenpflege-bedarfsgerecht-ausbauen-mittelfristiges-konzept-und-priorisierung-fuer-stationaere-einrichtungen-antrag-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2018\/03\/altenpflege-bedarfsgerecht-ausbauen-mittelfristiges-konzept-und-priorisierung-fuer-stationaere-einrichtungen-antrag-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"Altenpflege bedarfsgerecht ausbauen \u2013 Mittelfristiges Konzept und Priorisierung f\u00fcr station\u00e4re Einrichtungen"},"content":{"rendered":"<h2>Antrag<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li> Die Verwaltung stellt \u2013 soweit m\u00f6glich \u2013verl\u00e4ssliche Zahlen f\u00fcr Karlsruhe zusammen, wie viele neue Altenpflegepl\u00e4tze in den n\u00e4chsten mindestens zehn Jahren ben\u00f6tigt werden. Die Zahlen bilden ab, wie viel Pl\u00e4tze in den einzelnen Stadtteilen voraussichtlich ben\u00f6tigt werden. Um eine realistische Aussage zu erhalten, wird einbezogen, dass erwachsene Kinder in wachsender Zahl nicht mehr am Wohnort ihrer Eltern wohnen und immer mehr Frauen ganztags berufst\u00e4tig sind und daher Pflegeleistungen nicht \u00fcbernehmen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li> Die Verwaltung stellt erg\u00e4nzend auch die Zahlen des Landkreises dar, soweit die Planung in Karlsruhe davon beeinflusst wird.<\/li>\n<li> Die Verwaltung unterst\u00fctzt Tr\u00e4ger dabei, f\u00fcr Pflegeheime geeignete Fl\u00e4chen zu identifizieren und einer solchen Nutzung zuzuf\u00fchren.<\/li>\n<li> Die Verwaltung erstellt auf Grundlage der Bedarfszahlen eine Priorit\u00e4tenliste f\u00fcr die Schaffung von Pflegeheimpl\u00e4tzen, die sich an den Bedarfen in den einzelnen Stadtteilen orientiert. Die Priorit\u00e4tenliste wird mit den zust\u00e4ndigen politischen Gremien abgestimmt.<\/li>\n<li> Nach bisherigen Sch\u00e4tzungen werden innerhalb der n\u00e4chsten zehn Jahre rund 1.000 Pflegepl\u00e4tze ben\u00f6tigt. Laut Aussagen der Stadt auf Anfrage von GfK vom 12.12.2017 werden f\u00fcr ein Pflegeheim mit 100 Pl\u00e4tzen ca. 5.400 qm ben\u00f6tigt, f\u00fcr 1.000 Pl\u00e4tze bedeutet dies gut 5 ha. Die Verwaltung stellt dar, wie diese Fl\u00e4chen in den einzelnen Stadtteilen sukzessive zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/li>\n<li> Angesichts der Dringlichkeit des Themas berichtet die \u201e\u00c4mter\u00fcbergreifende Arbeitsgruppe Pflegeheimpl\u00e4tze \u00c4\u00dcAG\u201c regelm\u00e4\u00dfig im Sozialausschuss \u00fcber ihre Arbeit.<\/li>\n<\/ol>\n<h2> Sachverhalt\/Begr\u00fcndung<\/h2>\n<p>Auch wenn die ambulante Versorgung an Bedeutung gewinnt, bleibt eine station\u00e4re Unterbringung unverzichtbarer Bestandteil der Altenpflege. In bestimmten Lebenslagen ist eine station\u00e4re Pflege der einzige gangbare Weg. In Pflegeheimen werden heute zu einem wesentlichen Anteil demente oder hochdemente Menschen betreut, die eine Versorgung rund um die Uhr ben\u00f6tigen. Deren ambulante Versorgung ist oft nicht mehr m\u00f6glich, Angeh\u00f6rige w\u00e4ren damit \u00fcberfordert.<\/p>\n<p>Die Zahl pflegebed\u00fcrftiger Personen wird aus verschiedenen Gr\u00fcnden weiter steigen. Ein Umzug in ein Pflegeheim kann f\u00fcr viele Menschen ein positiver Schritt sein, weil sie dadurch Vereinsamung und teilweise auch Vernachl\u00e4ssigung entgegenwirken und nun feste Kontakte haben.