{"id":2082,"date":"2017-02-03T00:00:00","date_gmt":"2017-02-02T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2017\/02\/aenderungsantrag-zu-top-11-1-gemeinderatssitzung-am-07-februar-2017-fortschreibung-flaechennutzungsplan-2030-hier-wertvolle-gruenflaechen-erhalten-antrag-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2024-04-05T11:51:18","modified_gmt":"2024-04-05T09:51:18","slug":"aenderungsantrag-zu-top-11-1-gemeinderatssitzung-am-07-februar-2017-fortschreibung-flaechennutzungsplan-2030-hier-wertvolle-gruenflaechen-erhalten-antrag-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2017\/02\/aenderungsantrag-zu-top-11-1-gemeinderatssitzung-am-07-februar-2017-fortschreibung-flaechennutzungsplan-2030-hier-wertvolle-gruenflaechen-erhalten-antrag-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"\u00c4nderungsantrag zu TOP 11.1. Gemeinderatssitzung am 07. Februar 2017: &#8222;Fortschreibung Fl\u00e4chennutzungsplan 2030&#8220;, hier: Wertvolle Gr\u00fcnfl\u00e4chen erhalten"},"content":{"rendered":"<h2>Antrag<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>Die Fl\u00e4che KA.1-W-403_S (Kleingartenanlage \/ Erweiterung St\u00e4dt. Klinikum) wird nicht f\u00fcr Wohnungsbau ausgewiesen, sondern bleibt Erweiterungsfl\u00e4che.<\/li>\n<li>Die Fl\u00e4che KA.2-W-027 (Kleingartenanlage an der Pulverhausstra\u00dfe) wird nicht als Wohngebiet ausgewiesen.<\/li>\n<li>Von der Fl\u00e4che KA.2-W-002 (R\u00fcppurr S\u00fcd) wird nur die westliche H\u00e4lfte des gr\u00fcnen Bereichs realisiert.<\/li>\n<li>Die Fl\u00e4che KA.2-W-010 (Kleingartenanlage Am R\u00fcppurrer Schloss) wird nicht als Wohngebiet ausgewiesen.<\/li>\n<li>Die Fl\u00e4che KA.2-W-078 (Kleingartengebiet Schwetzinger Stra\u00dfe) wird nicht als Wohngebiet ausgewiesen.<\/li>\n<li>Die Fl\u00e4che KA.2-W-091 (G\u00e4nsberg) wird nicht als Wohngebiet ausgewiesen.<\/li>\n<li>Die Fl\u00e4che KA.2-W-007.a (Rehbuckel I) wird komplett nicht als Wohngebiet ausgewiesen.<\/li>\n<li>Von der Fl\u00e4che KA.1-W-122_A (Neureut Zentrum III) wird die westliche H\u00e4lfte der dunkelgr\u00fcnen Fl\u00e4che ebenso wie die westlich angrenzende Fl\u00e4che als Gr\u00fcnzug ausgewiesen.<\/li>\n<li>Die Fl\u00e4che KA.1-W-067 (Neureut, Gr\u00fcner Weg) soll nicht weiter gepr\u00fcft werden.<\/li>\n<li>Von der Fl\u00e4che KA.1-W-069 (Mitteltorstra\u00dfe) wird die s\u00fcdliche H\u00e4lfte aus der Wohnbaufl\u00e4che herausgenommen.<\/li>\n<li>Die Fl\u00e4che KA.2-W-070 (Alte Friedrichstra\u00dfe) wird nicht als Wohngebiet ausgewiesen.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Sachverhalt\/Begr\u00fcndung<\/h2>\n<p>Karlsruhe ist so attraktiv, dass zahlreiche Menschen hierher ziehen. Zus\u00e4tzliche Wohnungen sind deshalb dringend notwendig. Andererseits gehen durch Bebauung aber Naturr\u00e4ume unwiederbringlich verloren. F\u00fcr uns sind bezahlbare Wohnungen f\u00fcr alle Menschen ebenso ein Kernanliegen wie der Schutz von Naturr\u00e4umen.