{"id":2073,"date":"2016-08-23T00:00:00","date_gmt":"2016-08-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2016\/08\/einfuehrung-eines-bio-anteils-von-25-an-allen-staedtischen-schulen-kitas-und-horten-mit-mittagessensangebot-antrag-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2026-03-25T09:57:59","modified_gmt":"2026-03-25T08:57:59","slug":"einfuehrung-eines-bio-anteils-von-25-an-allen-staedtischen-schulen-kitas-und-horten-mit-mittagessensangebot-antrag-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2016\/08\/einfuehrung-eines-bio-anteils-von-25-an-allen-staedtischen-schulen-kitas-und-horten-mit-mittagessensangebot-antrag-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"Einf\u00fchrung eines Bio-Anteils von 25 % an allen st\u00e4dtischen Schulen, Kitas und Horten mit Mittagessensangebot"},"content":{"rendered":"<h2>Antrag<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>Die Stadt Karlsruhe setzt die von der Verwaltung erarbeitete Konzeption zur nachhaltigen Essenversorgung an allen st\u00e4dtischen Schulen, Kitas und Horten um, beginnend mit den n\u00e4chsten Vergaben.<\/li>\n<li>Die Umsetzung erfolgt kostenneutral f\u00fcr die Stadtverwaltung und die Eltern. Die geringen Mehrkosten sollen durch eine entsprechend angepasste Speisenplangestaltung auf der Grundlage der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung (DGE) ausgeglichen werden.<\/li>\n<li>Die Vergabeunterlagen enthalten die in der Verwaltungsvorlage des Gemeinderats vom 26.04.2016 empfohlenen Vorgaben f\u00fcr das Leistungsverzeichnis in Bezug auf die \u00f6kologische Erzeugung, Regionalit\u00e4t sowie weitere Kriterien.<\/li>\n<li>Die Stadtverwaltung unterst\u00fctzt die Einf\u00fchrungsphase der nachhaltigen Essensversorgung durch eine Informations- und Motivationskampagne an den Einrichtungen sowie in der \u00d6ffentlichkeit. Sie soll nach M\u00f6glichkeit durch Umschichtung von vorhandenen Mitteln der \u00d6ffentlichkeitsarbeit der Dezernate finanziert werden.<\/li>\n<li>Die Einhaltung der Kriterien der nachhaltigen Essensversorgung (Bioanteil 25 % und Orientierung an den Qualit\u00e4tskriterien der DGE) wird k\u00fcnftig in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden evaluiert.<\/li>\n<li>Die Stadt Karlsruhe wird Mitglied im kostenfreien Bio-St\u00e4dte-Netzwerk und f\u00f6rdert die Biobranche im Bereich der kommunalen M\u00f6glichkeiten anhand selbst gesetzter Ziele.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Sachverhalt\/Begr\u00fcndung<\/h2>\n<p>In der Gemeinderatssitzung vom 26.4.2016 hat die Stadtverwaltung einen Bericht zur \u201eNachhaltigen Essensversorgung bei der Stadt Karlsruhe\u201c vorgelegt, der auf der Grundlage eines Antrag der Fraktion GR\u00dcNE f\u00fcr mehr Bio-Essen erarbeitet wurde. Empfohlen wird als Einstieg ein 25 %-Anteil an Bioprodukten. Der Bericht enth\u00e4lt eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation der Essensversorgung in st\u00e4dtischen Einrichtungen, eine Analyse der M\u00f6glichkeit, die Kriterien der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung (DGE) einschlie\u00dflich eines Bioanteils von 25 % verbindlich vorzugeben, sowie konkrete Vorschl\u00e4ge zur Umsetzung. Sie betreffen vor allem die Leistungsverzeichnisse bei den Ausschreibungen. In der Gemeinderatssitzung vom 26.4.2016 wurde die Vorlage positiv aufgenommen und der hohe Stellenwert einer gesunden und nachhalti-gen Verpflegung in \u00f6ffentlichen Einrichtungen betont. Allerdings gab es dazu keinen Beschlussvorschlag seitens der Stadtverwaltung und somit auch keinen Gemeinderatsbeschluss.<\/p>\n<p>Wir GR\u00dcNE halten die Empfehlung, mit einem Anteil von 25 % biologisch erzeugter Essensbestandteile zu beginnen, f\u00fcr sinnvoll und praktikabel und beantragen, dass mit deren Umsetzung in allen st\u00e4dtischen Schulen, Kitas und Horten ab der n\u00e4chsten Vergabe der jeweiligen Schulverpflegung begonnen wird.<\/p>\n<p>Erkenntnisse aus vielen anderen St\u00e4dten zeigen, dass die Einf\u00fchrung eines Bioanteils an der Essenversorgung in Kitas und Schulen kostenneutral erfolgen kann. Im Bericht der Stadtverwaltung wird von maximal 20 Cent mehr pro Essen ausgegangen. Es ist allerdings m\u00f6glich, durch eine geschickte Speise- und Men\u00fcplanung Mehrkosten zu vermeiden. Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass konsequent regionale und saisonale Produkte verwendet und tierische Produkte wie Fleisch ma\u00dfvoll eingesetzt werden. Dies entspricht auch den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung. Ein Aufschlag auf die k\u00fcrzlich vom Gemeinderat gegen die Stimmen der GR\u00dcNEN beschlossene Preiserh\u00f6hung beim Schulessen kommt f\u00fcr uns GR\u00dcNE nicht infrage. Ganz abgesehen davon, dass dadurch die Belastung der Eltern weiter ansteigen w\u00fcrde, w\u00e4re eine weitere Preiserh\u00f6hung kontraproduktiv f\u00fcr eine breite Akzeptanz. Sinnvoll w\u00e4re allerdings eine Motivationskampagne f\u00fcr Bio-Essen, die ohnehin f\u00fcr die ganze Stadtgesellschaft wertvolle und wichtige Impulse liefern k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Bundesweite Studien belegen seit l\u00e4ngerer Zeit, dass die Ern\u00e4hrung von Kindern in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen und in den Familien nicht den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung im Bereich Kinderern\u00e4hrung entspricht. Viele Kinder essen zu s\u00fc\u00df, zu fett und zu wenig Obst, Ge-m\u00fcse und Salate. Da gleichzeitig die sportlichen Aktivit\u00e4ten der Kinder immer geringer werden, f\u00fchrt die Kombination beider Faktoren zu hohen gesundheitlichen Risiken, nicht nur f\u00fcr das einzelne Kind, sondern letztlich f\u00fcr die ganze Gesellschaft. Insbesondere in den Kitas und Grundschulen besteht die Chance der Kommune, Einfluss auf die Ern\u00e4hrungsbildung und die Ern\u00e4hrungsgewohnheiten der Kinder zu nehmen. Gleichzeitig k\u00f6nnen damit die Ziele unserer kommunalen Entwicklungsschwerpunkte \u201eGesunde Stadt\u201c, \u201eSoziale Stadt\u201c und \u201eGr\u00fcne Stadt\u201c verfolgt werden.<\/p>\n<p>Um die Qualit\u00e4t und Akzeptanz des Schul- und Kitaessens dauerhaft zu sichern und bedarfsgerecht zu optimieren, sollen die Qualit\u00e4tsstandards in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden evaluiert werden. Dabei werden auch Sch\u00fclerInnenbewertungen und R\u00fcckmeldungen von Eltern ber\u00fccksichtigt. Die Stadt Karlsruhe pflegt bereits gute Kontakte zum Bio-St\u00e4dte-Netzwerk und ist mit einem Beitrag auf dessen Homepage vertreten. Sie bewertet das Netzwerk als sehr hilfreich, um Informationen sowie Erfahrungsberichte zu erhalten und sich dar\u00fcber auszutauschen. Bislang ist sie allerdings noch nicht offizielles Mitglied im Bio-St\u00e4dte-Netz geworden, denn die \u2013 nicht mit Kosten verbundene \u2013 Mitgliedschaft setzt einen Gemeinderatsbeschluss voraus. Mit der Einf\u00fchrung eines Bioanteils bei der Au\u00dfer-Haus-Verpflegung in \u00f6ffentlichen Einrichtungen soll die Stadt Karlsruhe dem Bio-St\u00e4dte-Netzwerk offiziell beitreten. Wesentliche Ziele des Bio-St\u00e4dte-Netzwerks, zu dem St\u00e4dte wie N\u00fcrnberg, Darmstadt, Heidelberg und Bremen geh\u00f6ren, sind u. a. die kommunale F\u00f6rderung des Biolandbaus und die F\u00f6rderung von Bio-Lebensmitteln in \u00f6ffentlichen Einrichtungen, insbesondere bei der Essensversorgung von Kindern und Jugendlichen.<\/p>\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n<p>Dr. Ute Leidig, Johannes Honn\u00e9, Renate Rast\u00e4tter, Zoe Mayer<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/1025_9.pdf\"> Stellungnahme der Stadtverwaltung f\u00fcr die Gemeinderatssitzung am 25.10.2016<\/a><\/p>\n\n\n<p><strong><em>Aus der Gemeinderatssitzung am 25.10.2016:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ergebnis der Beratung zu unserem Antrag wurde in der Stellungnahme der Stadt bef\u00fcrwortet! Sie ist kostenneutral umsetzbar und soll in die n\u00e4chsten Ausschreibungen f\u00fcr die st\u00e4dtischen Schul- und Kita-Essen einflie\u00dfen. Wir freuen uns, dass damit regionale und nachhaltig erzeugte Lebensmittel deutlich mehr nachgefragt werden: Das n\u00fctzt den ErzeugerInnen und \u2013 wir sind \u00fcberzeugt: schmeckt den Kindern.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag Die Stadt Karlsruhe setzt die von der Verwaltung erarbeitete Konzeption zur nachhaltigen Essenversorgung an allen st\u00e4dtischen Schulen, Kitas und Horten um, beginnend mit den n\u00e4chsten Vergaben. 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