{"id":2051,"date":"2016-03-22T00:00:00","date_gmt":"2016-03-21T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2016\/03\/tierschutz-und-sozialpolitische-umgestaltung-der-karlsruher-hundesteuer-antrag-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2020-08-18T12:09:54","modified_gmt":"2020-08-18T10:09:54","slug":"tierschutz-und-sozialpolitische-umgestaltung-der-karlsruher-hundesteuer-antrag-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2016\/03\/tierschutz-und-sozialpolitische-umgestaltung-der-karlsruher-hundesteuer-antrag-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"Tierschutz- und sozialpolitische Umgestaltung der Karlsruher Hundesteuer"},"content":{"rendered":"<h2>Antrag<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li> Die Stadtverwaltung Karlsruhe unterbreitet dem Karlsruher Gemeinderat einen Vorschlag, wie die Karlsruher Hundesteuersatzung unter tierschutz- und sozialpolitischen Aspekten neu ausgerichtet wird. <\/li>\n<li> Dabei k\u00f6nnten tierschutz- und sozialpolitische Aspekte wie\n<ul>\n<li> Vorlage eines Sachkundenachweises oder <\/li>\n<li> die Aufnahme eines Hundes aus einem Karlsruher Tierheimes bzw. <\/li>\n<li> Erm\u00e4\u00dfigungen f\u00fcr Inhaber*innen des Karlsruher Passes Eingang in eine neue Hundesteuersatzung finden. <\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li> Die Neuausrichtung der Karlsruher Hundesteuer unter tierschutz- und sozialpolitischen Aspekten sollte unter Beibehaltung des bisherigen finanziellen Aufkommens der Hundesteuer realisiert werden. <\/li>\n<\/ol>\n<h2> Sachverhalt\/Begr\u00fcndung <\/h2>\n<p> Die in Karlsruhe erhobene Hundesteuer ist nicht nach der finanziellen Leistungsf\u00e4higkeit der Hundehalter*innen gestaffelt. Damit trifft sie finanziell benachteiligte Bev\u00f6lkerungsschichten besonders hart. Ein wohlhabender Mensch zahlt genauso viel Steuern wie z. B. eine von Minimalrente lebende Seniorin. So wird die Haltung von Hunden f\u00fcr Menschen mit geringen Einkommen zumindest erschwert. <\/p>\n<p> Auch ist unbestritten, dass die Hundehaltung positive soziale und gesundheitliche Aspekte aufweist, die gerade f\u00fcr Menschen mit geringen Einkommen wichtig sind. Der Hund ist nicht nur in der F\u00fcrsorge des Halters, sondern ein empfindsames Mitgesch\u00f6pf, das viel Freude und auch Trost geben kann. <\/p>\n<p> Von einem Sachkundenachweis versprechen wir uns, dass Hundehalter*innen die Kenntnisse und F\u00e4higkeiten erwerben, die notwendig sind, dass von ihren Hunden keine Gefahr f\u00fcr Menschen oder Tiere ausgeht. Der Hund ist seit vielen Tausend Jahren der beste Freund und Begleiter des Menschen \u2013 und gleichzeitig ein Tier mit eigenen Bed\u00fcrfnissen und Verhaltensweisen, das der F\u00fcrsorge und des Verst\u00e4ndnisses durch eine\/n verantwortungsvolle\/n Halter*in bedarf. Dem Umgang mit einem Hund muss eine einfache, pr\u00e4zise, verst\u00e4ndliche Sprache mit konsequenten Regeln und ein Umgang ohne verwirrende oder widerspr\u00fcchliche Kommunikation zu Grunde liegen. Dies ist allerdings nicht bei allen Hundehalter*innen der Fall. <\/p>\n<p> Mit einer Hundesteuererm\u00e4\u00dfigung f\u00fcr Hunde aus einem Tierheim w\u00fcrde die Stadt Karlsruhe denjenigen Tierhalter*innen eine kleine finanzielle Anerkennung gew\u00e4hren, die sich f\u00fcr einen solchen Vierbeiner entscheiden. Mit unserem Vorschlag erhoffen wir uns, dass sich durchschnittlich deutlich mehr als 100 B\u00fcrger*innen j\u00e4hrlich f\u00fcr einen Hund aus dem Tierheim entscheiden. <\/p>\n<p> Die Mindereinnahmen k\u00f6nnten etwa durch einen h\u00f6heren Betrag ab dem zweiten Hund ausgeglichen werden. <\/p>\n<p> Die GR\u00dcNE Gemeinderatsfraktion beantragt daher eine moderne Hundesteuersatzung, die f\u00fcr Hunde, Hundehalter*innen und die \u00fcbrige Gesellschaft deutliche Verbesserungen erzielt, weil sie tierschutz- und sozialpolitische Aspekte ber\u00fccksichtigt. <\/p>\n<p> Unterzeichnet von: <\/p>\n<p> Bettina Lisbach, Johannes Honn\u00e9, Michael Borner, Zoe Mayer, Renate Rast\u00e4tter <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0426_30.pdf\"> Stellungnahme der Stadtverwaltung f\u00fcr die Gemeinderatssitzung am 26.04.2016<\/a><\/p>\n<p><\/p>\n\n\n<p><em>Aus der Gemeinderatssitzung am 26.04.2016:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wir erfuhren, dass die Hundesteuer f\u00fcr Menschen mit Hartz IV und SGB XII-Bezug bereits schon jetzt auf Antrag verringert werden kann. Die Stadtverwaltung weigerte sich aber explizit, dies auch so in die Hundesteuersatzung zu schreiben. Einer tierschutzpolitischen Komponente \u2013 dass eine solche Reduzierung an einen \u201eHundef\u00fchrerschein\u201c oder die Anschaffung eines Hundes aus einem Karlsruher Tierheim gebunden w\u00fcrde \u2013 wollte sich die Gemeinderatsmehrheit leider nicht anschlie\u00dfen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag Die Stadtverwaltung Karlsruhe unterbreitet dem Karlsruher Gemeinderat einen Vorschlag, wie die Karlsruher Hundesteuersatzung unter tierschutz- und sozialpolitischen Aspekten neu ausgerichtet wird. 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