<\/p>\n<p>Mit der Bebauung von Kleingartengebieten w\u00fcrden gr\u00fcne Oasen, die f\u00fcr Mensch und Natur wichtig sind, unwiederbringlich verschwinden. Deshalb wollen wir sie zum jetzigen Zeitpunkt erhalten. Je nach der weiteren Entwicklung m\u00fcssen zuk\u00fcnftige Generationen \u00fcber deren Bebauung neu entscheiden.<\/p>\n<p>Die von der Verwaltung anvisierten 85 Hektar neuer Wohnfl\u00e4che sind f\u00fcr uns kein Muss. Diese Zahl beruht auf der Vorhersage eines maximalen Bev\u00f6lkerungszuwachses, dessen tats\u00e4chliche Entwicklung niemand vorhersagen kann. Wir wollen m\u00f6glichst viel zus\u00e4tzliche Bebauung erm\u00f6glichen; aber dies muss vertr\u00e4glich geschehen, so dass Karlsruhe weiterhin eine attraktive gr\u00fcne Stadt bleibt.<\/p>\n<p>Statt freie Gebiete zu bebauen, kann durch andere Ma\u00dfnahmen mehr Wohnraum geschaffen werden: Durch weniger Ein- oder Zweifamilienh\u00e4user und daf\u00fcr mehr Geschosswohnungsbau mit bezahlbaren Mietwohnungen k\u00f6nnen auf derselben Fl\u00e4che deutlich mehr Menschen leben. Generell sollte h\u00f6her gebaut werden, um Freifl\u00e4chen zu schonen. Auch behutsame Nachverdichtung im Bestand ist n\u00f6tig und wird bereits von der Stadtverwaltung verfolgt.<\/p>\n<p>So k\u00f6nnen noch viele Wohnungen geschaffen werden, ohne Karlsruhes Freifl\u00e4chen zuzubauen und vor allem ohne neue Siedlungen auf der &#8222;gr\u00fcnen Wiese&#8220; zu errichten.<\/p>\n<p>Zu den Fl\u00e4chen im Einzelnen:<\/p>\n<p>KA.1-W-403_S: Das Klinikum hat sich bei der derzeitigen Erweiterung auf seine eigene Fl\u00e4che beschr\u00e4nkt. Dadurch konnte die f\u00fcr m\u00f6gliche Erweiterungen vorgesehene Fl\u00e4che bewahrt werden. Sie wird derzeit f\u00fcr Kleing\u00e4rten genutzt, die f\u00fcr ihre Umgebung eine wichtige soziale und \u00f6kologische Funktion haben. Diese sollten so lange wie m\u00f6glich erhalten bleiben. Die Fl\u00e4che wird auch f\u00fcr Spazierg\u00e4nge genutzt und hat somit auch eine Bedeutung als \u00f6ffentliche Gr\u00fcnfl\u00e4che.<\/p>\n<p>Die Fl\u00e4che KA.2-W-027 &#8222;Pulverhausstra\u00dfe&#8220; erfordert eine komplexe Abw\u00e4gung: Die Bebauung dieser Fl\u00e4che w\u00fcrde zur Wirtschaftlichkeit einer Stra\u00dfenbahn durch die Pulverhausstra\u00dfe wesentlich beitragen. Andererseits ist dort eine Dauerkleingartenanlage festgeschrieben, so dass die dortigen Gartenp\u00e4chterInnen bisher darauf vertraut haben, dass ihre G\u00e4rten nicht in Frage stehen. Zus\u00e4tzlich ist das Gebiet als \u00f6kologische Oase besonders hochwertig. In der Abw\u00e4gung kommen wir zu dem Schluss, dass wir dort eine unwiderrufliche Bebauung zumindest derzeit nicht zulassen wollen.