{"id":2054,"date":"2016-03-23T00:00:00","date_gmt":"2016-03-22T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2016\/03\/gemeinwohl-gemeinde-karlsruhe-antrag-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2020-08-18T10:34:37","modified_gmt":"2020-08-18T08:34:37","slug":"gemeinwohl-gemeinde-karlsruhe-antrag-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2016\/03\/gemeinwohl-gemeinde-karlsruhe-antrag-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"Gemeinwohl-Gemeinde Karlsruhe"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Antrag<\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>Die Stadtverwaltung w\u00e4hlt eine geeignete stadteigene Gesellschaft aus und weist diese an, j\u00e4hrlich eine Gemeinwohlbilanz aufzustellen.<\/li><li>Die Stadtverwaltung pr\u00fcft Aufwand und Nutzen einer Entwicklung zur Gemeinwohl-Gemeinde. Insbesondere pr\u00fcft sie die Aufstellung von Gemeinwohlbilanzen durch alle Gesellschaften mit st\u00e4dtischer Beteiligung.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sachverhalt\/Begr\u00fcndung<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Ziel von st\u00e4dtischen Gesellschaften, sowie von Politik im Allgemeinen, sollte die Mehrung des Gemeinwohles \u2013 des Wohles aller Mitglieder einer Gemeinschaft (Duden) \u2013 sein. Mit diesem Antrag will die GR\u00dcNE Gemeinderatsfraktion dieses Ziel f\u00f6rdern. Das Gemeinwohl wird unseres Erachtens vor allem durch drei Faktoren gew\u00e4hrleistet: soziale Gerechtigkeit, \u00f6kologische Nachhaltigkeit und demokratische Strukturen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinwohlbilanzen dienen der Nachvollziehbarkeit der Auswirkungen des Handelns von wirtschaftlichen Akteuren auf das Gemeinwohl. Die Stadt nimmt einerseits durch ihre Gesellschaften und andererseits durch die Verwaltungst\u00e4tigkeit, z. B. im Rahmen von Finanzierung oder Beschaffung, eine Rolle als wirtschaftlicher Akteur ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Aspekte, welche die Gemeinwohlbilanz bewertet, sind: \u00f6kologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit, Mitbestimmung und Transparenz, Solidarit\u00e4t und Menschenw\u00fcrde. Diese Punkte sowie die untergeordneten Indikatoren wurden vom \u201eVerein zur F\u00f6rderung der Gemeinwohl-\u00d6konomie\u201c festgelegt und haben sich bislang bei 250 Unternehmen, die ihre Bilanzen freiwillig ver\u00f6ffentlichen, bew\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n<p>In seinem Gemeinwohlbericht zeigt der Betrieb die Anstrengungen und Ver\u00e4nderungen in Bezug auf diese Aspekte auf. Mit einem Punktesystem wird darauf basierend der Zielerreichungsgrad in den einzelnen Feldern bewertet. Aus der Summe ergibt sich die Gemeinwohlbilanz.<\/p>\n\n\n\n<p>Die*der Gemeinwohlberater*in, eine externe Kraft, die den Betrieb und weitere Betriebe auditiert, also bewertet, gibt dar\u00fcber hinaus Anregungen, mit welchen Ma\u00dfnahmen sich andere Betriebe verbessern konnten, und wo dar\u00fcber hinaus Verbesserungspotenzial besteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade Aufsichtsr\u00e4t*innen profitieren von der zus\u00e4tzlichen Transparenz einer Gemeinwohlbilanz. Durch die Auditierung haben sie die M\u00f6glichkeit, die Aktivit\u00e4ten ihres Betriebes einzuordnen und zu beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinwohlgemeinden gibt es bisher f\u00fcnf \u2013 vier davon in S\u00fcdtirol, eine in Spanien. Um Gemeinwohlgemeinde zu werden, muss eine Kommune entweder f\u00fcr alle st\u00e4dtischen Gesellschaften und den Kernhaushalt eine Bilanz erstellen, alle ans\u00e4ssigen Unternehmen zu einer Pioniergruppe einladen, einen kommunalen Gemeinwohl-Index \u00fcber die \u00f6rtliche Lebensqualit\u00e4t f\u00f6rdern, einen kommunalen Wirtschaftskonvent zum Thema einberufen oder sich mit anderen Kommunen zu einer Gemeinwohlregion zusammenschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>N\u00e4here Informationen zum Projekt \u201e<a href=\"https:\/\/web.ecogood.org\/de\/unsere-arbeit\/gemeinwohl-bilanz\/gemeinden\/\">Gemeinwohl-Gemeinde werden<\/a>\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch ein Engagement im Bereich Gemeinwohl\u00f6konomie l\u00e4sst sich aus GR\u00dcNER Sicht nicht nur das Gemeinwohl im Allgemeinen f\u00f6rdern. Als erste deutsche und eine der ersten Gemeinwohl-Gemeinden weltweit, k\u00f6nnte Karlsruhe sein Engagement als soziale und \u00f6kologische Kommune st\u00e4rker nach au\u00dfen tragen. Dadurch w\u00fcrde Karlsruhe als Standort f\u00fcr Privatpersonen und Unternehmen mit gleichen Zielen besonders interessant.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Unterzeichnet von:<\/p>\n\n\n\n<p>Bettina Lisbach&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Joschua Konrad&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dr. Ute Leidig&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zoe Mayer<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0531_7.pdf\"> Stellungnahme der Stadtverwaltung f\u00fcr die Gemeinderatssitzung am 31.05.2016<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Aus der Gemeinderatssitzung am 31.05.2016:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Bis zum Herbst wird nun dem Gemeinderat dargestellt, in welchem Ma\u00df die Stadt Karlsruhe diese Kriterien bereits erf\u00fcllt. Auf dieser Basis soll entschieden werden, wie die Stadtverwaltung weiter vorgeht.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag Die Stadtverwaltung w\u00e4hlt eine geeignete stadteigene Gesellschaft aus und weist diese an, j\u00e4hrlich eine Gemeinwohlbilanz aufzustellen. Die Stadtverwaltung pr\u00fcft Aufwand und Nutzen einer Entwicklung zur Gemeinwohl-Gemeinde. 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