<\/p>\n<p>Tr\u00e4ger von Pflegeheimen haben auf steigende Qualit\u00e4tsanforderungen reagiert \u2013 z.B. durch das Hausgemeinschaftsmodell, das Modell der Pflegeoase, gezielte Bewegungsangebote, eine \u00d6ffnung zum Quartier usw.<\/p>\n<p>Die Versorgung pflegebed\u00fcrftiger Menschen mit den ben\u00f6tigten Pflegepl\u00e4tzen ist eine wichtige kommunalpolitische Aufgabe. Die Stadtverwaltung hat hier eine Steuerungs- und Unterst\u00fctzungsfunktion.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcne Fraktion erachtet es als notwendig, die Anzahl der Pflegepl\u00e4tze Schritt f\u00fcr Schritt zu erh\u00f6hen und dabei anhand einer Priorit\u00e4tenliste zu agieren, die mit politischen Gremien, Fachkr\u00e4ften und Tr\u00e4gern abgestimmt wird. Es darf nicht zu einer Unter- oder \u00dcberversorgung in einzelnen Stadtteilen kommen. Hier muss auch die Bev\u00f6lkerungsstruktur in den einzelnen Stadtteilen ber\u00fccksichtig werden.<\/p>\n<p>In Karlsruhe geht man nach Sch\u00e4tzungen davon aus, dass in den n\u00e4chsten zehn Jahren zus\u00e4tzlich zum Bestand rund 1.000 Pl\u00e4tze ben\u00f6tigt werden. Die Tr\u00e4ger ben\u00f6tigen f\u00fcr ihre Ausbauplanung m\u00f6glichst realistische Zahlen von Stadt und Landkreis, heruntergebrochen auf Stadtteile. Mit den bisherigen Sch\u00e4tzungen sind die Tr\u00e4ger nicht zufrieden. Sie m\u00f6chten auch wissen, wie viele Pl\u00e4tze durch die gesetzliche Regelung der Einbett-Zimmer wegfallen.<\/p>\n<p>Pflegeheime k\u00f6nnen nur gebaut werden, wenn Fl\u00e4chen zur Verf\u00fcgung stehen. Bestandteil des beantragten Konzeptes soll es sein, deutlich zu machen, wie und welche Fl\u00e4chen zur Verf\u00fcgung gestellt werden k\u00f6nnen. Hier k\u00f6nnte eine \u201eFl\u00e4chenvergabe nach Konzept\u201c ein probates Mittel sein, ebenso eine Vergabe in Erbpacht statt durch Verkauf. Wichtig ist auch bei der Fl\u00e4chenvergabe Transparenz und rechtzeitige fachliche Diskussion.<\/p>\n<p>Wir halten die Versorgung der Karlsruher Senior*innen mit Pflegepl\u00e4tzen f\u00fcr eine wichtige sozialpolitische Aufgabe der Stadt. Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger m\u00fcssen sich auf die Stadt verlassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n<p>Verena Anlauf, Michael Borner, Renate Rast\u00e4tter, Dr. Ute Leidig<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0424_30.pdf\"> Stellungnahme der Stadtverwaltung f\u00fcr die Gemeinderatssitzung am 24.04.2018<\/a><\/p>\n<p>A<em>us der Gemeinderatssitzung am 24.04.2018: <\/em><\/p>\n<p><em>Auch dieses Anliegen wurde von allen Fraktionen und von der Stadtverwaltung unterst\u00fctzt:<br \/>\nEs wurde bereits ein \u201eRunder Tisch f\u00fcr die strategische Planung von Betreuungseinrichtungen\u201c eingerichtet, der gezielt nach Fl\u00e4chen und Betreibern f\u00fcr solche H\u00e4user sucht. In einem der n\u00e4chsten Sozialaussch\u00fcsse wird es einen Bericht zur aktuellen Situation geben.<br \/>\nVor allem bei der Planung von neuen Wohnbauprojekten ist es unerl\u00e4sslich, Pflege- und Kinderbetreuungseinrichtungen von Beginn an mit einzuplanen und damit die bestehenden M\u00e4ngel mit der Zeit abzubauen. <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag Die Verwaltung stellt \u2013 soweit m\u00f6glich \u2013verl\u00e4ssliche Zahlen f\u00fcr Karlsruhe zusammen, wie viele neue Altenpflegepl\u00e4tze in den n\u00e4chsten mindestens zehn Jahren ben\u00f6tigt werden. 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