{"id":2052,"date":"2016-03-30T00:00:00","date_gmt":"2016-03-29T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2016\/03\/vegane-verpflegungsangebote-in-oeffentlichen-einrichtungen-in-karlsruhe-antrag-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2026-03-25T09:58:39","modified_gmt":"2026-03-25T08:58:39","slug":"vegane-verpflegungsangebote-in-oeffentlichen-einrichtungen-in-karlsruhe-antrag-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2016\/03\/vegane-verpflegungsangebote-in-oeffentlichen-einrichtungen-in-karlsruhe-antrag-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"Vegane Verpflegungsangebote in \u00f6ffentlichen Einrichtungen in Karlsruhe"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Antrag<\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>Die Stadtverwaltung f\u00fchrt auf, in welchen \u00f6ffentlichen Einrichtungen bereits regelm\u00e4\u00dfig vegane Essensangebote bestehen.<\/li><li>Die Verwaltung pr\u00fcft, welche weiteren M\u00f6glichkeiten es gibt, in \u00f6ffentlichen Einrichtungen und im Rahmen der st\u00e4dtischen Gesundheitspr\u00e4vention vegane Essensangebote in Karlsruhe als Teil der Ern\u00e4hrungsvielfalt zu f\u00f6rdern.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sachverhalt\/Begr\u00fcndung<\/h2>\n\n\n\n<p>Seit einigen Jahren nimmt der gesellschaftliche Trend zu gesunden und umweltbewussten Ern\u00e4hrungsformen sehr stark zu. Im Jahr 2015 gab es bereits 7,8 Millionen VegetarierInnen und rund 900.000 VeganerInnen (Quelle: VEBU Januar 2015) in Deutschland, Tendenz steigend. Insgesamt ist zu beobachten, dass immer mehr Menschen ihre pflanzlichen und tierproduktfreien Ern\u00e4hrungsanteile erh\u00f6hen und tierische Produkte reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem ethische Motivationen sind f\u00fcr viele Menschen entscheidend, wie die Ablehnung des T\u00f6tens und der Ausbeutung der Tiere sowie die Kritik an der industriellen Massentierhaltung. Derzeit stammen noch immer knapp 98 % der Fleischerzeugnisse und ebenso der Gro\u00dfteil anderer tierischer Produkte aus Intensiv- und Massentierhaltung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso gewinnt der Gesundheitsaspekt zunehmend an Bedeutung. Nicht nur hohe Antibiotika- und Hormondosen sind hierbei relevant. Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung empfiehlt maximal 300 bis 500 Gramm Fleisch und Fleischprodukte pro Woche zur Reduzierung der Risiken von Volkskrankheiten wie Bluthochdruck, Krebs oder Herz-Kreislauferkrankungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Sorge um die globale Ern\u00e4hrungssicherung sowie Klimaschutzgr\u00fcnde sind oft ausschlaggebend f\u00fcr eine pflanzliche Ern\u00e4hrung. So werden aufgrund des enormen Futtermittelbedarfs f\u00fcr unsere Tiere rund 50 % der weltweiten Getreideproduktion und 90 % der Sojaernte als Futtermittel eingesetzt und f\u00fchren zu Nahrungsmittelengp\u00e4ssen in vielen L\u00e4ndern. Dazu kommen die hohen Treibhausemissionen und der gigantische Wasserverbrauch durch die Fleischproduktion.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend vegetarische Angebote nahezu fl\u00e4chendeckend zur Auswahl stehen, ist die wachsende Nachfrage nach veganen Verpflegungsangeboten in vielen Kantinen noch nicht gedeckt. Besonders f\u00fcr junge Menschen, die sich \u00fcberproportional h\u00e4ufig f\u00fcr eine vegane Lebensweise entscheiden oder entscheiden wollen, stellt das unzureichende Angebot in Schulkantinen eine gro\u00dfe Herausforderung dar. Dabei gibt es erste positive Beispiele: So bietet das Studentenwerk Karlsruhe seit dem laufenden Wintersemester jeden Tag mindestens ein veganes Gericht an.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch Weiterbildungsma\u00dfnahmen sowie Vereinbarungen mit Caterern ist es m\u00f6glich, gesunde und vollwertige, vegane Gerichte anzubieten. Den VerbraucherInnen w\u00fcrden bessere Informationen \u00fcber Inhaltsstoffe und eine deutliche Kennzeichnung tierischer Zutaten im Essen bei der bewussten Auswahl veganer Nahrungsmittel helfen, die auch in Hinblick auf Allergene und Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten zu begr\u00fc\u00dfen ist. Auch im nicht-\u00f6ffentlich verwalteten Gastronomiebereich ist dieses Thema wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p>In Karlsruhe gibt es bereits gastronomische Betriebe, die vollwertige vegane Gerichte anbieten. Die Stadt Karlsruhe k\u00f6nnte deshalb im Rahmen ihrer Gesundheits- und Klimaschutzziele die vegane Ern\u00e4hrungsweise bei der Vielfalt der gesunden und nachhaltigen Ern\u00e4hrungsformen ber\u00fccksichtigen, wie dies <a href=\"http:\/\/www.karlsruhe-macht-klima.de\/klimawette\/wettaktionen\/ernaehrung.de\">bereits beispielhaft erfolgt ist<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n\n\n\n<p>Bettina Lisbach&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zoe Mayer&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Renate Rast\u00e4tter&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Michael Borner&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Joschua Konrad<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0531_8.pdf\">Stellungnahme der Stadtverwaltung f\u00fcr die Gemeinderatssitzung am 31.05.2016<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Aus der Gemeinderatssitzung am 31.05.2016:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Unser\u00a0Antrag\u00a0f\u00fchrte zu einer lebhaften Debatte: Viele GemeinderatskollegInnen halten das Thema f\u00fcr nebens\u00e4chlich und f\u00fcr \u201eBevormundung\u201c &#8211; w\u00e4hrend die Stadtverwaltung in ihrer Antwort dargestellt hat, dass bei den st\u00e4dtischen Ern\u00e4hrungsangeboten mittlerweile vegetarische und auch vegane Angebote sehr weit verbreitet sind.<\/em> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag Die Stadtverwaltung f\u00fchrt auf, in welchen \u00f6ffentlichen Einrichtungen bereits regelm\u00e4\u00dfig vegane Essensangebote bestehen. 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