{"id":1975,"date":"2014-01-03T00:00:00","date_gmt":"2014-01-02T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/web6.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2014\/01\/studentischen-wohnraum-schaffen-antrag-sachverhalt-begruendung\/"},"modified":"2020-08-31T16:52:38","modified_gmt":"2020-08-31T14:52:38","slug":"studentischen-wohnraum-schaffen-antrag-sachverhalt-begruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/2014\/01\/studentischen-wohnraum-schaffen-antrag-sachverhalt-begruendung\/","title":{"rendered":"Studentischen Wohnraum schaffen"},"content":{"rendered":"<h2>Antrag<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li> Die Stadt pr\u00fcft, welche Grundst\u00fccke sie dem Studentenwerk Karlsruhe auf Basis von Erbpacht anbieten kann, um darauf Studentenwohnheime zu bauen. Dabei werden Aspekte wie Campus- und Innenstadtn\u00e4he ber\u00fccksichtigt.<\/li>\n<li> Die Erbpacht zugunsten des Baus von Studentenwohnheimen wird zu verg\u00fcnstigten Bedingungen angeboten, so dass bei einer Umlegung auf die Bewohnerinnen und Bewohner eine Belastung durch Erbpacht von unter 10 \u20ac monatlich pro Wohnheim-platz entsteht.<\/li>\n<\/ol>\n<h2> Sachverhalt\/Begr\u00fcndung<\/h2>\n<p>In Karlsruhe mangelt es an Wohnraum. Davon sind auch Studierende betroffen. In einem unl\u00e4ngst in den Medien ver\u00f6ffentlichten bundesweiten Ranking rangiert Karlsruhe auf Platz 13 der St\u00e4dte mit der schlechtesten Wohnraumsituation f\u00fcr Studierende. Derzeit wohnen ca. 11 % der Studierenden in Karlsruhe in Wohnheimen, von denen die meisten vom Studentenwerk betrieben werden. Da generell empfohlen wird, ca. 15 % studentischen Wohnraums in Wohnheimen zur Verf\u00fcgung zu stellen, ist von einer strukturellen Unterdeckung von ca. 4 % auszugehen, was etwa 800 bis1.000 Wohnheimpl\u00e4tzen entspricht.<\/p>\n<p>Studierende konkurrieren auf dem Wohnungsmarkt mit der allgemeinen Bev\u00f6lkerung. Da gr\u00f6\u00dfere Wohnungen, wenn sie an Wohngemeinschaften vermietet werden, h\u00f6here Mieteinnahmen versprechen als bei der Vermietung an Familien, sind auch gerade diese von der zunehmenden Konkurrenzsituation betroffen. Zus\u00e4tzliche Wohnheimpl\u00e4tze k\u00f6nnten daher nicht nur die Wohnraumsituation f\u00fcr Studierende erleichtern, sondern allgemein einen Beitrag zur Entspannung am Wohnungsmarkt leisten.<\/p>\n<p>Nach Aussage des Studentenwerks ist dieses jederzeit bereit, weitere Wohnheime zu bauen, sofern die Bedingungen eine f\u00fcr die Zielgruppe finanziell passende L\u00f6sung erm\u00f6glichen. Da das Studentenwerk kostendeckend agieren und gleichzeitig die Wohnheimpl\u00e4tze den studentischen Finanzen entsprechend g\u00fcnstig anbieten muss, ist das Studentenwerk auf das Bebauen g\u00fcnstiger Grundst\u00fccke angewiesen. Die L\u00f6sung sieht die GR\u00dcNE Gemeinderatsfraktion im Angebot eines oder mehrerer st\u00e4dtischer Grundst\u00fccke mit verg\u00fcnstigtem Erbpachtzins.<\/p>\n<p>Laut Auskunft des Studentenwerks w\u00e4re ein rasches Bauen m\u00f6glich, so dass innerhalb von zwei Jahren ein bezugsfertiges Wohnheim entstehen k\u00f6nnte, falls eine g\u00fcnstige Baufl\u00e4che zur Verf\u00fcgung steht. Derzeit existieren in Karlsruhe drei Wohnheime auf Erbpachtgrundst\u00fccken der Stadt mit unterschiedlichen Erbpachtvertr\u00e4gen, die insgesamt 362 Pl\u00e4tze bieten. Durch die Bereitstellung von einem oder mehreren Grundst\u00fccke\/n sollten mindestens 200 zus\u00e4tzliche Pl\u00e4tze geschaffen werden. Je nach Grundst\u00fccksgr\u00f6\u00dfe und der darauf zu realisierenden Geschossh\u00f6he (laut Studentenwerk maximal f\u00fcnf Geschosse), sind unterschiedliche Erb-pachtzahlungen m\u00f6glich. Generell sollte der umzulegende Anteil pro Wohnheimplatz unter 10 \u20ac monatlich betragen.<\/p>\n<p>Die Erfahrungen des Studentenwerks zeigen, dass Wohnheimpl\u00e4tze dann dauerhaft angemietet werden, wenn die Wohnheime in Campusn\u00e4he liegen. Als Richtwert geht das Studentenwerk von einer maximalen Entfernung von vier Haltestellen von der Hochschule bzw. Innenstadt aus. Dies ist bei der Auswahl der Grundst\u00fccke zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Durch den Antrag soll die Stadt einen weiteren Beitrag zur Entlastung der Wohnraumsituation f\u00fcr Studierende leisten. In Anbetracht der Titulierungen von Karlsruhe als Studentenstadt und Wissenschaftsstadt sieht die Fraktion der GR\u00dcNEN hierin einen wichtigen Beitrag, diesem Anspruch Rechnung zu tragen.<\/p>\n<p>Unterzeichnet von:<\/p>\n<p>Bettina Lisbach&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dr. Ute Leidig&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Tanja Kluth&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Alexander Geiger<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web4.karlsruhe.de\/Gemeinderat\/Gruene\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/0218_17.pdf\"> Stellungnahme der Stadtverwaltung vom 18.02.2014<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag Die Stadt pr\u00fcft, welche Grundst\u00fccke sie dem Studentenwerk Karlsruhe auf Basis von Erbpacht anbieten kann, um darauf Studentenwohnheime zu bauen. Dabei werden Aspekte wie Campus- und Innenstadtn\u00e4he ber\u00fccksichtigt. 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