{"id":2102,"date":"2017-06-27T00:00:00","date_gmt":"2017-06-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2017\/06\/unterstuetzung-von-ambulant-betreuten-pflegewohngruppen-antrag-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2020-08-11T21:57:18","modified_gmt":"2020-08-11T19:57:18","slug":"unterstuetzung-von-ambulant-betreuten-pflegewohngruppen-antrag-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2017\/06\/unterstuetzung-von-ambulant-betreuten-pflegewohngruppen-antrag-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"Unterst\u00fctzung von \u201eAmbulant betreuten Pflegewohngruppen\u201c"},"content":{"rendered":"<h2>Antrag<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li> Die Stadt Karlsruhe unterst\u00fctzt die Errichtung von ambulant betreuten Pflegewohngruppen als dritte \u2013 am Vorbild der Familie angelehnte \u2013 Form der Versorgung pflegebed\u00fcrftiger Menschen.<\/li>\n<li> Die Stadt formuliert, welche Ziele sie in Hinblick auf den Ausbau dieser Wohngruppen verfolgt.<\/li>\n<li> Es wird ein Konzept zur Zusammenarbeit mit potenziellen Tr\u00e4gerinnen und Tr\u00e4gern erstellt. Das Konzept beinhaltet, wie und bis wann Tr\u00e4ger \u00fcber diese Wohnform informiert werden sowie konkrete M\u00f6glichkeiten der Unterst\u00fctzung f\u00fcr interessierte Tr\u00e4ger.<\/li>\n<\/ol>\n<h2> Sachverhalt\/Begr\u00fcndung<\/h2>\n<p>Nach dem Wohn- Teilhabe- und Pflegegesetz (WTPG) wird seit 2014 auch die \u201eambulant betreute Wohngemeinschaft\u201c in Baden-W\u00fcrttemberg rechtlich anerkannt und unterst\u00fctzt. Diese ist ein dritter Weg zwischen privatem Wohnen und Pflegeheim und wird angesichts der familien\u00e4hnlichen Struktur schon l\u00e4nger in einigen L\u00e4ndern Europas gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>In einer Wohnung wohnen acht bis zw\u00f6lf Menschen, die von Pr\u00e4senzkr\u00e4ften f\u00fcr die Alltagsbegleitung unterst\u00fctzt werden. F\u00fcr die Pflegeleistungen sind ambulante Dienste verantwortlich.<\/p>\n<p>Der Vorteil gegen\u00fcber privatem Wohnen bzw. Pflegeheimen ist, dass die Seniorinnen und Senioren in solchen Wohnformen deutlich weniger vereinsamen und gleichzeitig in ihren Ressourcen unterst\u00fctzt werden. Denn im Mittelpunkt steht bei diesem Konzept nicht die k\u00f6rperliche Pflege, sondern die gemeinsame Gestaltung des Alltags. Au\u00dferdem ist eine flexible und direkte Vernetzung im Quartier (z.B. durch den Einsatz ehrenamtlicher Kr\u00e4fte oder auch durch die Teilnahme an lokalen Angeboten, wie etwa von Vereinen, Kirchengemeinden) m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Zielgruppe sind Seniorinnen und Senioren, die bislang noch allein in ihrer (oft zu gro\u00dfen) Wohnung wohnen, in untere Pflegegrade eingestuft wurden und nicht in ein gro\u00dfes Pflegeheim umziehen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Der Vorteil von Pflegewohngruppen liegt auch in der Flexibilit\u00e4t. Sie k\u00f6nnen quartiersnah errichtet werden und \u2013 falls der Bedarf nicht mehr vorhanden ist \u2013 leicht in betreute Wohngruppen, studentische Wohngruppen usw. umgewandelt werden.<\/p>\n<p>Die neu geschaffene \u201e<a href=\"https:\/\/www.kvjs.de\/soziales\/fawo-fachstelle-fuer-ambulant-unterstuetzte-wohnformen\/\">Fachstelle ambulant unterst\u00fctzte Wohnformen\u201c<\/a> des Landes () geht von einem hohen Bedarf an solchen Angeboten aus. Auch die Umfrage \u201eGeneration 55 Plus in Karlsruhe 2015\u201c kam zu dem Ergebnis, dass sich 20 % der Befragten die Versorgung bei eigener Pflegebed\u00fcrftigkeit \u201eauf jeden Fall\u201c in wohngruppen\u00e4hnlichen Einrichtungen vorstellen k\u00f6nnen. Unter den 55-60 J\u00e4hrigen sind dies schon 37 %. Rund 70 % k\u00f6nnen sich das Leben in Wohngruppen \u201eauf jedem Fall\u201c oder \u201eeventuell\u201c vorstellen.<\/p>\n<p>Bisher gibt es in Baden-W\u00fcrttemberg 57 ambulante Wohngemeinschaften. In Karlsruhe besteht jedoch deutlicher Nachholbedarf, denn bislang existiert dieses Angebot noch nicht.<\/p>\n<p>Immerhin steht die Heimstiftung kurz vor Inbetriebnahme einer ersten solchen Einrichtung mit neun Pl\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n<p>Verena Anlauf,&nbsp; Michael Borner,&nbsp; Johannes Honn\u00e9,&nbsp; Dr. Ute Leidig,&nbsp; Istvan Pinter,&nbsp; Renate Rast\u00e4tter<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0926_20.pdf\"> Stellungnahme der Stadtverwaltung f\u00fcr die Gemeinderatssitzung am 26.09.2017<\/a><\/p>\n\n\n<p><strong><em>Aus der Gemeinderatssitzung am 26.09.2017:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Hierauf haben wir eine sehr positive Antwort erhalten: Die Stadtverwaltung wird sich um das Landesprogramm \u201ePflege 2018\u201c bewerben, mit der sowohl die Einrichtung, wie vor allem auch die Begleitung dieser neuartigen Versorgungsform gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag Die Stadt Karlsruhe unterst\u00fctzt die Errichtung von ambulant betreuten Pflegewohngruppen als dritte \u2013 am Vorbild der Familie angelehnte \u2013 Form der Versorgung pflegebed\u00fcrftiger Menschen. 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