{"id":1995,"date":"2014-11-14T00:00:00","date_gmt":"2014-11-13T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2014\/11\/countdown-ampeln-fuer-fussgaengerinnen-in-karlsruhe-antrag-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2020-08-31T16:20:47","modified_gmt":"2020-08-31T14:20:47","slug":"countdown-ampeln-fuer-fussgaengerinnen-in-karlsruhe-antrag-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2014\/11\/countdown-ampeln-fuer-fussgaengerinnen-in-karlsruhe-antrag-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"Countdown-Ampeln f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4ngerInnen in Karlsruhe"},"content":{"rendered":"<h2>Antrag<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>Die Stadtverwaltung erarbeitet einen Vorschlag, an welchen Fu\u00dfg\u00e4nger\u00fcberquerungen im Rahmen eines Pilotprojektes Countdown-Ampeln aufgestellt werden k\u00f6nnten.<\/li>\n<li>Dabei werden Vor- und Nachteile verschiedener Typen von Countdown-Ampeln und von Ampeln mit einem Blinksignal am Ende der Gr\u00fcnphase beschrieben. Die Belange von Menschen mit Behinderungen flie\u00dfen in die Bewertung mit ein.<\/li>\n<li>Es werden Kosten f\u00fcr Installation und Betrieb der verschiedenen Typen von Countdown-Ampeln dargestellt.<\/li>\n<li>Der Planungsausschuss ber\u00e4t \u00fcber die Ergebnisse.<\/li>\n<li>Als Sofortma\u00dfnahme werden dar\u00fcber hinaus die R\u00e4umgeschwindigkeiten an verschiedenen repr\u00e4sentativen Fu\u00dfg\u00e4nger\u00fcberwegen \u00fcberpr\u00fcft und \u00fcber die Ergebnisse ebenfalls im Planungsausschuss berichtet.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Sachverhalt\/Begr\u00fcndung<\/h2>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sollte die Rotzeit f\u00fcr den Fu\u00dfverkehr m\u00f6glichst gering sein. Wo aber l\u00e4ngere Rotzeiten nicht zu vermeiden sind, k\u00f6nnen Countdown-Ampeln dazu beitragen, dass m\u00f6glichst wenige Fu\u00dfg\u00e4ngerInnen bei Rot \u00fcberqueren.<\/p>\n<p>Countdown-Ampeln k\u00f6nnen sowohl die verbleibende Gr\u00fcn- als auch die verbleibende Rotzeit mit Zeitz\u00e4hlern sekundengenau angeben. In Teilen Nordamerikas, D\u00e4nemark und anderen L\u00e4ndern sind sie f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4ngerInnen bereits Standard. Auch einzelne deutsche St\u00e4dte wie Hamburg und Bochum haben bereits erste Erfahrungen mit Countdown-Ampeln gemacht.<\/p>\n<p>M\u00f6glich sind sie dort, wo die restliche Rot- bzw. Gr\u00fcnzeit von Anfang an feststeht, also nicht z.B. durch Anforderung einer Stra\u00dfenbahn ver\u00e4ndert wird. Als Alternative oder erg\u00e4nzend zu Countdown-Ampeln kann auch ein Blinken am Ende der Gr\u00fcnzeit realisiert werden. Solche Fu\u00dfg\u00e4ngerampeln werden aktuell in Berlin mit Sondergenehmigung getestet.<\/p>\n<p>Die Darstellung der verbleibenden Gr\u00fcnzeit oder das \u201eGr\u00fcnblinken\u201c erm\u00f6glicht es Personen, je nach pers\u00f6nlicher Mobilit\u00e4t und Schnelligkeit zu entscheiden, ob ein \u00dcberqueren der Furt noch problemlos m\u00f6glich ist oder nicht. Gerade f\u00fcr mobilit\u00e4ts-eingeschr\u00e4nkte Personen kann das von Bedeutung sein.<\/p>\n<p>Die Anzeige der verbleibenden Rotzeit kann einerseits dazu beitragen, die Akzeptanz der Wartenden zu erh\u00f6hen. Andererseits kann eine zu lange Rotzeit auch kontraproduktiv sein und zum fr\u00fchzeitigen \u00dcberqueren bei Rot provozieren.<\/p>\n<p>Die Bundesanstalt f\u00fcr Stra\u00dfenwesen (BAST) hat 2012 eine <a href=\"https:\/\/www.bast.de\/BASt_2017\/DE\/Publikationen\/Foko\/2013-2012\/2013-01.html\"> Studie zur Verbesserung der Bedingungen f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger an Lichtsignalanlagen <\/a>erarbeitet ). Demzufolge zeigen empirische Messungen keine signifikanten \u00c4nderungen des Verhaltens der Fu\u00dfg\u00e4ngerInnen. Aus Hamburg und Bochum wird dagegen berichtet, dass deutlich weniger Fu\u00dfg\u00e4ngerInnen bei Rot \u00fcberquerten, wenn die verbleibende Rotzeit angezeigt wird.<\/p>\n<p>Die GR\u00dcNE Fraktion sieht im Einsatz von Countdown-Ampeln eine M\u00f6glichkeit, den Komfort f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4ngerInnen in Karlsruhe zu steigern und regt die Durchf\u00fchrung eines Pilotprojektes an. Damit k\u00f6nnten zun\u00e4chst eigene Erfahrungen gesammelt und dann \u00fcber das weitere Vorgehen entschieden werden.<\/p>\n<p>Da die o. g. BAST-Studie aufgezeigt hat, dass mehr als 70 % der Fu\u00dfg\u00e4ngerInnen langsamer gehen als nach den g\u00fcltigen Richtlinien f\u00fcr Signalanlagen vorgesehen, sollte auch in Karlsruhe eine \u00dcberpr\u00fcfung der R\u00e4umgeschwindigkeiten und ggf. Verl\u00e4ngerung der Gr\u00fcnzeiten erfolgen.<\/p>\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n<p>Bettina Lisbach\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Johannes Honn\u00e9\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Daniela Reiff\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Alexander Geiger\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Michael Borner<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0203_18.pdf\"> Stellungnahme der Stadtverwaltung f\u00fcr die Gemeinderatssitzung am 03.02.2015<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag Die Stadtverwaltung erarbeitet einen Vorschlag, an welchen Fu\u00dfg\u00e4nger\u00fcberquerungen im Rahmen eines Pilotprojektes Countdown-Ampeln aufgestellt werden k\u00f6nnten. 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