{"id":1976,"date":"2014-01-28T00:00:00","date_gmt":"2014-01-27T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2014\/01\/frauen-nach-vorn-antrag-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2024-08-02T11:35:08","modified_gmt":"2024-08-02T09:35:08","slug":"frauen-nach-vorn-antrag-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2014\/01\/frauen-nach-vorn-antrag-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"Frauen nach vorn&#8230;"},"content":{"rendered":"<h2>Antrag<\/h2>\n<p>Die Stadt Karlsruhe setzt sich mit allen ihr zur Verf\u00fcgung stehenden M\u00f6glichkeiten daf\u00fcr ein, dass der Frauenanteil in der F\u00fchrungsebene der st\u00e4dtischen Tochtergesellschaften deutlich zunimmt. Um dieses Ziel zu erreichen, werden folgende Ma\u00dfnahmen umgesetzt:<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li> Mit den Gesellschaften St\u00e4dtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH, Stadtwerke Karlsruhe GmbH und Volkswohnung GmbH wird jeweils ein Unternehmens-spezifisches Konzept erarbeitet, wie sich die Zahl an Frauen in der Leitungsebene dieser Unternehmen in Zukunft deutlich erh\u00f6hen l\u00e4sst.<\/li>\n<li> Die Stadtverwaltung entwickelt mit den Unternehmen, an denen die Stadt Mehrheitseignerin ist, ein Unternehmens-\u00fcbergreifendes F\u00f6rderprogramm f\u00fcr weiblichen F\u00fchrungskr\u00e4ftenachwuchs. Mittels Trainee- und Mentoring-Programmen sollen junge Frauen, aber auch Frauen nach einer Familienpause, gezielt f\u00fcr eine Karriere innerhalb der st\u00e4dtischen Tochterunternehmen gewonnen und auf F\u00fchrungspositionen vorbereitet werden.<\/li>\n<li> Im j\u00e4hrlich erscheinenden st\u00e4dtischen Beteiligungsbericht wird \u00fcber den Fortschritt der Frauenf\u00f6rderung in den einzelnen st\u00e4dtischen Tochtergesellschaften berichtet.<\/li>\n<\/ol>\n<h2> Sachverhalt\/Begr\u00fcndung<\/h2>\n<p>Im Oktober 2013 hat die GR\u00dcNE Fraktion sich in einer <a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2013\/09\/mehr-frauenpower-in-staedtischen-tochtergesellschaften-anfrage-sachverhalt-begruendung\/\">Anfrage<\/a> \u00fcber den Anteil an Frauen in Spitzenpositionen sowie \u00fcber die Frauenf\u00f6rderung in den st\u00e4dtischen Beteiligungsgesellschaften informiert (Vorlage 2013\/0120). In der Antwort der Verwaltung best\u00e4tigt sich, dass Frauen in der F\u00fchrungsebene in nahezu allen st\u00e4dtischen Tochtergesellschaften nach wie vor deutlich unterrepr\u00e4sentiert sind. Untersuchungen zeigen jedoch, dass Firmen, die sowohl Frauen als auch M\u00e4nner im oberen Management besch\u00e4ftigen, sowohl von Seiten des Unternehmensklimas, aber auch wirtschaftlich von der gemischten F\u00fchrungsebene profitieren k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus geht f\u00fcr ein Unternehmen wichtiges \u201eknow-how\u201c verloren, wenn Frauen nach einer Familienpause nicht die R\u00fcckkehr an eine verantwortliche Position erleichtert wird. Die Stadt Karlsruhe sollte sich daher mit allen Kr\u00e4ften noch mehr daf\u00fcr einsetzen, dass Frauen in st\u00e4dtischen Tochterunternehmen die \u201egl\u00e4serne Decke\u201c durchbrechen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Besonders auffallend ist bei der Antwort auf unsere Anfrage die Situation beim St\u00e4dtischen Klinikum Karlsruhe, einem Unternehmen mit einem besonders hohen Anteil an Mitarbeiterinnen. Obwohl das St\u00e4dtische Klinikum das einzige st\u00e4dtische Unternehmen ist, in dem ein umfangreicher Frauenf\u00f6rderplan existiert, sind hier Frauen in der Leitungsebene deutlich unterrepr\u00e4sentiert.<br \/>\nNicht besser zeigt sich die Situation bei den Stadtwerken Karlsruhe oder der Volkswohnung. In diesen beiden gro\u00dfen st\u00e4dtischen Tochterunternehmen findet sich weder eine Frau in der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung noch in der zweiten F\u00fchrungsebene.<\/p>\n<p>Wir sehen daher Handlungsbedarf. Neben Unternehmens-spezifischen Einzelma\u00dfnahmen bedarf es auch eines Unternehmens-\u00fcbergreifenden F\u00f6rderprogramms f\u00fcr weiblichen F\u00fchrungskr\u00e4ftenachwuchs, um Frauen den Aufstieg auf der Karriereleiter zu erleichtern. Zum einen ist es notwendig, Frauen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch in F\u00fchrungspositionen zu erm\u00f6glichen, z.B. durch flexible Arbeitszeitmodelle und optimale M\u00f6glichkeiten der Kinderbetreuung. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen systematisch die Aufstiegskompetenzen von Frauen gef\u00f6rdert werden, beispielsweise durch gezielte Trainee-Programme, durch die individuelle F\u00f6rderung durch die Vorgesetzte oder den Vorgesetzten oder durch die Unterst\u00fctzung einer pers\u00f6nlichen Mentorin oder eines Mentors. <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20130811015729\/http:\/\/www1.uni-hamburg.de\/aufstieg\/\">Aktuelle Studien<\/a> belegen, dass die Zuweisung von anspruchsvollen Arbeitsaufgaben, die M\u00f6glichkeit, eigene Erfolge zu pr\u00e4sentieren, sowie eine \u201eaufstiegsf\u00f6rderliche F\u00fchrung\u201c wesentliche Voraussetzungen f\u00fcr die berufliche Weiterentwicklung von Frauen sind.<\/p>\n<p>Im st\u00e4dtischen Beteiligungsbericht sollte j\u00e4hrlich \u00fcber die Ma\u00dfnahmen der Frauenf\u00f6rderung in den st\u00e4dtischen Gesellschaften und m\u00f6gliche Erfolge berichtet werden.<\/p>\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n<p>Bettina Lisbach&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dr. Christofer Leschinger&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dr. Ute Leidig&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Alexander Geiger&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Tanja Kluth<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0318_20.pdf\"> Stellungnahme der Stadtverwaltung f\u00fcr die Gemeinderatssitzung am 18.03.2014<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag Die Stadt Karlsruhe setzt sich mit allen ihr zur Verf\u00fcgung stehenden M\u00f6glichkeiten daf\u00fcr ein, dass der Frauenanteil in der F\u00fchrungsebene der st\u00e4dtischen Tochtergesellschaften deutlich zunimmt. 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