<\/p>\n<p>Die Fl\u00e4che KA.2-W-002 &#8222;R\u00fcppurr S\u00fcd I&#8220; ist stark durch die Herrenalber Stra\u00dfe und die Autobahn verl\u00e4rmt. Deshalb sollte nur der westliche Teil bebaut werden, der weiter von beiden Stra\u00dfen entfernt liegt.<\/p>\n<p>Die Fl\u00e4che KA.2-W-010 &#8222;R\u00fcppurrer Schloss&#8220; ist f\u00fcr die dortigen Gartenbesitzer sehr wichtig. Sie haben stark in ihre G\u00e4rten investiert. Wir wollen diese f\u00fcr Mensch und Natur wichtige Fl\u00e4che erhalten.<\/p>\n<p>Die Fl\u00e4che KA.2-W-078 &#8222;Schwetzinger Stra\u00dfe&#8220; ist ein Kleingartengebiet, das wir erhalten m\u00f6chten. Zudem w\u00fcrde die Stadt dort in die unbebaute Umgebung ausgedehnt, was wir aus grunds\u00e4tzlichen \u00dcberlegungen ablehnen.<\/p>\n<p>Die Fl\u00e4che KA.2-W-091 w\u00fcrde eine Ausbreitung der bebauten Fl\u00e4che in das Umland bedeuten. Das lehnen wir ab.<\/p>\n<p>Die Fl\u00e4che KA.2-W-007.a &#8222;Rehbuckel I&#8220; w\u00fcrde in einen bestehenden regionalen Gr\u00fcnzug eingreifen und dort liegen wertvolle Streuobstwiesen. Teile der Fl\u00e4che sind sogar als Landschaftsschutzgebiet vorgesehen.<\/p>\n<p>In Neureut soll ein Gr\u00fcnzug durch das Gebiet &#8222;Zentrum III&#8220; erhalten bleiben. Deshalb wollen wir im Bereich der Fl\u00e4che KA.1-W-122 und KA.1-W-069 mehr Fl\u00e4che in Gr\u00fcnzug umwandeln, als von der Verwaltung vorgesehen ist.<\/p>\n<p>Die Fl\u00e4che KA.1-W-067 &#8222;Gr\u00fcner Weg&#8220; ist ein wertvolles Biotop, das erhalten bleiben sollte. Die Fl\u00e4che liegt infolge fr\u00fcherer Nutzung extrem tief und m\u00fcsste daher massiv aufgesch\u00fcttet werden, um f\u00fcr Wohnbau \u00fcberhaupt nutzbar zu sein.<\/p>\n<p>Die Fl\u00e4che KA.2-W-070 &#8222;Alte Friedrichstra\u00dfe&#8220; ist f\u00fcr den nord-s\u00fcdlich durch Neureut f\u00fchrenden Gr\u00fcnzug wichtig. Deshalb wollen wir dort derzeit keine Bebauung zulassen.<\/p>\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n<p>Johannes Honn\u00e9,\u00a0 Dr. Ute Leidig<\/p>\n<p>zu TOP11.1 der Gemeinderatssitzung: <a href=\"https:\/\/sitzungskalender.karlsruhe.de\/db\/ratsinformation\/termin-4530#top11\">Fl\u00e4chennutzungsplan Fortschreibung Wohnbaufl\u00e4chen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0207_11.1a.pdf\"> Stellungnahme der Stadtverwaltung f\u00fcr die Gemeinderatssitzung am 07.02.2017<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag Die Fl\u00e4che KA.1-W-403_S (Kleingartenanlage \/ Erweiterung St\u00e4dt. Klinikum) wird nicht f\u00fcr Wohnungsbau ausgewiesen, sondern bleibt Erweiterungsfl\u00e4che. Die Fl\u00e4che KA.2-W-027 (Kleingartenanlage an der Pulverhausstra\u00dfe) wird nicht als Wohngebiet ausgewiesen. 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